Huawei: verzichtet der Hersteller auf eine Rückkehr zu den Google-Diensten? (UPDATE)

Interview in Österreich führt zu Diskussionen! 3 Min. lesen
News huawei  / Leonardo Ziaja
Huawei Logo - Titelbild Bild: Huawei

Es gab zwar immer mal wieder kleinere Lichtblicke, der US-Bann gilt für Huawei aber weiterhin. Dem chinesischen Unternehmen ist so der Handel mit US-Unternehmen untersagt, wodurch Huawei keine Lizenz für die Google-Dienste (Google Mobile Services) bekommt. Schon beim Mate 30 Pro musste Huawei auf Android Open Source (ohne „GMS“) setzen, installierte im selben Zug jedoch die eigenen HMS (Huawei Mobiles Services). Die Frage ist nun: würde Huawei, sollte der Bann der US-Regierung aufgehoben werden, wieder auf die Google-Dienste setzen?

Das Huawei Mate 30 Pro (Video) konnte uns damals zum Launch mit einem schicken Design, einer leistungsstarken Performance und der vielversprechenden Kamera beeindrucken. Leider blieb das der erste und bisher einzige Eindruck, den wir von dem Smartphone ohne Google-Dienste bekommen konnten. Statt „Google Play Store“ setzt Huawei auf die eigene App-Gallery und baut seine mobilen Dienste weiter aus.

Interview in Österreich führt zur Diskussion

Bei einem Pressegespräch in Österreich kam nun die Frage auf, ob Huawei bei einer Aufhebung des US-Banns wieder zu Google zurückkehren würde?! Der Country-Manager für Österreich, Fred Wangfei, hat diese Frage in einem Interview mit „DerStandard.at“ scheinbar verneint – was natürlich direkt zur Diskussionen führte. Im Nachhinein stellte sich diese Interview-Antwort jedoch als etwas unzutreffend heraus. Das Team von Huawei Deutschland dementierte die Aussage auf Twitter bereits.

Huawei Mate 30 Pro mit Android Open Source und EMUI 10.

Huawei möchte wohl weiterhin mit Google zusammenarbeiten und dementsprechend weiter auf Google-Dienste setzen. Obwohl Huawei weiterhin an seinen eigenen Diensten arbeitet, so bleibt Android mit den Google-Diensten weiterhin die erste Wahl. „Unsere erste Wahl ist das offene Android-Ökosystem, einschließlich GMS (Google Mobile Services) – das hat uns geholfen, die Nummer zwei in der Welt für Smartphone-Lieferungen zu werden“, dies teile Huawei scheinbar „TheVerge“ mit (übersetzt aus dem Englischen).

Update: 31.01.2020 – 15:30 Uhr

Mittlerweile hat uns ein offizielles Statement von Huawei erreicht, der Hersteller dementiert die Spekulationen und Gerüchte dabei nochmals:

„Ein offenes Android-System sowie Ökosystem ist nach wie vor die erste Wahl von HUAWEI. Wird uns die Nutzung davon allerdings verwehrt, sind wir in der Lage ein eigenes Betriebs- und Ökosystem zu entwickeln.“

Wie sieht die Zukunft für Huawei und Google aus?

Mit Harmony OS ist zwar bereits ein eigenes System in Arbeit, allerdings brauchte die Entwicklung noch einige Zeit. Zudem ist es noch fraglich, ob Huawei das eigene System überhaupt auf seine Smartphones bringen möchte. Ob und wann es eventuell eine Lockerung des US-Banns gibt, bleibt weiterhin unklar. Der Hersteller ist in einer unvorstellbaren Situation, die sich nicht so einfach managen lässt.

Huawei wird neue Geräte, darunter vermutlich auch das geplante P40 (Pro), aber dennoch präsentieren und weiter an innovativen Features arbeiten. Wir werden euch live vom MWC 2020 Ende Februar in Barcelona berichten und auch mit Huawei im Gespräch sein. Es wird wohl einige Neuigkeiten geben, sicherlich auch in Bezug auf die hier beschriebene „Problematik“, wenn man sie denn so nennen kann.

Für bestehende Geräte mit Google-Diensten, darunter zum Beispiel das Huawei P30 Pro (Test) mit Android 10 und EMUI 10, gibt es immer wieder Software-Updates. Neben aktuellen Sicherheitspatches kommen auch immer wieder neue Funktionen hinzu. Wie „HuaweiBlog“ berichtet, wird aktuell die App „HiCare“ in „Support“ umbenannt. Nutzer sollen die App so leichter finden, darüber hinaus werden die Funktionen in der Anwendung übersichtlicher dargestellt.


Quellen :

Huawei Blog
DerStandard
The Verge


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