Nachtsicht und 60-facher Zoom: Abgedrehte Zukunftsvisionen mit smarter Kontaktlinse iLens

Zukunftsforscher entwirft Konzept für futuristische Smart-Kontaktlinse 2 Min. lesen
News  / Robin Cromberg
iLens-Beitragsbild Bild: Lenstore

Ein Online-Shop für Kontaktlinsen hat sich mit einem Zukunftsforscher zusammengetan, um ein Konzept für die smarte Kontaktlinse der Zukunft zu entwerfen. Die Ideen erinnern an eine Folge „Black Mirror“ und sind weit von einer Realisierung entfernt, einige davon könnten aber für zukünftige Smart-Gadgets durchaus denkbar sein.

Täglich wandern dutzende Pressemitteilungen zu neuen Technikprodukten durch meinen Posteingang, aber hier musste ich mehr als zweimal nachlesen: Da spricht Lenstore, ein Online-Händler für Kontaktlinsen, von einer intelligenten Kontaktlinse, die die Sehkraft nicht nur verbessern, sondern auf „Augenhöhe“ mit dem Predator oder ähnlichen Sci-Fi-Wesen heben soll.

In Sekundenschnelle die Augenfarbe ändern, bei Dunkelheit sehen und 60-facher Zoom mit dem bloßen Auge – diese futuristischen Funktionen und weit mehr verspricht die „Produktseite“ der iLens. Eine Telefoto-Kamera soll Momente als Foto oder Video festhalten, und ganz zeitgemäß soll sogar der 2-Meter-Mindestabstand zu anderen Menschen per Sofortmessung angezeigt werden. Was auch immer für eine Art Akku zum Einsatz kommen soll – bis zu 48 Stunden soll er halten und in „leitfähiger Reinigungsflüssigkeit“ wieder geladen werden. Es sei die erste intelligente Kontaktlinse und sie soll noch 2021 erscheinen.

iLens-Konzept

Tatsächlich (noch) zu schön, um wahr zu sein: Der Entwurf einer smarten Kontaktlinse verspricht futuristische Funktionen (Bild: Lenstore)

Wer jetzt seine plötzlich veraltet wirkenden Smartphones, Smartwatches und Co. in die Tonne schmeißen und durch dieses neue Wunderprodukt zu ersetzen gedenkt, sollte sich nicht allzu viele Hoffnungen machen. Bei dieser (von der Umsetzbarkeit abgesehen) authentisch wirkenden Produktseite handelt es sich lediglich um ein Konzept zu einer möglichen Markeinführung. Dabei wird die Umsetzung von Ideen skizziert, die beim Brainstorming mit Zukunftsforscher und Autor Richard Watson sowie bei der Befragung von Kontaktlinsenträgern aufkamen.

Einige der Wunsch-Funktionen dieser Befragten, wie das Sehen bei Dunkelheit durch angepasste Beleuchtung, werden wohl noch für lange Zeit nicht mehr als Wunschdenken bleiben. Auch die Aufnahme von Erinnerung per eingebauter Kamera dürfte spätestens mit dem Datenschutz zu kämpfen haben. Watsons Zukunfts-Prognosen dagegen beinhalten auch einige medizinische Konzepte wie eingeblendete Benachrichtigungen zur Bildschirmzeit, um Überanstrengung der Augen zu vermeiden.

Die Umsetzung selbst der unspektakulärsten dieser iLens-Funktionen liegt wohl noch in weiter Ferne, doch die Ideen von Watson sowie die Konzept-Produktseite machen gespannt auf weitere technische Errungenschaften in diesem Bereich.

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