MediaTek: Neuer Dimensity-SoC überholt Qualcomms Top-Snapdragon

Die Zukunft wird spannend! 2 Min. lesen
News  / Jonathan Kemper
Bild: MediaTek

Das sieht gut aus für MediaTek. Die Taiwaner könnten sich mit ihrem neusten Highend-Chip Dimensity 9000 einen Platz in mehr Smartphones von verschiedenen Herstellern sichern.

MediaTek und Qualcomm haben kürzlich neue Chips vorgestellt, die einen Großteil der Highend-Smartphones 2022 befeuern dürften (hier geht’s zu unseren Highlights 2021). Und sowohl der Dimensity 9000 von MediaTek als auch der Qualcomm Snapdragon 8 Gen 1 liefern eine beeindruckende Leistung, vergleicht man sie mit der Hardware, die wir in den letzten Monaten oder Jahren in mobilen Geräten gesehen haben. MediaTek musste sich allerdings leider mit einem schlechten Ruf zufriedengeben, weil die Produkte immer hinter denen von Qualcomm hinterherhinkten. Mit der Dimensity-Reihe läutete MediaTek eine neue Ära ein, das taiwanesische Unternehmen schien mit seinen SoCs aufzuholen – die Hardware reichte aber immer noch nicht an die stärksten Snapdragons heran. Diese Zeiten sind offenbar endgültig vorbei, wie die jüngsten Benchmark-Ergebnisse zeigen.

Dimensity 9000: Mehr Leistung und bessere Effizienz verglichen mit Snapdragon 8 Gen 1

Demnach kann der Dimensity 9000 den Snapdragon 8 Gen 1 einerseits in puncto Maximalleistung, aber auch in puncto Effizienz übertreffen. Laut dem SPEC-Benchmark ist der Dimensity satte 40 Prozent effizienter als sein Konkurrent. MediaTeks Dimensity 9000 und der Qualcomm Snapdragon 8 Gen 1 wurden beide im Vier-Nanometer-Verfahren gefertigt, wobei MediaTek auf Komponenten von TSMC setzt, Qualcomm auf solche von Samsung. Auch ihr Setup aus einem Cortex-X2-, drei Cortex-A710- und vier Cortex-A510-Kernen ist identisch. Wie kommen also die unterschiedlichen Ergebnisse zustande?

Bild: MediaTek

Warum siegt der Dimensity 9000 im Benchmark?

Die höhere Maximalleistung könnte allein mit der höheren Taktfrequenz der Kerne zusammenhängen. Der Cortex-X2 ist bei MediaTek auf 3,05 GHz, bei Qualcomm auf 3,0 GHz getaktet. Größer sind die Unterschiede bei den Cortex-A710-Kernen mit 2,85 GHz bei MediaTek und 2,5 GHz bei Qualcomm. Der Dimensity punktet weiterhin mit einem doppelt so großen L3-Cache, nämlich 8 statt 4 MB und einer höheren Speichertransferrate dank LPDDR5X-7500 anstelle von LPDDR5-6400. Grundsätzlich ist noch abzuwarten, wie sich Smartphones mit den jeweiligen Chips im Alltag schlagen werden. Nichtsdestotrotz sind das nicht nur gute Nachrichten für MediaTek, sondern auch für Kunden, die von der verstärkten Konkurrenz profitieren dürften.

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