Oppo soll bald ebenfalls seine eigenen Smartphone-Chips herstellen

Effizientes Drei-Nanometer-Verfahren in Sicht! 2 Min. lesen
News oppo  / Jonathan Kemper

Oppo tritt womöglich in die Fußstapfen von Apple, Google, Samsung und Co.: Alles Firmen, die die Entwicklung der Chips in ihren Geräten vermehrt selbst in die Hand nehmen. Bis die ersten Smartphones des Herstellers ohne SoC von Qualcomm oder MediaTek erscheinen, kann es aber noch eine ganze Weile dauern.

Immer mehr Unternehmen legen Wert darauf, ihre Geräte möglichst unabhängig herstellen zu können. Apple hat in seinen neuen Modellen des MacBook Pro schon die zweite Generation des M1-Chips integriert. Und kurz darauf hat Google mit dem Pixel 6 und Pixel 6 Pro endlich die jüngste Generation seines Android-Referenz-Smartphones vorgestellt, die erstmalig mit dem Tensor-Chip aus eigener Entwicklung (beziehungsweise in Zusammenarbeit mit Samsung) daherkommt.

Jetzt schickt sich offenbar ein weiterer Hersteller an, diesen Schritt zu gehen und sich so von Unternehmen wie Qualcomm und MediaTek loszulösen, die eine Vielzahl an Herstellern beliefern. Der Vorteil, die benötigten SoCs selbst zu fertigen, liegt darin, Hard- und Software besser aufeinander abzustimmen und so unterm Strich eine höhere Performance und längere Akkulaufzeiten aus den Geräten holen zu können.

Bleiben die Chips Oppo-Smartphones vorbehalten?

Einem Bericht der asiatischen Publikation Nikkei zufolge arbeite Oppo nämlich an eigenen Chips, die allerdings erst 2023 oder 2024 in den ersten Flaggschiffen zum Einsatz kommen könnten. Dafür wolle man auf dem Drei-Nanometer-Verfahren von TSMC aufbauen. Es ist konkret die Rede von höherklassigen Smartphones, Einsteiger-Geräte von Oppo dürften also auch in absehbarer Zukunft noch mit Chips von MediaTek und Qualcomm erscheinen.

Auch wenn Oppo hierzulande noch nicht so weit verbreitet sein mag wie die Konkurrenz von Apple, Samsung oder Xiaomi – weltweit betrachtet ist der Hersteller, der wie Vivo, Realme oder OnePlus ebenfalls zum chinesischen BBK-Mobile-Konzern gehört, gemessen an den verkauften Einheiten auf dem vierten Platz in der Smartphone-Sparte. Weiterhin ist denkbar, dass die Oppo-Chips irgendwann nicht mehr nur in Geräten verbaut werden, die auch das Oppo-Logo tragen. Schließlich arbeiten Oppo und OnePlus beispielsweise bereits für eine gemeinsame Android-Oberfläche zusammen, um wertvolle Ressourcen freizumachen.

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