AMD Radeon RX 6500 XT und 6400: Grafikkarten offiziell vorgestellt

Neue Einstiegsgrafikkarten im Januar?
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Bild: AMD

Im Januar könnten uns mit der Radeon RX 6500 XT und RX 6400 die ersten Grafikkarten aus TSMCs 6-nm-Fertigungsprozess erwarten. Die neuen GPUs werden demnach auf dem Navi 24 Chip basieren und die unterste Riege der Radeon-Karten bilden.

Update vom 05.01.22:

Auf einer Pressekonferenz anlässlich der CES 2022 in Las Vegas hat AMD die Radeon RX 6500XT nun offiziell vorgestellt. Die neue Grafikkarte für Einsteiger soll für 199 US-Dollar (vor Steuern) starten und ab dem 19. Januar verfügbar sein. Die Navi 24 GPU nutzt die frischere TSMC N6 Fertigung, entgegen der bisherigen Navi-Chips, und erhält rund 16 Compute Units – das ist ca. die Hälfte der Navi 23 GPU in Form der Radeon RX 6600 XT (hier im Test). Auch den Infinity Cache hat AMD gegenüber Navi 24 von 32 MB auf 16 MB halbiert.

Der Game-Takt soll bei bis zu 2.610 MHz liegen, der maximale Boost wird mit bis zu 2.815 MHz angegeben. Darüber hinaus erhält die Radeon RX 6500 XT bis zu 4 GB Speicher und ein ebenfalls halbiertes Speicherinterface mit 64 Bit. Der Speichertakt fällt mit 18 Gbps jedoch etwas höher aus. Die Leistungsaufnahme der GPU soll bei 107 Watt liegen.

Den Benchmarks von AMD zufolge soll die RX 6500 XT gegenüber einer GeForce GTX 1650 mit 1.080p High-Settings um bis zu 20 bis 60 % schneller sein, natürlich je nach Spiel. Auch die Radeon RX570 wird dabei klar vom neusten Radeon-Modell übertrumpft. Über FidelityFX Super Resolution sollen sich die FPS-Zahlen jedoch noch deutlich verbessern lassen.

Übrigens: Auch die Radeon RX 6400 hat es auf die Präsentation geschafft, allerdings wird die Karte lediglich OEM-Partnern zur Verfügung gestellt – und daher nicht in den Retail-Markt kommen.

Ursprünglicher Beitrag vom 02.01.22:

Kürzlich tauchten erste Details zu zwei neuen AMD Grafikkarten auf, bei denen es sich um die Radeon RX 6500 XT und 6400 handelt. Der verwendete Navi 24 Chip soll demnach erstmals im 6-nm-Prozess bei TSMC gefertigt werden und so eine höhere Packdichte sowie eine höhere Yield-Rate erreichen. Auch könnte die Effizienz der RDNA2-GPU durch den Fertigungssprung profitieren. Inwiefern das aber zutrifft, müssen die finalen Produkte unter Beweis stellen.

Laut Videocardz handelt es sich bei Navi 24 um einen halbierten Navi 23-Chip. Damit würde die GPU im Vollausbau auf insgesamt 1.024 Shader bei einer Gesamtgröße von 141 mm² kommen. Zudem sollen sich auch der verbaute Infinity Cache auf 16 MB und das Speicherinterface auf 64 Bit reduzieren. Im Vergleich zum Navi 23, welcher in der RX 6600 XT (Test) zum Einsatz kommt, sinkt die Fläche trotz Halbierung aber nur um knapp 67 Prozent.

Bild: Videocardz

Durch das schmalere Speicherinterface sinken außerdem die Bandbreiten der beiden Grafikchips deutlich. Während die RX 6500 XT mit 16 Gbps Module noch auf 128 GB/s kommt, sind es bei der RX 6400 nur noch 112 GB/s. Nicht verwunderlich also, dass AMD scheinbar mit dem Infinty Cache werben möchte, da die Speicherbandbreiten hier bei 232 respektive 216 GB/s liegen könnte.

Erste Single-Slot Consumer-GPU seit der Radeon RX 550

Ein weiterer Unterschied betrifft die Kühlung der Grafikkarten im Referenzdesign. Die RX 6500 XT wird wohl auf einen Dual-Slot-Kühler setzen, in welchem nur ein Lüfter sitzt. Insgesamt soll die Karte mit 170 mm auch relativ kurz und damit kaum länger als der PCIe-Slot ausfallen. Auch die RX 6400 wird auf diese Länge kommen, aber dafür anderweitig kleiner ausfallen. Hierbei wird es sich scheinbar um eine Low-Profile-Karte handeln, welche einen Single-Slot-Aufbau besitzt.

Der Strombedarf der beiden Grafikkarten fällt entsprechend der Kühllösungen auch relativ unterschiedlich aus. Das größere Modell kommt auf einen Verbrauch von rund 107 Watt und verfügt über einen einzelnen 6-Pin Anschluss. Auf der anderen Seite benötigt die RX 6400 keinen dedizierten Stromanschluss, da die TDP mit 53 Watt vergleichsweise niedrig ausfällt.

Laut den Gerüchten soll zumindest die RX 6500 XT am 19. Januar erscheinen, während für die kleinste AMD-GPU noch kein Veröffentlichungsdatum bekannt ist. Diese soll scheinbar aber ohnehin dem OEM-Markt vorbehalten und damit nicht für Endkunden verfügbar sein. Inwiefern diese Gerüchte zutreffend sind, werden wir wohl Anfang nächsten Jahres feststellen können.

Quellen
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Arian Krasniqi …ist seit 2021 Teil des Teams und befasst sich vor allem mit Hardware-Komponenten sowie mit weiteren technischen Neuheiten. Auch aktuelle Spiele auf PC und Konsole gehören zu seiner Leidenschaft. Neben der Arbeit studiert Arian an der RWTH Aachen Umweltingenieurswissenschaften.

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