Intel Alder Lake-S: neue Netzteile durch höhere Spitzenlasten nötig?

Leak spricht von höheren Lastspitzen als noch beim Vorgänger! 2 Min. lesen
News intel  / Arian Krasniqi
Bild: Intel

Bisher ist davon auszugehen, dass Intel Alder Lake-S sich in dieselben TDP-Klassen wie sein Vorgänger einordnen wird. Nun spricht ein neuer Leak jedoch im Vergleich von deutlich höheren Peak-Stromlasten, sodass womöglich neue Netzteile erforderlich werden.

Über die chinesische Netzteil-Page des Weibo-Forum haben sich neue vermeintliche Netzteilanforderungen für Alder Lake-S Prozessoren breit gemacht. Zwar ordnen sich diese in die gleichen TDP-Klassen ein wie noch die Vorgänger-Generation, jedoch steigen die Anforderungen ans Netzteil teils deutlich. Betroffen hiervon ist der von der CPU-abhängige PL4 Lastzustand, welcher für eine maximale Zeitspanne von 10 Millisekunden anliegen kann.

Bei den relevanten TDP-Klassen in diesem Fall handelt es sich um die 125 W, 65 W und 35 W Klassen. Diese entsprechen den kommenden CPUs und ebenso den Rocket Lake-S Prozessoren. Allerdings fällt dabei besonders eine Sache ins Auge: Trotz gleicher TDP steigen die Spitzenlasten teils deutlich an. So etwa steigen die Spitzenströme bei 125 W um 14,7 Prozent an und damit von 34 Ampere (408 W) auf 39 Ampere (468 W). Deutlich stärker steigen nochmals die kleineren Klassen im Vergleich. Die 65 Watt-Klasse verschreibt demnach ein Plus von 28,3 Prozent auf 38,5 Ampere (462 W) von 30 Ampere (360 W) aus. Daneben steigt ebenso die 35 W Kategorie auf 20,5 Ampere (246 W) an. Dies stellt ein Wachstum von 24,2 Prozent von den ursprünglichen 16,5 Ampere (198 W) dar.


Probleme von Intel Alder Lake-S mit älteren Netzteilen

Durch die gestiegenen Anforderungen steht nun die Frage im Raum, ob für die nächste Core-Generation gegebenenfalls neue Netzteile notwendig werden. Sobald die eigentlichen Spezifikationen im PL4-Lastzustand nicht eingehalten werden können, muss sich das Netzteil zwingend abschalten. Besonders betroffen könnten hierbei ältere Multi-Rail-Netzteile sein, welche ihre 12 V-Spannungsversorgung über mehrere statt über eine Schiene lösen. Diese 12 V-Schienen liefern dabei oft nur 20 Ampere wobei die Schutzschaltungen des Netzteils erst bei 30 Ampere auslösen. Da diese 30 Ampere bei Intel Alder Lake-S scheinbar übertroffen werden, könnte dies bei vielen PC-Systemen zu Problemen führen.

Zuletzt stellt sich zusätzlich die Frage, ob mit den Spitzenlasten auch der allgemeine Stromverbrauch steigen könnte. Hierbei kann aber gesagt werden, dass diese Werte unabhängig voneinander sind und der Verbrauch dadurch nicht direkt ansteigt. Jedoch berichtete ein Leaker bereits Ende Juli, dass wir bei Alder Lake-S trotzdem mit Turbo-Lasten oberhalb der 200 W zu rechnen haben. Sobald die Prozessoren gegen Ende Oktober erhältlich sind, können uns erste Tests Gewissheit bei dieser Problematik verschaffen.


Quellen :

Weibo.com
Twitter (via)
PCGH (via)


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