Ford Performance Event – ein erster Eindruck vom Focus ST und Ranger Raptor

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News ford  / Leonardo Ziaja
Ford Ranger Raptor und Ford Focus ST auf dem Ford Performance Event 2019

Wir konnten uns bereits letztes Jahr im November den neuen Ford Focus mit WLAN-Hotspot und Co-Pilot 360 Assistenzsystemen näher ansehen. Nun hat uns Ford zum „Performance Media Event“ eingeladen, bei dem der Fokus besonders auf zwei neuen Fahrzeugen mit besonderer Leistung lag. Wir haben euch die Highlights und wichtigsten Details zusammengefasst!

Der amerikanische Hersteller mit einem Werk in Köln konnte seine Absatzzahlen erneut steigern und kommt nun auf einen Marktanteil von 7,8 Prozent (kumuliert). Der neue Ford Focus scheint gut anzulaufen und bekommt nun mit dem ST eine sportliche Ausführung. Etwas „rustikaler“ geht es beim Ford Ranger Raptor zur Sache, doch alles nacheinander.

Unter „Ford Performance“ führt Ford Fahrzeuge mit dem gewissen Extra, die sich besonders an Individualisten richten, die aus der Masse herausstechen möchten. Der amerikanische Autobauer unterteilt die Modelle in eine Pyramide, die vom Ford GT unter „Elite“ angeführt wird. Der neue Ford Focus ST platziert sich im Bereich der „Enhanced Performance“ auf der dritten von insgesamt vier Stufen. Der Ford Ranger Raptor ist hingegen in der „High Performance“-Stufe angesiedelt.

Ford Focus ST – Features und Design

Ford bietet den neuen Focus ST mit zwei Motoren an, darunter auch den 2,3 Liter EcoBoost-Benzinmotor mit vier Zylindern, bis zu 280 PS und einem Drehmoment von 420 Nm. Ein Highlight ist dabei die neue „Anti-Lag“-Technik, die Ford vom GT übernommen hat. Sie soll das Turboloch vermeiden, indem der Turbo selbst nach Lastabfall weiterspinnt.

Den Ford Focus ST gibt es in mehreren Farbvarianten, besonders ins Auge sticht jedoch "Tropical Orange".

Mit dazu gibt es weitere Features wie das interaktive Fahrwerkssystem mit elektronischer Dämpferregelung CCD (Continously Controlled Damping) oder die elektronische Differenzialsperre (electronic Limited Slip Differential). Natürlich übernimmt der Focus ST auch den neuen Innenraum vom Standardmodell, natürlich gibt es aber auch kleinere Anpassungen. So ist der S-Mode nun endlich direkt auf dem Lenkrad zu finden und nach einem Knopfdruck aktiviert. Auch die wichtigsten Assistenzsysteme sind mit an Bord, alle wichtigen Details dazu haben wir bereits hier beschrieben.

Ford Focus ST – unser erster Eindruck

Wir konnten den Focus ST auf einer insgesamt 180 km langen Strecke durch das bergische Land ausprobieren. Dabei entpuppte sich der Wagen als wirklich alltagstauglicher Sportler, der sowohl zurückhaltend als auch auffällig fahren kann. Der Benziner mit 280 PS bietet eine beachtliche Durchzugskraft und macht besonders auf kurvigen Strecken viel Spaß. Auch das Fahrwerk konnte auf den ersten Eindruck beeindrucken, der Wagen liegt stets gut auf der Straße und hält sich wunderbar in der Spur. Die Federung ist deutlich sportlicher gegenüber dem normalen Ford Focus, wirkt aber dennoch komfortabel.

Ford Ranger Raptor – Features und Design

Der Ford Ranger Raptor sitzt zwar eine Stufe höher in der Pyramide, greift allerdings auf einem ganz anderen Terrain an. Der Pickup ist klar für Gebiete abseits der Straße gedacht, und das zeigt er auch durch sein aggressives Offroad-Design. Besonders die großen All-Terrain-Reifen von BF Goodrich zeigen, wohin die Reise mit dem Ranger Raptor gehen soll.

Der Ford Ranger Raptor ist zwar ein Pickup für das Gelände, zählt jedoch aufgrund seiner extravaganten Ausstattung auch zur Performance-Reihe.

Er ist mit einem 2 Liter EcoBlue-Dieselmotor mit Bi-Turbo ausgestattet, der bis zu 213 PS leistet und ein Drehmoment-Maximum von 500 Nm bietet. Gegenüber dem Standardmodell ist der „Raptor“ mit einem verbesserten Chassis und einem speziell abgestimmten Fahrwerk ausgestattet. Highlight sind hierbei die Hochleistungs-Stoßdämpfer von Fox, die sonst im Geländesport eingesetzt werden. Dazu kommen Aluminium-Querlenker und neue Stützlager für die Vorderachse. Die Bodenfreiheit liegt bei satten 283 mm, darüber hinaus gibt es einen massiven Unterfahrschutz aus 2,3 mm dickem Stahl.

Ford Ranger Raptor – unser erster Eindruck

Besonders die Geländefähigkeit kann beim Ford Ranger Raptor beeindrucken – aber das ist ja auch klar, dafür ist der Wagen ausgelegt. Ganz konkret geht es uns dabei jedoch um die verschiedenen Fahrmodi, darunter „Sport“, „Schlamm/Sand“ oder „Baja“. Besonders der „Baja“-Modus, der seinen Namen von der „Baja 1000“-Wüstenrallye bezieht, sorgt für Nervenkitzel. Darüber hinaus sind natürlich auch diverse Assistenzsysteme mit an Bord, beispielsweise der Bergabfahr-Assistent. Dieser bremst automatisch, wenn es steil den Berg hinunter geht – man muss sich als Fahrer erst einmal daran gewöhnen, bei so einem Gefälle einfach von der Bremse zu gehen!

Fazit

Sowohl der Ford Focus ST als auch der Ford Ranger Raptor machen unglaublich viel Spaß, sind aber für zwei vollkommen unterschiedliche Nutzer gedacht. Eines haben sie jedoch gemeinsam: viel Power! Es muss nicht unbedingt die sportliche Variante sein, wer jedoch mit seinem Fahrzeug etwas herausstechen, gerne mal durch Kurven heizt oder Offroad unterwegs sein möchte, wird hier fündig. Alle weiteren Informationen zu den möglichen Konfigurationen, Ausstattungen und Preisinformationen gibt es direkt auf der Ford-Webseite.

Ob es nach dem Ford Focus ST noch eine stärkere RS-Variante geben wird, ist derzeit noch unklar. Ford wollte dahingehend keine Infos teilen, es bleibt also abzuwarten. Sicher ist jedoch, dass gegen Ende 2021 ein neuartiges Performance-Modell mit E-Antrieb, „verdammt viel Leistung“ und Design mit Mustang-Inspiration kommen soll.


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