Kirin 1000: Zwei-Chip-Strategie schon beim Huawei Mate 40?

Neben HiSilicon dann vermutlich auch Mediatek oder Qualcomm in Huawei-Smartphones 2 Min. lesen
News huawei  / Leonardo Ziaja
HiSilicon Kirin 990 5G Prozessor

Was zunächst nach einem spannenden Feature für noch mehr Leistung klingt, ist im Endeffekt eigentlich eine eher ungewöhnliche Strategie für Smartphones. Samsung setzt bereits seit Jahren auf zwei Prozessoren für unterschiedliche Märkte, dieser Fall könnte nun auch auf Huawei zukommen. Durch die verschärften Sanktionen der USA gegen den chinesischen Hersteller muss sich Huawei wohl unfreiwillig eine Alternative für die kommenden Smartphones suchen.

In den letzten Jahren hat Huawei immer zur IFA in Berlin gegen Anfang September den neuen Prozessor für kommende Smartphones und Tablets vorgestellt. Nach dem Kirin 990, beispielsweise im P40 Pro (Test), soll nun der Kirin 1000 Prozessor folgen. Huawei lässt die 5nm-Chips bei TSMC (Taiwan Semiconductor Manufacturing Company) fertigen und hat sich dort scheinbar bereits 8 Millionen Einheiten gesichert. Da der entsprechende Fertigungsauftrag noch vor dem 15. Mai eingegangen ist, darf TSMC die Prozessoren für Huawei herstellen. Laut offiziellem Statement wird die Herstellung jedoch zum 14. September auslaufen, dann ist erstmal Schluss mit Huawei-SoCs. Durch die US-Sanktionen darf TSMC keine Bestellungen mehr von Huawei annehmen und dementsprechend auch keine Chips mehr produzieren.

Reicht das für die kommende Huawei Mate 40 Reihe?

Nachdem Huawei von den Mate-Smartphones oftmals mehr als 10 Millionen Geräte verkauft, würden die 8 Millionen Chips natürlich nicht ausreichen. Laut einem Twitter-Beitrag soll der chinesische Hersteller deswegen eine Art „Dual-Chip-Strategie“ einsetzen, die ähnlich wie bei Samsung verschiedene Prozessoren für unterschiedliche Märkte einsetzt. Der Kirin 1000 SoC soll dabei wohl exklusiv für den chinesischen Markt zum Einsatz kommen, doch wie sieht es beispielsweise mit Europa aus?


Hier stehen laut Notebookcheck.com aktuell Mediatek und sogar Qualcomm, sofern Huawei dafür dann eine entsprechende Lizenz der USA erhält, in der Gerüchteküche. Ein mögliches Huawei P50 Pro könnte dann beispielsweise mit einem Snapdragon 875 oder einem entsprechenden MediaTek-Pendant mit 5nm-Fertigung daherkommen. Es gibt zwar durchaus Gerüchte, dass Huawei die Chips von Qualcomm kaufen möchte, doch Mediatek scheint da etwas realistischer zu sein. Eine weitere Möglichkeit wäre ein anderer Chip-Hersteller, der nicht an US-Lizenzen gebunden ist und somit die HiSilicon-Prozessoren herstellen könnte.


Quellen :

Notebookcheck
Twitter


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