Qualcomm-Chip in Notebook laut Benchmark langsamer als Apple M1

Snapdragon 8cx Gen 3 kam in Prototyp-Notebook zum Einsatz 2 Min. lesen
News qualcomm  / Jonathan Kemper

Qualcomms Chips werden nicht nur in Smartphones, sondern in den letzten Jahren auch vermehrt in größeren und anspruchsvolleren Geräten wie Notebooks verbaut. Doch die SoCs auf Arm-Basis sind noch nicht so gut wie erhofft, zeigen aktuelle Leaks durch einen Benchmark.

Während sich Qualcomm im Bereich der Smartphone-SoCs mit der Vorstellung des Snapdragon 8 Gen 1 nach MediaTeks Vorstoß mit dem Dimensity 9000 die Krone zurückholen dürfte, sieht es in anderen Anwendungsbereichen nicht so gut für das US-Unternehmen aus. Der Snapdragon 8cx Gen 3 sollte eine Hoffnung für Windows-Notebooks und den Erwartungen zufolge zumindest gleichauf mit Apples M1-Chip sein.

Wie die Kollegen von PC Games Hardware anhand eines Geekbench-Eintrags berichten, ist dem leider nicht so. So schafft der Snapdragon 8cx Gen 3 in einem Prototyp-Notebook von Lenovo nur 1.010 Punkte (Single-Core) beziehungsweise 5.335 Punkte (Multi-Core). Der M1 hingegen liegt im Schnitt eher bei 1.700 (Single-Core) und 7.600 Punkten (Multi-Core), was einer deutlichen Steigerung entspräche. Vorherige Benchmarks eines älteren Prototyps stellten dem Snapdragon-Chip sogar eine noch schlechtere Performance aus.

Quelle: Screenshot

Auch andere Faktoren spielen in Benchmark mit rein

Zwar ist ein Chip auch immer nur so gut, wie sein Umfeld beim Einsatz es ihm erlaubt, unter anderem bedingt durch die Kühlung. Dennoch sind diese Ergebnisse schon einmal ein guter Gradmesser dafür, ob sich künftige Windows-11-Laptops auf Arm-Basis mit den neuen MacBooks messen können – und danach sieht es jetzt erst einmal nicht aus.

Vorteil der Snapdragons gegenüber der x86-Prozessoren von AMD und Intel wäre vor allem ein deutlich niedriger Stromverbrauch, womit die Apple-Notebooks besonders punkten können. Doch auch, welche Leistung M1 Max und M1 Pro in den jüngsten MacBooks erreichen, ist mehr als beeindruckend. Bis wir vergleichbare Geräte aus dem Windows-Lager kaufen können, wird vermutlich noch einige Zeit ins Land ziehen.

Quellen
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