AMD Radeon RX 7000: RDNA3 ist offiziell

Wird die 3 GHz Marke durchbrochen?
AMD

Bereits vor zwei Jahren löste AMD ihre alt eingestandene GCN-Architektur ab, welche zuletzt in den Vega-GPUs zum Einsatz kam. Seitdem feierte der Chiphersteller mit RDNA seine Rückkehr in den High-Performance-Markt. Nicht verwunderlich also, dass nun erste Details der bereits dritten Architektur-Generation aufgetaucht sind.

RDNA3 ist offiziell

AMD hat die RDNA3-Architektur endlich offiziell angekündigt: Die Radeon RX 7900 XT und die RX 7900 XTX werden am 13. Dezember 2022 erscheinen. Das XTX-Modell wird für 999 US-Dollar an den Start gehen, während das XT-Modell 899 US-Dollar kosten wird. Die neue Architektur bietet bis zu 58 Milliarden Transistoren sowie 24 Gigabyte GDDR6 Videospeicher. Laut AMD steigt die Performance pro Watt um stolze 58 Prozent an, wobei die IPC (Instructions per Clock) um den Faktor 2 ansteigen soll. Auch die Raytracing-Leistung scheint im Vergleich zu RDNA2 verbessert worden zu sein. Die wichtigsten Informationen werden wir für euch zeitnah zusammenfassen.

Liveticker (beendet):

21:44 Uhr: Wir haben einen Preis: Die Grafikkarten werden am 13. Dezember für 999 $ (XTX) respektive 899 US-Dollar (XT) an den Start gehen. Mit den Preisen beendet AMD die Veranstaltung

21:35 Uhr: Bevor es um die Verfügbarkeit geht, wird erstmal über das AMD Ökosystem gesprochen. Besonders die Radeon-Software steht hierbei im Fokus

21:28 Uhr: AMD verkündet einige Partnerschaften mit Entwicklern. Zugleich werden mehrere Tech-Demos im Hintergrund gezeigt, in denen scheinbar neue Techniken zum Einsatz kommen

21:25 Uhr: FidelityFX wird neuerdings von 213 Spielen unterstützt. Unter anderem wird Forza Horizon 5 bald eine Unterstützung erhalten. Das Flaggschiff erreicht laut AMD 96 FPS in 8K im aktuellen Assasins Creed Valhalla

21:21 Uhr: Die RX 7900 XTX ist das neue Flaggschiff. Die GPU benötigt 355 Watt, bietet 24 GB Speicher sowie 96 CUs. Darunter siedelt sich das XT-Modell an. Das kleinere Flaggschiff benötigt nur 300 Watt und bietet immerhin 20 GB Speicher sowie 84 CUs. Die 3 GHz-Marke fällt – zumindest zum jetzigen Stand – nicht

21:17 Uhr: Scheinbar ist die IPC (Instructions per Clock) doppelt so hoch wie bei RDNA2 . Die Leistung pro Watt soll 54 Prozent höher sein

21:15 Uhr: Raytracing-Funktionen sollen deutlich leistungsfähiger werden. Laut AMD steigt die Performance um den Faktor 1,5. Die Leistung pro Compute Unit steigt wohl um 50 Prozent

21:10 Uhr: Die Feinheiten des Chiplet-Designs werden erklärt. RDNA3 nutzt einen 3rd Gen InfinityCache samt einem 2,7x schnelleren Memory Inter-Connect. Es wird eine neue Display-Engine und Dual Media Engine geben

21:08 Uhr: XTX is back: Die ersten Grafikkarten heißen RX 7900 XT und RX 7900 XTX. Zunächst erscheinen lediglich zwei Grafikkarten auf Basis der neuen Architektur

21:07 Uhr: RDNA3 bietet bis zu 24 GB GDDR6, 58 MilliardenTransistoren sowie 61 TFLOPs im Vollausbau. Die Effizienz soll die eigenen Erwartungen übertroffen haben. Demnach steigt die Effizienz deutlich an

21:05 Uhr: Die Präsentation von RDNA3 fängt an. AMD setzt hier auf ein Chiplet-Design, womit ein ähnlicher Aufbau wie bei Zen zum Einsatz kommt

21:01 Uhr: Lisa Su betritt die Bühne und begrüßt die Zuschauer in Las Vegas. Der Nachfolger von RDNA3 wurde bereits angeteast. „XDNA“ soll schon 2023 erscheinen. Zunächst wird das aktuelle Produkt-LineUp besprochen

21:00 Uhr: Der Livestream startet mit einem kurzen Intro, einige Spiele werden gezeigt

Update vom 3. November 2022: Launch-Event

RDNA3 zeichnet sich langsam am Horizont ab: Um 21 Uhr deutscher Zeit wird AMD die nächste GPU Generation auf Basis der RDNA3-Architektur ankündigen. Die Präsentation lässt sich über den YouTube-Kanal des Herstellers verfolgen. Der Launch erfolgt unter dem Motto „Together we advance_gaming“. Wir werden den Livestream für euch im Liveticker mitverfolgen.

