Konami baut eSport-Center in Tokio

Der japanische Publisher möchte den eSport in seinem Land endlich groß machen 2 Min. lesen
News  / Robin Cromberg

Der japanische Spielepublisher Konami möchte eSports in seinem Land groß machen und errichtet zu diesem Zweck in Tokios beliebtestem Vergnügungsviertel ein Hochhaus für Spieleübertragungen und als Trainingsstätte für Athleten.

eSport boomt – nur nicht in Japan

Das Thema eSports boomt weltweit und begeistert die Massen an Fans via Livestream oder Großevent, nicht anders als „herkömmliche“ Sportarten auch. Auch in Asien erfreuen sich eSports großer Beliebtheit, doch gerade in Japan, dem Herkunftsland einiger der größten Spieleentwickler und -Publisher, blieb der große Durchbruch bisher aus. Die japanische Branchengröße Konami, unter anderem bekannt für Spieleserien wie Metal Gear, Silent Hill oder auch Pro Evolution Soccer, möchte dies ändern und groß in die eSport-Entwicklung Japans investieren.

Konami möchte Athleten des eSport fördern

Im Vergnügungsviertel Ginza in Tokio baut der Konzern nun bis November 2019 das Konami Creative Center Ginza (KCC Ginza), ein zwölfstöckiges Hochhaus mit 22.500 m² Nutzfläche. Das KCC Ginza soll Büros und Studios für die Liveübertragung von Spielen und Turnieren beherbergen, Athleten aber auch in eigenen Trainingseinrichtungen die Ausbildung zum professionellen eSportler ermöglichen. Auch ein Ladenbereich für Konami-Merchandise darf natürlich nicht fehlen.

Konami Creative Center Ginza SeitansichtRender-Vorschau des KCC Ginza (Bild: Konami)

Konami bringt für japanische Verhältnisse sogar recht gute Voraussetzungen zum Kickstarten der eSport-Szene mit: Das eigene Fußball-Videospiel Pro Evolution Soccer ist nicht nur ein geeigneter Titel für professionelle Turniere und Übertragungen, sondern ist in dieser Hinsicht – zumindest in Asien – bereits beliebter als der Konkurrent FIFA des US-Publishers Electronic Arts.

Konami Creative Center Ginza soll Japans eSport-Szene ins Rollen bringen

Bislang waren eSports allerdings nicht sonderlich stark in japanischen Medien vertreten und konnten offensichtlich noch nicht ausreichend Interesse der Community wecken. Dies liegt unter anderem auch daran, dass das beliebteste Genre in Japan nach wie vor Einzelspieler-Rollenspiele ist, während sich Mobile Gaming als der gewinnbringendste Gaming-Sektor hält. Inwiefern sich dies nach Konamis Initiative ändern wird, wird sich zeigen.


Quellen :

Golem.de
Serkantoto


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