GeForce RTX 3000: Händler verrät Details zu Lieferproblemen

Proshop über gelieferte und bestellte Grafikkarten 2 Min. lesen
News nvidia  / Benjamin Lucks

Der Euphorie über den Launch der neuen Nvidia-Grafikkarten RTX 3070, RTX 3080 und RTX 3090 folgte viel Ernüchterung. Zwar konnten viele Interessenten die Grafikkarten bestellen, auf ihre Lieferung warten sie aber bis heute. Der Online-Händler Proshop verrät nun, wie es um die Liefersituation der RTX 3000-Serie steht.

Nvidia sorgte für viel Aufsehen, als das Unternehmen Anfang September die neuen Ampere-Grafikkarten vorstellte. Nicht nur verfügen die Modelle über den neuen GDDR6X-Grafikspeicher, mit Preisen ab 500 Euro sind sie Modelle auch noch vergleichsweise günstig. Allerdings wird die Freude über die neue Hardware bei den meisten Käufern von ungewissen Lieferzeiten begleitet, denn Nvidia muss zunehmend massive Lieferprobleme eingestehen.

Dabei können nicht einmal Dritthersteller, die Nvidias neue Grafikkarten als Custom-Varianten anbieten, liefern. Wie ComputerBase berichtet, verriet der Onlinehändler Proshop nun, wie es um die Lieferungen bestellt ist. Die Asus GeForce RTX 3080 TUF Gaming OC wurde demnach von rund 1.000 Kunden bestellt, woraufhin der Händler 2.000 Einheiten geordert habe. Von diesen seien aber bislang nur 25 Stück ausgeliefert worden. Um das geringer getaktete TUF-Modell stehe es ähnlich. Am drittgefragtesten ist übrigens die MSI RTX 3080 Gaming X Trio 10G mit 526 Bestellungen, aber nur 36 Auslieferungen. Weitere Zahlen zu den Modellen, auch zu RTX 3090 und RTX 3070, listet Proshop auf der eigenen Webseite auf.

Nvidia prognostiziert Probleme bis 2021

Insgesamt sehe die Verfügbarkeit der GeForce RTX 3090 und der RTX 3080 wie folgt aus: 3.718 Kunden haben eines der Modelle bei Proshop bestellt. Der Onlineshop bestellte daraufhin 9.513 Stück im Großhandel und hat bislang nur 422 Stück ausliefern können. Proshop konnte also nur 11,5 Prozent seiner Kunden bedienen und der Großhandel lieferte lediglich 4,5 Prozent der bestellten Produkte.

Wie Nvidia-CEO Jensen Huang verriet, schaffe Nvidia es in diesem Jahr wohl nicht mehr, die Anfrage aufzugreifen. Die Anfrage sei schlichtweg zu groß und werde zur Weihnachtszeit noch weiter steigen. An einer Fehlkalkulation oder Problemen bei Nvidia soll das aber nicht liegen. Wie Huang weiter verrät, liefe die Produktion auf Hochtouren und die Erträge seien ebenfalls sehr gut. Das Problem sei nicht das Angebot, sondern die Nachfrage. Denn diese sei besonders hoch und übersteige die Erwartungen von Nvidia um ein Vielfaches.


Quellen :

ComputerBase
ProShop
Tom's Hardware


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