MariSilicon X: Oppo enthüllt Koprozessor für die Find-X4-Serie

Imaging NPU ermöglicht starke Kamerafunktionen 2 Min. lesen
News oppo  / Tim Metzger
Bild: Oppo

Im Rahmen des hauseigenen Inno Day hat Oppo einen eigenen Mobilprozessor namens MariSilicon X vorgestellt, der neue Funktionen für Smartphone-Kameras ermöglicht. Im ersten Quartal 2022 kommt der Chip bei der Find-X4-Serie zum Einsatz.

Oppo-Fans fiebern bereits den Smartphones der Find-X4-Serie entgegen, doch vorab präsentierte der chinesische Hersteller nun zum Inno Day 2021 den MariSilicon X. Es handelt sich dabei um eine Imaging NPU, also einen Koprozessor für die Bildverarbeitung. Der im Sechs-Nanometer-Prozess gefertigte Chip beinhaltet eine Neuronal Processing Unit (NPU) für KI-Aufgaben, einen Bildsignalprozessor (ISP) und ein Speicher-Subsystem.

Bild: Oppo

Rauscharme 4K-Videos bei Nacht

Dies ermögliche unter anderem die Aufnahme von KI-Nachtvideos in 4K-Auflösung. Während die NPU im Find X3 Pro (Test), genauer die Hexagon-Einheit des Snapdragon 888, nur zwei Bilder pro Sekunde bei der KI-Rauschunterdrückung in 4K schafft, erreiche der MariSilicon X dabei 40 Bilder pro Sekunde. Per KI aufgehellte und rauschreduzierte Nachtvideos ließen sich demnach ruckelfrei in 4K/30 aufnehmen.

Die KI-Performance beträgt laut Oppo 18 TOPS (INT8) beziehungsweise 18 Billionen Rechenoperationen pro Sekunde – beim Snapdragon 888 sind es 26 TOPS. Mit 11,6 TOPS pro Watt sei der von Oppo entwickelte Chip zudem relativ effizient. Den Informationen zufolge unterstützt der MariSilicon X 20-Bit-RAW und soll Oppos RGBW-Kamerasensor voll ausschöpfen.

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Live-Vorschau: „What you see is what you get“

Der integrierte ISP biete einen viermal größeren Dynamikbereich als das Find X3 Pro. Das Speicher-Subsystem reduziert die Latenz zwischen Speicher- und Verarbeitungseinheiten erheblich, da der Daten-Austausch zwischen dem Koprozessor und dem SoC entfällt. Des Weiteren ermögliche der Chip Live-Vorschauen. Etwa wie bei Googles Pixel-Smartphones sieht man dann in er Kamera-Vorschau bereits, wie die nachbearbeitete Aufnahme aussehen wird.

Der MariSilicon X ersetze die im neuen Snapdragon 8 Gen 1 enthaltene Hexagon-Einheit nicht, sondern vielmehr werde der Koprozessor daran gekoppelt. Was hingegen mit dem ISP des Snapdragon-SoCs geschieht, ist derzeit nicht klar. Im ersten Quartal 2022 steht der Marktstart bevor.


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