Einkaufen per App: Aldi testet kassenlosen Supermarkt

Kameras überwachen den Kauf 2 Min. lesen
News aldi  / Jonathan Kemper
Bild: ALDI Großbritannien

Vielleicht erinnert ihr euch an die Berichte über Amazon Go, einem Supermarkt ohne Kasse, der vor ein paar Jahren schon erstmalig für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurde. Im Jetzt zieht der deutsche Discounter nach – allerdings nicht in seinem Heimatland. Was genau steckt dahinter?

Wer das Anstehen an der Kasse im Supermarkt leid ist, wird sich über diese Nachricht freuen. Aldi hat in Großbritannien nämlich die erste Filiale ohne Kasse eingeführt, auch wenn nicht genauer verraten wird, wo sich diese befinden soll – vermutlich um einem Ansturm vorzubeugen. Vorerst wird sie auch nur Mitarbeitenden zur Verfügung stehen, Tests in der Öffentlichkeit seien aber geplant.

Bezahlt wird einfach mit einer App, die zuvor auf dem jeweiligen Smartphone der Kunden installiert und am Eingang gescannt werden muss. Kurz nach dem Besuch erhalte man eine Quittung per E-Mail und die gewählte Zahlungsmethode wird automatisch belastet. Auch das Scannen einzelner Produkte entfällt, da die umfangreich mit Kameras ausgestattete Filiale die Käufe den jeweiligen Kunden automatisch zuordnet.

Noch keine kassenlosen Filialen in Deutschland zu finden

Auch aufs europäische Festland soll das Konzept bald übertragen werden. Schon Anfang 2022 ist die Eröffnung einer solchen Filiale im niederländischen Utrecht geplant, die ohne Kasse auskommen soll. Giles Hurley, CEO von Aldi Großbritannien und Irland, kommentierte den Launch so:

„Wir sind immer bestrebt, die Bedeutung eines Discounters neu zu definieren, und die Technologie, die in diesem Versuch zum Einsatz kommt, wird uns eine Fülle von Erkenntnissen liefern.“

Amazon war in dieser Hinsicht großer Vorreiter. Das Konzept von Amazon Go wurde schon 2016 an Mitarbeitenden getestet und 2018 für die Öffentlichkeit erweitert. Im März 2021 folgte unter dem Titel Amazon Fresh mit London dann der erste dieser Läden in Europa. In Deutschland gibt es solche Arten von Läden bislang noch nicht, wohl aber Versuche, die Kasse zu überspringen. Mit Apps wie Snabble müssen die Produkte unter anderem in Partnerfilialen von Ikea, Tegut und Aldi Schweiz jedoch noch zuvor einzeln gescannt werden.

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