PIN-freie Limits für kontaktloses Bezahlen steigen wegen Coronavirus

Banken verstärken Bargeld-Alternative 2 Min. lesen
News  / Tim Metzger

Kontaktloses Bezahlen wird immer beliebter. Aufgrund der Coronavirus-Pandemie greifen aktuell immer mehr auf diese hygienische Zahlungsmethode zurück. Nun erhöhen die deutschen Banken die Limits für Einkäufe ohne PIN-Eingabe.

Laut Handelsblatt-Informationen sollen sich die Banken auf eine Steigerung von 25 auf 50 Euro geeinigt haben. Somit sollen Verbraucher etwa beim Lebensmitteleinkauf weniger schnell zur Eingabe der Geheimzahl aufgefordert werden. Da zahlreiche weitere Ladenbesucher täglich das Tastenfeld des Kartenlesegeräts benutzen, verbessert die Limiterhöhung vor allem die Hygiene und mindert Berührungen mit möglicherweise kontaminierten Oberflächen. Nicht nur im Supermarkt, sondern auch beispielsweise beim Bezahlen an Tankstellen ist dies von Vorteil. Viele Händler bitten derzeit ihre Kunden darum, ohne Bargeld zu bezahlen.

Viele Länder erhöhen auf 50 Euro, doch es gilt nicht sofort

Während die Änderung der deutschen Banken nur für Giro- bzw. EC-Karten gilt, kündigte zudem auch Mastercard eine Erhöhung des Limits auf 50 Euro an. In anderen europäischen Ländern wie den Niederlanden oder Estland gelten die erhöhten Limits bereits seit letzter Woche. In weiteren Ländern werden die PIN-freien Limits ab dem 1. April angehoben.

Bis die neuen 50-Euro-Limits in Deutschland greifen, dürfte es einige Tage dauern. Die jeweiligen Banken müssen die Änderung intern vornehmen und zudem müssen die Kartenterminals aktualisiert werden. Für die Banken ist die Limitsteigerung sogar von Vorteil, da dies den Einsatz von kontaktlosem Bezahlen erhöhen wird. Gegenüber Zahlungen mit Bargeld müssen Händler bei Kartenzahlungen eine Gebühr an die Banken abgeben.

Das Smartphone als Alternative

Die meisten EC- und Kreditkarten unterstützen bereits die kontaktlose Zahlungsmethode, aber nicht alle. Meist ist die Option durch ein nach rechts gerichtetes Funkwellensymbol zu erkennen. Dies gilt ebenfalls für die Kartenterminals. Sofern das persönliche Smartphone NFC unterstützt, ist kontaktloses Bezahlen damit auch via Google Pay oder Apple Pay möglich.

An diesen Symbolen lässt sich die Unterstützung für kontaktloses Bezahlen erkennen (Bild: Sparkasse)

Gemäß der EU-Zahlungsdienstrichtlinie PSD2 können kontaktlose Zahlungen höchstens fünfmal ohne die Eingabe der PIN ausgeführt werden und zudem darf der gesammelte Betrag maximal 150 Euro betragen. Wird eine dieser Grenzen überschritten, werden die Kartenbesitzer gezwungen, die Geheimzahl einzutippen.



Quelle : Handelsblatt


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