boerse.to: GEMA lässt Filesharing Plattform nicht nur in Deutschland sperren

2 Min. lesen
News einsundeins  / Lukas Jankord
DNS Blocking bei 1&1 und weiteren Providern

Die Filesharing-Plattform boerse.to wurde für die Nutzer von 1&1 und Vodafone gesperrt. Veranlasst hat das die Urheberrechtsgesellschaft GEMA, die die Rechte ihrer Künstler verletzt sieht.

boerse.to per DNS-Blocking gesperrt

Laut GEMA sollen auf boerse.to urheberrechtlich geschützte Werke öffentlich verfügbar sein. Schon seit dem 26. März sollen die genannten Provider via DNS-Blocking und -Filtering die Domain sperren.

Nutzer sehen dann eine Hinweisseite mit der Meldung, dass die Webseite aufgrund eines urheberrechtlichen Anspruchs vorläufig nicht verfügbar sei. Das DNS-Blocking soll dabei nicht nur innerhalb Deutschlands, sondern auch beim Surfen im Ausland greifen.

Bislang sind nur 1&1 und Vodafone Kunden betroffen

1und1-logoZu Beginn richtete sich die GEMA an 1&1, das Unternehmen konnte die geforderte Sperrung jedoch nicht durchführen. Da 1&1 keine eignen Netze betreibt, verwies der Konzern auf die Deutsche Telekom und Vodafone.

Die deutsche Telekom soll dagegen bislang noch keinen Aufruf zur Sperrung von boerse.to erhalten haben, ebenso O2, Unitymedia. Kabel Deutschland und Otelo hingegen gehören zu Vodafone und sind vom Blocking ebenfalls betroffen.

Vodafon sieht Sperrauftrag von boerse.to kritisch

Vodafone teilte in einer Stellungnahme mit, dass die GEMA glaubwürdig darlegen konnte, dass zum einen die besagten Werke auf boerse.to ohne Einwilligung verfügbar gemacht wurden und zum anderen, dass es der GEMA nicht möglich ist den Rechteverletzer ausfindig zu machen.

Vodafone muss in solch einem Fall nach einem BGH-Urteil vom 26. Juni 2018 eine Sperrung durchführen.
1&1 hat zudem angekündigt, sich rechtlich gegen die Sperrung zu wehren.

Lösung Sperrung, eher fraglich

Durch DNS-Blocking mag zwar eine Website nicht mehr direkt erreichbar sein, fraglich ist jedoch, ob dies Nutzer davon abhält boerse.to zu Nutzen. Gerade weil technisch versierte Nutzer auf diese Domain zugreifen, wird es für einige Nutzer durch entsprechende einfache Mittel weiterhin möglich sein, boerse.to zu besuchen.



Quelle : Computer Base


Tags:
Teilen:

Kommentieren

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.