AMD Radeon RX 7000: RDNA3 mit 50 % mehr Leistung/Watt

Wird die 3 GHz Marke durchbrochen?
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Bild: AMD

Bereits vor zwei Jahren löste AMD ihre alt eingestandene GCN-Architektur ab, welche zuletzt in den Vega-GPUs zum Einsatz kam. Seitdem feierte der Chiphersteller mit RDNA seine Rückkehr in den High-Performance-Markt. Nicht verwunderlich also, dass nun erste Details der bereits dritten Architektur-Generation aufgetaucht sind.

Update vom 10. Juni 2022:

Auf dem Financial Analyst Day 2022 hat AMD nicht nur weitere Details zu Zen 4 und den kommenden Ryzen-Prozessoren genannt, sondern auch ein paar spannende Informationen zur RDNA 3 Architektur für Radeon RX 7000 Grafikkarten. Unter anderem wurde ein Chiplet-Design für die GPUs bestätigt, welches „Advanced Chiplet Packaging“ genannt wird. Doch welche Chiplets in welcher GPU zum Einsatz kommen, bleibt offen.

Allerdings soll RDNA 3, wie auch die Zen 4 Architektur, in 5 nm gefertigt werden. Dazu sollen die GPUs über neue Compute Units und eine überarbeitete Rendering-Pipeline erhalten. Der Zwischenspeicher Infinity Cache wird darüber hinaus in einer neuen Generation mit an Bord sein. Schlussendlich soll RDNA 3 gegenüber RDNA 2 über 50 Prozent mehr Leistung bei gleichem Verbrauch bieten – es wird also spannend. Bis 2024 soll dann mit RDNA 4 der Nachfolger erscheinen. Doch dazu hat AMD noch keine Einblicke gegeben.

Update vom 09. Juni 2022:

Bisher hält sich AMD noch weitestgehend bedeckt, was die nächste GPU-Generation anbelangt. Entsprechend sind Details zu den RDNA3-Grafikkarten zum jetzigen Standpunkt eher rar gesät. Jetzt sind jedoch erste theoretische Verbrauchsdaten der Radeon RX 7000-Serie aufgetaucht. Die unveröffentlichten GPUs wurden kurzzeitig im Wattzahl-Rechner von Seasonic gelistet. Demnach empfiehlt der Hersteller für die RX 7900 XT sowie RX 7800 XT ein Netzteil mit mindestens 750 Watt. Für die RX 7700 XT soll wiederum ein 650 Watt starkes Modell genügen.

Damit entsprechen die Angaben exakt den Empfehlungen, die Seasonic für die RX 6000-Serie angibt. Dementsprechend liegt die Vermutung nahe, dass hier lediglich die Daten der aktuellen Radeons übernommen wurden. Laut Videocardz könnten die Netzteilanforderungen aber auf offiziellen, vorläufigen Angaben von AMD beruhen. Sollte dies zutreffen, dürften sich die TDPs im Vergleich zu RDNA2 kaum ändern.

Weiterhin könnten die empfohlenen Netzteile Aufschluss darüber geben, wie die Stromversorgung der Grafikbeschleuniger aufgebaut ist. So könnten die GPUs weiterhin auf die klassischen 6- bzw. 8-Pin Anschlüsse setzen, statt auf den neuen 16-Pin-Stromanschluss. Letzterer wird immerhin von keinem der gelisteten Modelle unterstützt. Inzwischen hat der Netzteil-Hersteller die Angaben für die RDNA3-Modelle wieder entfernt.

Ursprünglicher Artikel vom 20. Dezember 2021:

Durch den Leaker Greymon55 sind erste Details zu den potenziellen Ausbaustufen von RDNA3 und damit zu den Radeon RX 70xx Grafikkarten aufgetaucht. Demnach handelt es sich bei der bisher kleinsten Ausbaustufe um den Nachfolger der RX 6600 (XT) und damit um eine Navi 33 GPU.

Diese soll laut dem Bericht auf insgesamt 4.096 Shader zurückgreifen können, welche auf 16 Compute Units verteilt werden. Dazu wird es wohl erneut 8 GB Videospeicher mit einer 128 Bit breiten Anbindung geben. Beeindruckend ist der prognostizierte Takt der GPU, dieser soll demnach zwischen 2,8 und 3 GHz liegen.

Der nächste Chip in der Reihe ist die Navi 32 GPU, bei der es sich um ein Dual-Chiplet-Design handeln könnte. Mit diesem Chip würde AMD wohl eine RX 7700 (XT) verwirklichen und die Leistung im Vergleich zum Vorgänger um den Faktor 1,5 bis 2 steigern. Ermöglicht wird das laut dem Leak durch 10.240 Shader-Einheiten sowie einen Takt von 2,6 bis 2,8 GHz. Auch hier scheint der Videospeicher nicht anzusteigen, sodass erneut 12 GB GDDR6 mit einem 192 Bit breitem Speicherinterface verbaut werden.

Aktuelles RDNA-Slide der AMD Corporate Presentation 2021 (Bild: AMD)

Navi 31 bildet das vorerst letzte bekannte GPU-Modell der dritten RDNA-Generation. Dieser Chip soll über 15.360 Shader verfügen und die Leistung im Vergleich zu Navi 21 um 50 % steigern können. Auch hier bleibt die Speicherausstattung augenscheinlich gleich, womit 16 GB GDDR6 mit einer 256 Bit Anbindung zur Verfügung stehen könnten. Alle Modelle verdoppeln zudem wahrscheinlich ihren Infinity Cache im Vergleich zu den vorangegangenen GPU-Chips.

Erste Grafikkarten wohl Ende nächstes Jahres

Inwiefern sich diese Ausbaustufen bewahrheiten, bleibt abzuwarten. AMD wird die ersten Grafikkarten auf RDNA3-Basis aller Wahrscheinlichkeit nach im Verlauf des nächsten Jahres vorstellen, wobei erste Produkte wohl noch auf sich warten lassen. Derzeit ist davon auszugehen, dass erste entsprechende Modelle im vierten Quartal 2022 erscheinen könnten. Bis dahin werden wohl auch NVIDIA mit Lovelace und Intel mit Arc neue GPUs auf den Markt gebracht haben.

Quellen
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Arian Krasniqi …ist seit 2021 Teil des Teams und befasst sich vor allem mit Hardware-Komponenten sowie mit weiteren technischen Neuheiten. Auch aktuelle Spiele auf PC und Konsole gehören zu seiner Leidenschaft. Neben der Arbeit studiert Arian an der RWTH Aachen Umweltingenieurswissenschaften.

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