Update vom 2. November 2022:

Morgen ist es endlich soweit, dann wird AMD die neuen Radeon RX 7000 Grafikkarten enthüllen. Doch kurz vorher ist nun auf Twitter ein vermeintliches Engineering Sample der Radeon RX 7900 XTX aufgetaucht. Ob es sich hierbei um das finale Design der GPU handelt, ist unklar. Die Karte dürfte aber schon recht nah am finalen Produkt dran sein und zeigt erneut, was bereits bestätigt wurde: Kein 12VHPWR-Stecker, sondern zwei 8-pin-PCIe-Anschlüsse mit je 150 Watt.

Bilder: Twitter (@9550pro)

Im Vergleich zur Radeon RX 6900 XT wirkt der Kühler insgesamt etwas größer. Wie schon bei RTX 4090 & Co. dürfte auch AMD die Leistungsaufnahme der Radeon-GPUs steigern – die dann entstehende Wärme muss natürlich effektiv abgeführt werden. Mit den klassischen PCIe-Steckern sind jedoch „nur“ maximal 375 Watt möglich.

Update vom 29. Oktober 2022:

Die offizielle Präsentation der Radeon 7000 Grafikkarten soll bereits nächste Woche von der Bühne gehen. Doch wann kommen die Karten dann in den Handel? Im Netz (via Videocardz) macht nun ein erster Termin die Runde, der von einer Verfügbarkeit in der ersten Dezemberwoche ausgeht. Dabei sollen jedoch zunächst die Radeon RX 7900 (XT/XTX) an den Start gehen, so wie es auch Nvidia bei RTX 4000 hält. Spannend wird dann, wie sich die neuen Radeon-Karten hinsichtlich Leistung und Preis gegenüber den neuen Ada-Modellen von Nvidia positionieren werden.

Update vom 26. Oktober 2022:

Aktuell sehr „heiß“ diskutiert (und teilweise wortwörtlich): Der neue 12VHPWR-Stecker für die Nvidia GeForce RTX 4000er Grafikkarten. Wie es scheint, wird AMD bei den kommenden Radeon RX 7000er Modellen jedoch auf den kleinen Stecker nach ATX 3.0 Standard verzichten. Diese Info kam zuerst durch Kyle Bennet auf Twitter an die Öffentlichkeit, der wiederum Kontakt zu diversen Quellen hatte.

Auch Scott Herkelman, der SVP & GM bei AMD Radeon, informiert wie folgt: „Die Radeon RX 6000 Serie und die kommenden RDNA 3 GPUs werden diesen Stromanschluss nicht verwenden.“ Ob am Ende jedoch nur die Referenzkarten oder auch die Varianten der Board-Partner à la Asus, MSI & Co. auf den 12VHPWR-Anschluss verzichten werden, ist noch unklar. Weitere Details zum neuen Stecker für ATX 3.0 Netzteile könnt ihr übrigens hier nachlesen.

Update vom 23. Oktober 2022:

Langsam aber sich rücken die RDNA3-Grafikkarten näher: Am 3. November um 21 Uhr deutscher Zeit wird AMD die Radeon RX 7000-Serie offiziell vorstellen. Im Vorfeld ist nun die Speicherausstattung der Radeon RX 7900 XT bekannt geworden. Laut einem Bericht der Seite WCCFTech wird die Navi 31-GPU über einen 20 Gigabyte großen GDDR6-Speicher verfügen. Das Topmodell der Serie soll einen nochmals größeren Videospeicher bekommen. Dieses Modell soll später mit der GeForce RTX 4090 konkurrieren.

Update vom 20. Oktober 2022:

Gerüchten zufolge könnte die Raytracing-Leistung von Navi 31 im Vergleich zum Vorgänger ordentlich zulegen. Laut dem zumeist gut informierten Leaker Greymon55 wird das Flaggschiff eine rund doppelt so hohe Raster- und Raytracing-Leistung bieten. Damit könnte AMD zur kürzlich veröffentlichten GeForce RTX 4090 aufschließen.

