BAFA zahlte 2021 bereits mehr E-Auto-Prämien aus als in 2020

Ausschüttung in erstem Quartal übertraf das gesamte Vorjahr 2 Min. lesen
News  / Tim Metzger
Elektroauto VW ID.3 beim Laden Bild: Charlotte Stowe – Unsplash

Der Elektroauto-Boom erreicht 2021 neue Dimensionen, denn schon im ersten Quartal zahlte das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) laut der Deutschen Presse-Agentur Prämien in Höhe von 765 Millionen Euro aus. Die Gesamtausschüttung im Jahr 2020 wurde somit übertroffen.

Aufgrund der EU-Klimavorgaben investiert die Bundesregierung Milliarden für die Förderung von Elektroautos und der zugehörigen Ladeinfrastruktur. Während die Neuzulassungen von Fahrzeugen mit Elektroantrieb und die geflossenen Fördergelder bereits 2020 sprunghaft angestiegen sind, wächst beides in 2021 rasant weiter. Insgesamt 652 Millionen Euro zahlte das BAFA im Jahr 2020 an Elektroauto-Prämien aus. Zahlen des Kraftfahrtbundesamts zufolge wurden 2020 rund 194.000 (Voll-)Elektroautos und knapp über 200.000 Plug-in-Hybride zugelassen.

128.000 geförderte E-Autos im ersten Quartal 2021

Neuere Daten für März 2021 liegen derzeit noch nicht vor, wohl aber für Januar und Februar. In den ersten zwei Monaten des Jahres 2021 wurden demnach 34.593 (Voll-)Elektroautos und 42.467 Plug-in-Hybride zugelassen. Von diesen knapp über 77.000 Pkw dürfte ein Großteil förderfähig sein. Die im ersten Quartal ausgeschütteten 765 Millionen Euro Fördergeld kamen für 128.000 Anträge zusammen.

Der Beschluss der Bundesregierung im Sommer 2020 für die Erhöhung der E-Auto-Zuschüsse sorgt für eine weiterhin steigende Nachfrage. Bis zu 9.000 Euro Prämie sind beim Kauf eines reinen Elektroautos unter einem Nettolistenpreis von 40.000 Euro möglich. Zwei Drittel davon zahlt der Staat, ein Drittel der Hersteller. Der Umweltbonus für Plug-in-Hybridfahrzeuge beträgt bis zu 6.750 Euro. Bis mindestens Ende 2021 gelten diese erhöhten Förderkonditionen noch und die Prämie wurde kürzlich generell bis Ende 2025 verlängert.

Mit der wachsenden Summe an Elektroauto-Förderungen geht allerdings auch Kritik von Umweltschützern hinsichtlich der Inklusion von Plug-in-Hybriden einher. Sie produzieren oftmals kaum weniger CO2 als reguläre Verbrenner. Hinsichtlich des bislang schwach ausgebauten Ladenetzes bieten Plug-in-Hybride aber dennoch gewisse Vorteile. Ab 2022 fördert die Bundesregierung nur noch Plug-in-Hybride mit einer rein elektrischen Mindestreichweite von 60 Kilometern – aktuell gelten mindestens 40 Kilometer.

Quellen
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