Intel gibt einen Vorgeschmack auf Tiger Lake und Xe

Neue Notebook-CPUs mit Xe-Grafikeinheit 2 Min. lesen
News intel  / Tim Metzger
Bild: Intel

Zum Intel Architecture Day 2020 enthüllte das Unternehmen einige neue Details zu den kommenden Notebook-Prozessoren der Tiger Lake-Serie. Dazu gehört auch die neue Xe-Grafikeinheit. Große Performance-Sprünge stehen demzufolge bevor.

Intel steckt offenbar viel Hoffnung in die Tiger Lake-Prozessoren, deren Debüt im September (U-Modelle) offiziell für Ultrabooks und ähnliche Mainstream-Geräte erfolgt. Aktuell übt AMD nicht nur auf dem Desktop-, sondern auch auf dem Notebook-Markt Druck aus und ein baldiger Zuwachs von ARM-Geräten wirft seine Schatten voraus. Intels klassischen 14-Nanometer-Chips haben ihren Zenit überschritten und das Unternehmen setzt nun alles auf die zweite Generation der 10-Nanometer-Fertigung. Auf dem eigenen Architecture Day zeigt sich das Prozessor-Unternehmen optimistisch und stellte mit Willow Cove und Xe-LP die Basis der neuen Notebook-Chips vor. Sie sollen in Hinblick auf die CPU- und GPU-Leistung für große Verbesserungen sorgen.

Viel mehr Leistung pro Watt dank SuperFin und Willow Cove

Bei der elften Generation seiner Core-Prozessoren verwendet Intel neue SuperFin-Transistoren. Die neue Transistorkonstruktion soll eine Performance-Steigerung bieten, die vergleichbar mit einer vollwertigen Node-Verbesserung sei. SuperFin ermöglicht wesentlich höhere Taktraten bei gleicher Spannung. Alternativ sind natürlich auch identische Taktraten zu den bisherigen Ice Lake-U-Chips (erste 10-nm-Generation) bei verringertem Stromverbrauch möglich. Außerdem kommt mit Willow Cove eine neue CPU-Architektur zum Einsatz, die Sunny Cove ablöst.

Unter anderem bringt Willow Cove einen größeren L2-Cache mit sich. Der IPC-Zuwachs soll gegenüber Sunny Cove überdurchschnittlich ausfallen, doch genaue Zahlen nennt Intel vermutlich erst bei der offiziellen Tiger Lake-Präsentation im September. Bezüglich I/O sind Thunderbolt 4, USB 4 und PCIe 4.0 bestätigt. Letzteres bieten allerdings wohl nicht alle Prozessoren, aufgrund von Lane-Limitierungen bei besonders energiesparenden Modellen.

Intel bohrt mit Xe-LP die integrierte Grafik auf

Mit Intel Xe Low Power steht außerdem die Einführung einer brandneuen Grafikeinheit bevor. Bis zu 96 Execution Units bietet Intel bei den integrierten Xe-GPUs, was gegenüber Ice Lakes Limit von 64 EUs eine Steigerung um 50 Prozent bedeutet. Intel demonstrierte eine die Grafikleistung in flüssigem Full-HD mit Titeln wie Doom Eternal und Battlefield V. Dies dürfte zumindest dedizierten Einsteiger-Grafikchips wie etwa der GTX 1650 Ti Konkurrenz machen. Wie die GPU-Performance in der Realität ausfällt, bleibt bis zum Erscheinen erster Tiger Lake-Notebooks abzuwarten, doch es ist von einer deutlich besseren Performance bei gleicher Leistungsaufnahme auszugehen.

Bild: Intel

Einen Ausblick auf 2021 gab das Unternehmen ebenfalls. Dort steht bereits die nächste CPU-Architektur namens Golden Cove bevor, und mit Alder Lake soll der Nachfolger der Lakefield-Hybrid-Chips erscheinen. Auch die Pentium- und Atom-Prozessoren erhalten nächstes Jahr mit Gracemont ein CPU-Upgrade. Im Frühjahr 2021 dürfte wahrscheinlich auch noch Tiger Lake-H für High-End-Notebooks kommen. Insgesamt macht Intel große Versprechen bezüglich Tiger Lake. Sollten die Prozessoren tatsächlich so gut sein, wie das Unternehmen behauptet, dürfte Intel im Notebook-Bereich wieder zu AMDs Ryzen 4000-Serie aufschließen.


Quellen :

Intel
The Verge
ComputerBase


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