Grafikkarten: Auch nach einem Jahr steigen noch die Preise

Preise von AMD und NVIDIA driften auseinander 2 Min. lesen
News  / Jonathan Kemper

Die Wirtschaft hat derzeit mit knappen Ressourcen in allen möglichen Bereichen zu kämpfen. Unter anderem der Grafikkartenmarkt ist stark betroffen. Schon seit einem Jahr hält der Liefermangel an – und das hat weiterhin ganz offensichtliche Auswirkungen auf die Preise.

Angebot und Nachfrage sind die zwei Faktoren, die in einer freien Marktwirtschaft die Preise bestimmen. Und während die Nachfrage nach Grafikkarten unter anderem wegen sogenannten Scalpern und Krypto-Minern unverändert hoch ist, kann das Angebot seitens der Hersteller nicht mithalten. Dementsprechend hoch sind die Preise, die aktuellen Analysen zufolge sogar weiterhin steigen. Trotz sogar leicht gestiegener Verfügbarkeit steigen die Grafikkartenpreise in Deutschland und Österreich weiter an, so ein Bericht von 3DCenter. Bei Nvidia sei die Steigerung nicht ganz so stark, bei AMD hingegen deutlich zu bemerken, obwohl sich die Werte erst im Juli angenähert hatten. Vielleicht hängt das unter anderem damit zusammen, dass AMD im boomenden GPU-Markt verglichen mit dem Konkurrenten das Nachsehen hat und weniger wachsende Umsätze verzeichnen muss.

Quelle: 3DCenter

Grafikkarten zu teuer: Kunden zahlen hohe Preise

Den Kollegen von 3DCenter zufolge tragen möglicherweise auch die Meldungen der letzten Wochen ihre Früchte. Mehrfach wurde berichtet, dass das Ende der Chip-Krise erst im zweiten Halbjahr 2022 zu erwarten ist. Kurzfristiges Warten auf schnellen Preisverfall lohne sich daher nicht. Für die nächste Zeit prophezeien sie eine ähnlich schleppende Entwicklung „mit leichten Aufs & Abs“. Eine klare Tendenz nach unten könne man mangels Anlass nicht erwarten – wenn die Kunden schließlich bereit sind, völlig überhöhte Preise für aktuelle GPUs zu zahlen, wieso sollten die Hersteller sie auch senken?

Außerdem gibt es ja nicht nur Hersteller und Kunden, die am Geschäft mit den Grafikkarten beteiligt sind, sondern auch noch die Zwischenhändler. Die können sich über die aktuellen Preise gar nicht beschweren, denn schließlich machen auch sie höhere Profite, wenn die Kunden bereit sind, tiefer in die Tasche zu greifen. Ob das langfristig jedoch sogar manche Spieler dazu bringt, sich vom PC aus dem Eigenbau ab- und einer Konsole wie der PlayStation 5 (sofern sie denn erhältlich ist) zuzuwenden, bleibt abzuwarten.

Quellen
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