Smartphone-Reinigung: Wie können Display und Co. schonend gesäubert werden?

Keimherd in der Hosentasche 2 Min. lesen
News  / Robin Cromberg
Smartphone Beitragsbild Bild: @nordwood auf Unsplash

Hamsterkäufe fegen die Desinfektionsmittel-Regale in Drogeriemärkten leer, doch einen der größten und zugleich unscheinbarsten Keimherde lassen viele Menschen außer Acht: Das Smartphone. Doch was ist bei einer effektiven und dabei schonenden Smartphone-Reinigung zu beachten?

Verkaufszahlen von Desinfektionsmitteln nehmen mit zunehmenden Meldungen zum Corona-Virus schwindelerregende Höhen an. In vielen Drogeriemärkten sind die Regale mit Tüchern, Sprays und Co. zur Bazillenentfernung gar gänzlich leergefegt.

Zwar muss nicht gleich nach jedem Handgriff alles desinfiziert werden, regelmäßiges Händewaschen tut es im Normalfall auch, so das Deutsche Beratungszentrum für Hygiene im Gespräch mit dem Südkurier. Vor allem sollten die heiß begehrten Handdesinfektionsmittel nicht als Ersatz für Händewaschen betrachtet werden, sondern allenfalls komplementär, beim Besuch von unhygienischen öffentlichen Orten, oder wenn Händewaschen nicht möglich ist. Bei der Smartphone-Reinigung sollte von solchen aggressiven Mitteln allerdings abgesehen werden, da das Display sonst Schäden davontragen könnte.

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Obacht bei der Reinigung: Smartphone-Displays reagieren empfindlich auf aggressive Mittel

Als erster Schritt ist der Griff fusselfreien Tuch nicht verkehrt. Dieses darf allerdings keine raue Oberfläche aufweisen und es sollte darauf geachtet werden, dass sich auch keine Staub- oder Sandkörner darauf befinden. Beim intensiven Reiben auf dem Display kann dieses sonst zerkratzen. Auch gilt manchmal: Weniger ist mehr. Finger weg von aggressiven Reinigungs- oder Scheuermitteln, die Display-Beschichtungen angreifen und bleibende Schäden hinterlassen können.

Für hartnäckigeren Schmutz gibt es allerlei geeignete, allerdings oftmals teure Reinigungsmittel für empfindliche Linsen oder speziell für Smartphone-Displays. Da unsere Handybildschirme mit anderen Beschichtungen und Folien überzogen sind, als beispielsweise ein PC-Monitor – auf dem eher selten mit den Fingern herumgewischt wird – sollte hier besonderes Augenmerk auf die Inhaltsstoffe des verwendeten Mittels gelegt werden.

Einfaches Spülmittel – keinesfalls alkoholhaltige Putzmittel – mit warmem Wasser können als Budget-Alternative zwar ausreichen, sind allerdings je nach Displayart und Spülmittel-Zusammensetzung auf eigene Gefahr anzuwenden. Der TÜV Rheinland etwa rät von der Spülmittel-Methode ab, da so fettabweisende Oberflächen langfristig beschädigt werden und die Bedienung darunter leiden könnte. Nach dem Befeuchten des Lappens sollte dieser gut ausgewrungen werden, denn zu viel Feuchtigkeit kann der empfindlichen Elektronik nur schaden. Mit einem leicht im Spüli-Wasser angefeuchteten Lappen also vorsichtig das Display und Gehäuse reinigen, dabei jedoch vom Bildschirmrand weg wischen. So lässt sich verhindern, dass trotz gutem Auswringen nicht vielleicht ein wenig Flüssigkeit in die ungeschützten Displayränder läuft.

Die Anschlüsse zum Laden oder für Kopfhörer können sich bei der Reinigung als etwas kniffliger herausstellen. Kurzes Pusten in die Öffnung kann lockeren Staub entfernen, weitere Abhilfe schafft die vorsichtige Behandlung mit Wattestäbchen oder Zahnstochern. Übrigens: Auch wenn der Ladevorgang nicht mehr wie gewohnt vonstatten geht oder das Kopfhörerkabel nicht fest in der Buchse sitzen mag, kann dies an einem verschmutzten Anschluss liegen.

 


Quellen :

Südkurier
TÜV Rheinland


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