PCIe 5.0: Prototyp-SSD von Kioxia erreicht bis zu 14 GB/s

Erstmal nur Enterprise-Modelle in Aussicht 2 Min. lesen
News  / Tim Metzger

Auf dem China Flash Memory Summit hat Kioxia Details zu einer Prototyp-SSD mit PCIe 5.0 enthüllt. Dank der neuen Schnittstelle verdoppelt sich der Datendurchsatz auf effektiv bis zu 14 Gigabyte pro Sekunde.

Im November startet mit Intel Alder Lake die erste CPU-Plattform, die PCIe 5.0 unterstützt. Bislang sind jedoch keine entsprechenden Produkte wie Grafikkarten oder SSDs erschienen. Nun hat Kioxia, ehemals Toshiba Memory, Informationen zu einer Prototyp-SSD für das Enterprise-Segment offenbart. Während eine PCIe-4.0-SSD (Tests) für gewöhnlich Lese- und Schreibraten von circa 7 Gigabyte pro Sekunde erreicht, schafft das Kioxia-Modell aufgrund von PCIe 5.0 lesend bis zu 14 Gigabyte pro Sekunde und schreibend weiterhin 7 Gigabyte pro Sekunde.

Bild: Wccftech

Erste Enterprise-Samples möchte der Hersteller noch vor Jahresende bereitstellen und mit einer breiten Verfügbarkeit ist ab 2022 zu rechnen. Die Kapazitäten des spezifischen Kioxia-Modells variieren zwischen 1,6 und 30 Terabyte. Der verbaute Controller ist für 32 Gigabit pro Sekunde ausgelegt, die PCIe 5.0 über ein x4-Interface ermöglicht. Bei einem x16-Interface schafft PCIe 5.0 sogar 128 GBit/s.

Bereits im Juli hatte Konkurrent Samsung verkündet, dass eine eigene PCIe-5.0-SSD im zweiten Quartal 2022 veröffentlichen wird. Wie bei Kioxia handelt es sich aber wohl erstmal nur um E3.S-Datenträger (2,5 Zoll) für Server. Ende Mai stellte Marvell einen entsprechenden Controller für Rechenzentren vor, der SSD-Geschwindigkeiten von 14 GB/s bei sequenziellem Lesen und 9 GB/s beim Schreiben ermöglichen soll.

Bild: PCI-SIG

Für den Consumer-Markt ist vermutlich frühestens ab Ende 2022 mit PCIe-5.0-SSDs im M.2-Format zu rechnen. Dann dürften auch erste PCIe-5.0-Grafikkarten von AMD und Nvidia starten. Bis dahin könnte Intel bereits Raptor Lake samt verbesserter Unterstützung für PCIe 5.0 veröffentlicht haben, während AMD dem Anschein nach bei der CPU-Plattform Ryzen 7000 noch auf die neue Schnittstelle verzichtet.

Quellen
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