Dell: „Concept Luna“ soll den Weg für nachhaltige Notebooks weisen

Der Hersteller zeigt, was möglich ist
News Dell  / Jonathan Kemper
Bild: Dell

„Was wäre, wenn wir die Wiederverwendung auf die Spitze treiben und den Kohlenstoff-Fußabdruck unserer Produkte drastisch reduzieren könnten?“ Diese Frage stand laut Dell bei der Entwicklung von Concept Luna im Mittelpunkt.

Was zum Beispiel der niederländische Hersteller Fairphone schon seit Jahren im Smartphone-Bereich macht, adaptiert der US-Riese Dell jetzt im Notebook-Segment. Es geht leider nicht um eine fair bezahlte und transparente Lieferkette, dafür aber um eine modulare Bauweise, die Reparaturarbeiten durch Laien vereinfachen soll. Seit Jahren hat sich gerade bei Notebooks das Konzept durchgesetzt, das Gehäuse unter anderem aus Kostengründen zu verkleben, anstatt zu verschrauben. Hier geht Dell einen anderen Weg und verzichtet fast vollständig auf Klebstoffe. Gleichzeitig habe man die Anzahl der notwendigen Schrauben, die man lösen müsse, um an die internen Komponenten zu gelangen, auf gerade einmal vier Stück senken können. Dies würde die Reparaturdauer um etwa 1,5 Stunden verringern.

Concept Luna: Bis zu 50 Prozent kleinerer CO2-Fußabdruck

Concept Luna ist in Zusammenarbeit mit Intel entstanden. Dank „revolutionärer Design-Ideen“ seien Komponenten sofort zugänglich, austauschbar und wiederverwendbar. Dadurch wolle man den Ressourcenverbrauch reduzieren und mehr Materialien im Kreislauf halten. „Würden alle Designideen in Concept Luna umgesetzt, könnten wir mit einer geschätzten 50-prozentigen Reduzierung des gesamten Kohlenstoff-Fußabdrucks von Produkten rechnen“, heißt es in der Pressemitteilung.

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Zu den Neuerungen gehören unter anderem ein kleineres Mainboard an neuer Position, die bessere passive Kühlung ermöglichen würde. Dies hätte wiederum Auswirkungen auf den Stromverbrauch und würde kleinere Akkus sowie vollständigen Verzicht auf Lüfter und damit bewegliche und mangelanfällige Bauteile erlauben. Stichwort Akku: Bei der „Deep Cycle Battery“ könne eine hohe Ladung auf lange Zeit beibehalten werden.

Die Handballenauflage sei bewusst so gestaltet, dass sie leicht repariert und wiederverwendet werden könne, bei der Tastatur werde eine saubere Trennung von anderen Komponenten und daher vereinfachtes Recycling ermöglicht. Schließlich ist da noch die biobasierte Leiterplatte die mit Flachsfasern als Trägermaterial anstelle von Kunststofflaminaten sowie einem wasserlöslichen Polymer als Klebstoff hergestellt werde.

Concept Luna wird nie verkauft werden

Dell macht leider auch direkt sehr deutlich, dass es sich bei Concept Luna nur um genau das handelt: ein Konzept, nicht um ein Produkt, das wir bald im Laden kaufen können. Zu beweisen, was möglich ist, sei nur der erste Schritt. Im nächsten Schritt wolle man nun diese Designideen nach Potenzial bewerten, um sie anschließend womöglich auf das gesamte Portfolio auszuweiten.

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Jonathan Kemper ... ist fertig studierter Technikjournalist und Techblogger seit rund einem Jahrzehnt. Bei Allround-PC kümmert er sich vor allem um die neusten Entwicklungen aus der Smartphone-Branche und den TikTok-Kanal.

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