Allerdings gibt es derzeit keine Hinweise darauf, ob RDNA3 über KI-Upscaling-Methoden verfügen wird, wie sie bei Intel und Nvidia zum Einsatz kommen. Dafür gibt es jedoch neue Informationen zur TBP (Total Board Power) des Referenzdesigns. So sollen die GPUs vergleichsweise sparsam arbeiten. Erste offizielle Details wird es am 3. November geben.

Update vom 21. September 2022:

AMD wird die Radeon RX 7000-Serie am 3. November veröffentlichen. Bestätigt wurde dies durch Scott Herkelman, der bei AMD für die Radeon-Sparte verantwortlich ist. Weitere Details zur RDNA3-Architektur und zum Release sollen in Kürze folgen. Die Vorstellung von RDNA3 dürfte bereits vor dem 3. November erfolgen.

Update vom 16. August 2022:

RDNA3 wird im Vergleich zu seiner Vorgänger-Architektur deutlich kompakter. Dies geht zumindest aus einem Bericht von Astrogonmics hervor, welcher die Spezifikationen zu drei GPU-Chips verrät. Demnach wird der Vollausbau in Form von Navi 31 auf eine Größe von 308 mm² kommen. Damit würde AMD die Chipgröße des Flaggschiffs um über 200 mm² reduzieren. Gleichzeitig soll die Shader-Anzahl mehr als verdoppelt werden. So könnte die GPU über 12.288 Shader sowie über ein 384-Bit breites Speicherinterface verfügen.

Die kommende Mittelklasse wird durch den Navi 32-Chip abgedeckt, der 7.680 Shader sowie einen 64 MB großen Infinity Cache besitzen soll. Navi 33 wird wiederum hauptsächlich für Gaming-Notebooks konzipiert sein und 4.096 Shader bieten. Dies soll ausreichen, um eine höhere Leistung als die Intel Arc 770 zu erreichen. Tatsächlich handelt es sich beim schwächsten Chip jedoch nicht um den kleinsten. Statt dem TSMC N5-Verfahren, kommt hier die N6-Fertigung zum Einsatz, wodurch die Chipgröße bei 203 mm² liegt. Währenddessen kommt der „größere“ Navi 32 auf etwa 200 mm².

Navi 31Navi 32Navi 33
IDGFX1100GFX1101GFX1102
CodenamePlum BonitoWheat NasHotpink Bonefish
DesignChiplet (1x GCD + 6x MCD)Chiplet (1x GCD + 4x MCD)Singe-Chip
FertigungTSMC N5TSMC N5TSMC N6
Chip-Fläche~308 mm²~200 mm²~203 mm²
WGPs383016
CUs966032
Shader-Einheiten12.2887.6804.096
Infinity Cache96 MB64 MB32 MB
Speicher-Interface384-bit356-bit128-bit

AMD hat wohl, um die GPU-Fläche zu reduzieren, einige im Gaming-Bereich irrelevante Features entfernt. So soll die FP64-Performance der GPUs drastisch sinken. Durch die geringere Größe steigt zudem automatisch der Output bei der Fertigung, wodurch die Produktionskosten sinken. Schätzungsweise wird sich dies allerdings kaum bei den Verbraucherpreisen bemerkbar machen.

Update vom 10. Juni 2022:

Auf dem Financial Analyst Day 2022 hat AMD nicht nur weitere Details zu Zen 4 und den kommenden Ryzen-Prozessoren genannt, sondern auch ein paar spannende Informationen zur RDNA 3 Architektur für Radeon RX 7000 Grafikkarten. Unter anderem wurde ein Chiplet-Design für die GPUs bestätigt, welches „Advanced Chiplet Packaging“ genannt wird. Doch welche Chiplets in welcher GPU zum Einsatz kommen, bleibt offen.

Bilder: AMD

Allerdings soll RDNA 3, wie auch die Zen 4 Architektur, in 5 nm gefertigt werden. Dazu sollen die GPUs über neue Compute Units und eine überarbeitete Rendering-Pipeline erhalten. Der Zwischenspeicher Infinity Cache wird darüber hinaus in einer neuen Generation mit an Bord sein. Schlussendlich soll RDNA 3 gegenüber RDNA 2 über 50 Prozent mehr Leistung bei gleichem Verbrauch bieten – es wird also spannend. Bis 2024 soll dann mit RDNA 4 der Nachfolger erscheinen. Doch dazu hat AMD noch keine Einblicke gegeben.

