Intel Tiger Lake: Notebook-Chips der 11. Generation eingeführt

10-Nanometer-Prozessoren mit Xe-Grafik 2 Min. lesen
News intel  / Tim Metzger

Intel stellte in zwei aufeinanderfolgenden Livestreams die Intel Core-Prozessoren der elften Generation, alias Tiger Lake, für Notebooks vor. Die mobilen Intel-APUs übertrumpfen die aktuellen Ryzen-Modelle von AMD offenbar vor allem bei der Grafikleistung.

Die präsentierten U- und Y-Klassen der neuen Intel Tiger Lake-Serie bestehen aus insgesamt neun Prozessormodellen. Vier Core i3-, zwei Core i5- und drei Core i7-APUs bringt der Hersteller auf den Notebook-Markt. Mit Ausnahme zweier Core i3-Modelle bieten die Chips jeweils vier CPU-Kerne und acht Threads. Die TDP ist bei allen Modellen variabel und rangiert bei vier SKUs (Y-Klasse) am unteren Ende des Lineups zwischen sieben und 15 Watt, während die fünf restlichen Prozessoren (U-Klasse) mit zwölf bis 28 Watt arbeiten. Die Hauptspezifikationen seht ihr in der folgenden Tabelle.

Anzumerken ist, dass zwei Core i3-Modelle erst 2021 starten, es handelt sich jedoch nicht um die erwähnten Dualcore-Prozessoren. Laut Intel stehen schon um die 50 Notebooks mit den Tiger Lake-Chips für dieses Jahr bereit und insgesamt sollen mindestens 150 Modelle erscheinen. Als Partner listet der Hersteller unter anderem Acer, Asus, Dell, HP, Lenovo, MSI und Samsung auf.

Verbesserungen bei der CPU- und GPU-Leistung

Tiger Lake löst Ice Lake ab und die Fertigung erfolgt in einem optimierten 10-Nanometer-Verfahren. Intel nennt die neue Transistorkonstruktion SuperFin und sie soll eine deutliche Performance-Steigerung ermöglichen. Gepaart mit der neuen CPU-Architektur Willow Cove fallen die Taktraten fast so hoch wie bei den wesentlich stärkeren H-Prozessoren aus. Letztere verbrauchen jedoch im Boost weitaus mehr Strom und haben mehr Kerne sowie Threads.

Ein großer Sprung ist bei der Leistung der integrierten Grafikeinheit zu verzeichnen. Die Intel Iris Plus-Grafik ersetzt der Hersteller mit Intel Xe Low Power. Es gibt bis zu 50 Prozent mehr Execution Units als bei Ice Lake. In einer Demo lief das Rennspiel GRID auf einem AMD Ryzen 7 4800U-System mit circa 35 Bildern pro Sekunde (fps), ein weiteres System mit Ice Lake und einer Nvidia MX350 schaffte etwa 30 fps und ein Tiger Lake-System mit Xe-Grafik erzielte durchschnittlich 55 fps. Video-Decoding und -Encoding wurde ebenfalls verbessert.

Project Athena heißt nun Evo

Intel zeigte zudem ein neues Firmenlogo und auch die Produktlogos, die üblicherweise auf Notebooks aufgeklebt werden, erhalten ein neues Design. Die Erweiterung des Project Athena-Programms heißt Intel Evo.

Jedes Notebook mit Tiger Lake soll Thunderbolt 4 und Wi-Fi 6 an Bord haben. Außerdem unterstützen die Prozessoren PCIe 4.0. Innerhalb weniger als einer Sekunde sollen die neuen Notebooks aus dem Standby aufwachen können. Unter den ersten Geräten, die auf die Intel-APUs der elften Generation setzen, befinden sich neue Asus ZenBooks, Acer Swift-Modelle, Dells XPS 13 (auch 2-in1), das MSI Prestige 14 Evo sowie Modelle von HP Spectre, Samsung Galaxy Book und Lenovo Yoga.


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