Analysten finden heraus: Bauteile des iPhone 12 kosten nur knapp 300 Euro

Die meisten Bauteile kommen aus Südkorea 2 Min. lesen
News apple  / Robin Cromberg
Apple-iPhone-12-Launch-Event-315 Bildquelle: apple

Experten haben das neue iPhone 12 und iPhone 12 Pro demontiert und den Wert der einzelnen Bauteile eingeschätzt. Demnach soll das neue Flaggschiff-Smartphone von Apple rund 313 Euro in der Herstellung kosten.

Die japanische Zeitung Nikkei hat die neuesten Apple-Flaggschiffe iPhone 12 und iPhone 12 Pro auseinandergenommen und in Kooperation mit den Experten von Fomalhaut Techno Solutions den Wert der einzelnen Bauteile herausgefunden. Dabei stellt sich heraus, dass koreanische Zulieferer einen zunehmend größeren Stellenwert bei der Fertigung der Apple-Smartphones einnehmen.

Laut dem Analysebericht kommen die einzelnen Bauteile des iPhone 12 auf einen Gesamtwert von 373 Dollar, also umgerechnet rund 313 Euro. Die Stückliste für das Pro-Modell liegt demnach bei einem Wert von 341 Euro.

Apple-iPhone-12-Launch-Event-1975G-Modem und Display sind die beiden teuersten Komponenten des iPhone 12 (Bild: Apple)

Als teuerste Komponente benennen die Experten das X55 5G-Modem des US-Herstellers Qualcomm. Das Modem alleine soll umgerechnet 75 Euro kosten, während der A14 Bionic SoC nur bei 34 Euro liegt. Als zweitteuerstes Einzelteil wird das von Samsung gefertigte OLED-Display mit rund 60 Euro gelistet. Weitere Einzelteile, die einen großen Teil der Gesamtfertigungskosten ausmachen, sind der Arbeitsspeicher für etwa 10,75 Euro sowie der Gerätespeicher für rund 16 Euro.

In einem Diagramm veranschaulicht Nikkei den Anteil der Zulieferer nach Ländern, wobei Südkorea mit einem Gesamtanteil von 26,8 Prozent an der Spitze liegt. Den zweiten Platz teilen sich die USA und Europa mit jeweils 21,9 Prozent.

Vor rund einem Monat begann der Verkaufsstart der neuesten iPhone-Generation. Die günstigste Version des iPhone 12 wurde zu einer UVP von 876,30 Euro vorgestellt, das iPhone 12 Pro fängt hierzulande bei 1.120 Euro an.

Dass teure Smartphones und andere Elektronikprodukte in der Fertigung deutlich preiswerter sind, als der Hersteller schlussendlich dafür abruft, dürfte die wenigsten überraschen. Doch die Preiskluft zwischen Herstellungskosten und Verkaufspreis der aktuellen iPhone-Generation fällt besonders weit aus. Am Ende müssen natürlich auch noch weitere Ausgaben Apples mit eingerechnet werden, darunter die Kosten für Entwicklung, Betrieb und Logistik.

In einer Preisprognose versprach das Vergleichsportal Idealo Ende September, dass die Preise aller drei iPhone-12-Modelle in den Monaten nach Release stark fallen werden. So soll das iPhone 12 bereits zwei Monate nach Verkaufsstart 10 Prozent günstiger zu haben sein. Etwas über einen Monat nach Release sind die Geräte bislang jedoch noch nicht allzu stark im Preis gefallen.


Quellen :

Nikkei
GSM Arena


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