Microsoft passt Windows 11-Mindestanforderungen an: Mehr CPUs werden unterstützt (Update)

Microsoft gibt Kritik nach, einige ältere Systeme werden unterstützt
News Microsoft  / Robin Cromberg
Bildquelle: Microsoft; Schloss-Vektor: rawpixel – de.freepik.com

Die Liste Windows 11-kompatibler Prozessoren wird um einige ältere Modelle erweitert. Auch wer die Mindestanforderungen weiterhin nicht erfüllt, soll Windows 11 per Workaround installieren können.

Update vom 23. Oktober:

Wer Windows 11 „ordnungsgemäß“ und den Systemvoraussetzungen entsprechend installieren möchte, kommt an einem TPM-Modul im PC nur schwer vorbei. Während Komplettsystem oftmals über ein TPM oder auch ein fTPM (Firmware-TPM) verfügen, so sind in selbstgebauten Systemen oftmals keine TPM-Module verbaut. Einige Mainboards verfügen jedoch über einen sogenannten TPM-Header, auf dem sich ein TPM 2.0 als Steckmodul nachrüsten lässt. Allerdings gibt es dabei verschiedene Varianten mit unterschiedlichen Größen. Doch wie finde ich nun heraus, ob ich auf meinem Mainboard ein Steckmodul verbauen kann?

Checkt zunächst mal auf der Herstellerseite des Mainboards, ob in den Spezifikationen oder im Handbuch die Rede von einem TPM-Header ist. Dort sollte dann (normalerweise) auch beschrieben werden, welches Modul genau benötigt wird (oftmals Anzahl der Pins). Im Anschluss solltet ihr im BIOS nochmal gegenchecken, ob sich dort ein TPM aktivieren lässt. Sucht dann im Internet nach dem benötigten Modul.

Update vom 07. Oktober:

Mittlerweile wurde Windows 11 offiziell gelauncht und lässt sich daher, entweder direkt per Update oder über den Installationsassistenten, auf eurem Computer installieren. Die doch recht strikten Systemanforderungen sind jedoch weiterhin ein heiß diskutiertes Thema, da Microsoft erneut vor einer Installation auf einem nicht unterstützen PC warnt. Die Installation ist zwar an sich möglich, doch auf Systemen, welche die Mindestanforderung nicht erfüllen, erscheint folgender Hinweis (via Windowslatest.com):

„Dieser PC erfüllt nicht die Mindestsystemanforderungen für die Ausführung von Windows 11 – diese Anforderungen tragen dazu bei, ein zuverlässigeres und hochwertigeres Erlebnis zu gewährleisten. Die Installation von Windows 11 auf diesem PC wird nicht empfohlen und kann zu Kompatibilitätsproblemen führen. Wenn Sie mit der Installation von Windows 11 fortfahren, wird Ihr PC nicht mehr unterstützt und ist nicht berechtigt, Updates zu erhalten. Schäden an Ihrem PC, die auf mangelnde Kompatibilität zurückzuführen sind, werden nicht durch die Herstellergarantie abgedeckt. Indem Sie Akzeptieren wählen, bestätigen Sie, dass Sie diese Erklärung gelesen und verstanden haben.“

Update vom 30. August:

Einen Tag nach der Ankündigung der angepassten Systemanforderungen lässt Microsoft über US-Medien eine schlechte Nachricht verkünden. Eigentlich inkompatible Systeme, auf denen Windows 11 manuell installiert wird, sind laut Microsoft nicht für Windows-Updates berechtigt. Sicherheits- und Treiber-Updates könnten dann  zurückgehalten werden. Das Unternehmen möchte sich dadurch wohl vor Inkompatibilitäts- oder Sicherheitsproblemen bei nicht unterstützten PCs absichern.

Ursprünglicher Beitrag vom 29. August:

Ende Juni veröffentlichte Microsoft die Mindestanforderungen der neuen Windows-Version und erntete damit viel Kritik. Für ein Upgrade auf Windows 11 wurde mindestens ein Intel-Prozessor der achten Generation von 2018 oder eine AMD Ryzen-2000-CPU vorausgesetzt, womit auch viele Nutzer*innen gar nicht allzu veralteter Systeme ausgeschlossen wären. Darüber hinaus wird ein TPM-Chip (Trusted Platform Module) benötigt, der besonders in eigens zusammengestellten Systemen in der Regel nicht vorhanden ist.

WhyNotWin11 Tool für Windows 11 Update.Tools wie WhyNotWin11 verraten euch, ob euer System bereit für Windows 11 ist

Microsoft reagiert nun auf diese Kritik und ändert die Voraussetzungen für Windows 11. Die Mindestanforderungen selbst bleiben allerdings weitgehend unverändert, es werden weiterhin TPM 2.0, UEFI Secure Boot, 4 GB Arbeitsspeicher und 64 GB Speicherplatz vorausgesetzt. Doch die bisherige Liste kompatibler 64-Bit-Prozessoren wird nun um einige Intel-Modelle der siebten Generation (Intel Core X-Serie und Xeon W-Serie) sowie den Intel Core 7820HQ erweitert.

Auch passt Microsoft das Tool PC Health Check an, welches bislang nur anzeigte, ob ein System bereit für Windows 11 sei oder nicht. Künftig sollen Nutzer*innen hier auch erfahren, ob sie die Anforderungen mit einem simplen Aktivieren von Secure Boot oder TPM 2.0 erfüllen können. Genauere Informationen darüber, welche Teile des PCs einem Upgrade zu Windows 11 im Weg stehen, liefert das Open-Source-Programm WhyNotWin11 von Robert Maehl.


Doch auch wer die Mindestanforderungen weiterhin nicht erfüllt, bleibt nicht unbedingt ausgeschlossen: Microsoft kündigte an, Installationen von Windows 11 auf älteren PCs nicht zu blockieren. Für diesen Workaround muss die neue Windows-Version anstelle via Windows Update manuell mittels einer ISO-Datei installiert werden.

Quellen
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6 Kommentare

  • Stefan

    Habe einen i5 7500 der 7. Generation, kann ich Windows 11 mit den neuen Mindestanforderungen nun installieren oder nicht? Gibt es alternativ einen anderen Prozessor für LGA1151 Sockel der Windows11-kompatibel ist?

  • Florian

    Habe mit einen Ryzen 3- 2200U einfach per ISO Windows 11 installiert und mit meinem Microsoft Konto aktiviert, alles läuft bestens , bei der Update Suche, war vorher auch, der Prozessor wird nicht unterstützt.

  • Grodor212

    Mein Prozessor der 6th Generation Intel i7-7700k wird nun auch Unterstützt.

    • Günter

      Hallo,
      hab auch so einen, wo steht das mit der Unterstützung ???

  • Jörg

    Ist die Info daß Windows Updates bei manuell (ISO) installiertem W11 gesperrt werden mit dieser Meldung vom Tisch?

  • Jörg Zimmermann

    Windows 10 läuft noch ne Weile.Und danach kann man ja auf Linux wechseln.Mal auf die Finale Version abwarten,kann mir vorstellen das MS dann von anderer Stelle auf die Finger bekloppt bekommt.Bezweifle das da alle Hardwarehersteller mitmachen.

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