Update vom 09. Juni 2022:

Bisher hält sich AMD noch weitestgehend bedeckt, was die nächste GPU-Generation anbelangt. Entsprechend sind Details zu den RDNA3-Grafikkarten zum jetzigen Standpunkt eher rar gesät. Jetzt sind jedoch erste theoretische Verbrauchsdaten der Radeon RX 7000-Serie aufgetaucht. Die unveröffentlichten GPUs wurden kurzzeitig im Wattzahl-Rechner von Seasonic gelistet. Demnach empfiehlt der Hersteller für die RX 7900 XT sowie RX 7800 XT ein Netzteil mit mindestens 750 Watt. Für die RX 7700 XT soll wiederum ein 650 Watt starkes Modell genügen.

Damit entsprechen die Angaben exakt den Empfehlungen, die Seasonic für die RX 6000-Serie angibt. Dementsprechend liegt die Vermutung nahe, dass hier lediglich die Daten der aktuellen Radeons übernommen wurden. Laut Videocardz könnten die Netzteilanforderungen aber auf offiziellen, vorläufigen Angaben von AMD beruhen. Sollte dies zutreffen, dürften sich die TDPs im Vergleich zu RDNA2 kaum ändern.

Weiterhin könnten die empfohlenen Netzteile Aufschluss darüber geben, wie die Stromversorgung der Grafikbeschleuniger aufgebaut ist. So könnten die GPUs weiterhin auf die klassischen 6- bzw. 8-Pin Anschlüsse setzen, statt auf den neuen 16-Pin-Stromanschluss. Letzterer wird immerhin von keinem der gelisteten Modelle unterstützt. Inzwischen hat der Netzteil-Hersteller die Angaben für die RDNA3-Modelle wieder entfernt.

Ursprünglicher Artikel vom 20. Dezember 2021:

Durch den Leaker Greymon55 sind erste Details zu den potenziellen Ausbaustufen von RDNA3 und damit zu den Radeon RX 70xx Grafikkarten aufgetaucht. Demnach handelt es sich bei der bisher kleinsten Ausbaustufe um den Nachfolger der RX 6600 (XT) und damit um eine Navi 33 GPU.

Diese soll laut dem Bericht auf insgesamt 4.096 Shader zurückgreifen können, welche auf 16 Compute Units verteilt werden. Dazu wird es wohl erneut 8 GB Videospeicher mit einer 128 Bit breiten Anbindung geben. Beeindruckend ist der prognostizierte Takt der GPU, dieser soll demnach zwischen 2,8 und 3 GHz liegen.

Der nächste Chip in der Reihe ist die Navi 32 GPU, bei der es sich um ein Dual-Chiplet-Design handeln könnte. Mit diesem Chip würde AMD wohl eine RX 7700 (XT) verwirklichen und die Leistung im Vergleich zum Vorgänger um den Faktor 1,5 bis 2 steigern. Ermöglicht wird das laut dem Leak durch 10.240 Shader-Einheiten sowie einen Takt von 2,6 bis 2,8 GHz. Auch hier scheint der Videospeicher nicht anzusteigen, sodass erneut 12 GB GDDR6 mit einem 192 Bit breitem Speicherinterface verbaut werden.

Aktuelles RDNA-Slide der AMD Corporate Presentation 2021 (Bild: AMD)

Navi 31 bildet das vorerst letzte bekannte GPU-Modell der dritten RDNA-Generation. Dieser Chip soll über 15.360 Shader verfügen und die Leistung im Vergleich zu Navi 21 um 50 % steigern können. Auch hier bleibt die Speicherausstattung augenscheinlich gleich, womit 16 GB GDDR6 mit einer 256 Bit Anbindung zur Verfügung stehen könnten. Alle Modelle verdoppeln zudem wahrscheinlich ihren Infinity Cache im Vergleich zu den vorangegangenen GPU-Chips.

Erste Grafikkarten wohl Ende nächstes Jahres

Inwiefern sich diese Ausbaustufen bewahrheiten, bleibt abzuwarten. AMD wird die ersten Grafikkarten auf RDNA3-Basis aller Wahrscheinlichkeit nach im Verlauf des nächsten Jahres vorstellen, wobei erste Produkte wohl noch auf sich warten lassen. Derzeit ist davon auszugehen, dass erste entsprechende Modelle im vierten Quartal 2022 erscheinen könnten. Bis dahin werden wohl auch NVIDIA mit Lovelace und Intel mit Arc neue GPUs auf den Markt gebracht haben.

Quellen
Arian Krasniqi

…ist seit 2021 Teil des Teams und befasst sich vor allem mit Hardware-Komponenten sowie mit weiteren technischen Neuheiten. Auch aktuelle Spiele auf PC und Konsole gehören zu seiner Leidenschaft. Neben der Arbeit studiert Arian an der RWTH Aachen Architektur.

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