Huaweis letzte 90-Tage-Lizenz erloschen: Was bedeutet das?

Updates und Sicherheit gewährleistet? 2 Min. lesen
News huawei  / Benjamin Lucks

Im Trubel rund um Huaweis Handelsembargo gab es immer wieder Ausnahme-Lizenzen, die für den begrenzten Zeitraum von 90 Tagen gültig waren. Am 15. Juli ist die letzte dieser 90-Tage-Lizenzen ausgelaufen und nun darf das chinesische Unternehmen keine Geschäfte mehr mit US-amerikanischen Unternehmen machen. Verschlimmert sich die Situation für Huawei-Nutzer noch weiter?

Heutzutage ein neues Huawei- oder Honor-Smartphone zu kaufen, ist eine regelrechte Gratwanderung. Einerseits beweisen Geräte wie das Huawei P40 Pro+, wie gut die Hardware des Unternehmens ist, andererseits wird die Software immer weiter eingeschränkt. Aktuell gibt es ältere Modelle, die sich dank verfügbarer Google Play-Dienste fast ohne Einschränkungen nutzen lassen und Geräte wie das P40 Pro+, auf denen YouTube, Chrome und vor allem der Google Play Store fehlen. Stehen diese Einschränkungen nach dem Ablauf der letzten Ausnahme-Lizenz nun allen Nutzern bevor?

NTV spekulierte bereits im August 2019 über mögliche Konsequenzen, die nach dem Ende der ersten Schonfrist hätten eintreten können. Damals erteilten die USA die erste Ausnahme und es war nicht ganz klar, ob noch weitere Verlängerungen möglich waren. Da einmal erteilte Lizenzen ihre Gültigkeit behielten, seien die Google-Dienste und Android auch nach dem Ende der Sperrfristen nutzbar. Darüber hinaus teilte Huawei gegenüber dem Nachrichtenmagazin mit, dass „Huawei-Smartphones auch weiterhin Sicherheitspatches und Android-Updates“ erhielten.

Verzögerungen und Probleme mit Bank-Apps

Diese könnten aber bald deutlich verzögert an Huawei-Nutzer ausgerollt werden, spekuliert Der Standard. So weist das Magazin darauf hin, dass Google Huawei keinen Support mehr leisten und dem Hersteller bei neuen Updates keine Vorab-Informationen geben dürfe. Auch die für Bank-Apps benötigte „SafetyNet Attestation“ verlören Huawei-Geräte mit aktiven Google-Diensten wohl zukünftig. Ein Problem, das Nutzer von Huawei-Geräten ohne Google-Dienste bereits kennen sollten.

Spannend ist zudem die Frage, ob Huawei zukünftig weiterhin mit derartigen Kompromissen arbeiten oder verstärkt auf eigene Lösungen vertrauen wird. Schließlich bewirbt das Unternehmen Eigenlösungen wie die Huawei AppGallery, PetalSearch oder die sichere Installation von APK-Dateien über den Huawei-Browser zurzeit recht stark. Zudem plante Huawei ursprünglich, ganz von der Nutzung des Betriebssystems Android abzusehen und auf die Eigenlösung Harmony OS umzusteigen. Neue Informationen hierzu könnte Huawei auf einem Event im September ankündigen. Wie GizChina erfahren haben will, sollen erste Huawei-Smartphones mit Harmony OS bereits in Planung sein.


Quellen :

Der Standard
N-TV
GizChina


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