AMD Radeon RX 7900 XT(X): Das Flaggschiff-Duo ist offiziell

Die Rückkehr des XTX-Modells
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Bild: AMD

Nachdem Nvidia mit der RTX 4000-Serie bereits vorgelegt hat, folgt nun AMD mit RDNA3. Die Radeon RX 7000-Reihe wird zunächst zwei Modelle umfassen und umfangreiche Neuerungen bieten. Besonders im Vergleich zu RDNA2 soll die Performance deutlich ansteigen. Zugleich feiert das XTX-Branding mit der nächsten Generation sein Comeback.

Erstmals wurde die RDNA3-Architektur 2021 im Rahmen der AMD Corporate Presentation erwähnt. Zu diesem Zeitpunkt war jedoch abseits des Namens nichts weiter hierzu bekannt. Seitdem tauchten regelmäßig, meist falsche, Gerüchte zu den kommenden GPUs auf. Dies hat jetzt ein Ende, denn AMD hat RDNA3 offiziell vorgestellt. Erstmals im GPU-Bereich setzt der Hersteller auf ein Chiplet-Design, wie es etwa bei Zen 4 zum Einsatz kommt. Demnach setzt sich ein Chip aus einem Graphics Compute Die (GCD) und bis zu sechs Memory Cache Dies (MCD) zusammen. Zumindest die GCD wird in TSMCs N5-Prozess gefertigt.

Bild: AMD

Im Vergleich zu RDNA2 bietet die dritte Generation laut Hersteller eine 50 bis 70 Prozent höherer Gaming-Performance. Auch an der Raytracing-Leistung wurde geschraubt, womit jetzt bis zu 85 Prozent mehr FPS möglich sein sollen. Spannend bleibt, wie sich RDNA3 in diesem Segment gegen Ada Lovelace positionieren wird. Möglich wird der Performance-Sprung mitunter durch die verbesserten Compute Units. Diese sollen eine doppelt so hohe IPC (Instructions per Clock) aufweisen als noch RDNA2. Zugleich steigt die Effizienz scheinbar um über 50 Prozent.

Navi 31 GPU im Chiplet Design (Bild: AMD)

RX 7900 XT und XTX machen den Anfang

Anfangs setzt sich die Radeon RX 7000-Serie aus zwei Modellen auf Basis des Navi 31 Chips zusammen. Beim Topmodell handelt es sich um die Radeon RX 7900 XTX, welche über den Vollausbau verfügt. Entsprechend bietet die GPU 96 Compute Units (12.288 Shader) mit einem Takt von bis zu 2,4 GHz. Damit liegt die theoretische Rechenleistung bei 56,5 TFLOPs. Ergänzt wird der Grafikchip durch einen 24 Gigabyte großen GDDR6-Videospeicher. AMD gibt die Leistungsaufnahme mit 355 Watt an. Dabei erfolgt die Versorgung über zwei 8-Pin-Anschlüsse, anstatt über einen 12VHPWR-Stecker.

Darunter platziert sich die RX 7900 XT, bei der ein leicht beschnittener GCD genutzt wird. Entsprechend fällt der Verbrauch mit 305 Watt etwas geringer aus. Die Grafikkarte besitzt 10.752 Shader mit einem Takt von 2 GHz. Kombiniert wird die GPU mit einem 20 Gigabyte großen Speicher. In beiden Fällen kommt der Chip auf eine Größe von etwa 300 mm², womit dieser deutlich kleiner ausfällt als Navi 21 (519 mm²).

Bei beiden Grafikkarten verbaut AMD scheinbar den gleichen Triple-Fan-Kühler im 2,5-Slot-Design. Im Vergleich zum Vorgänger wächst die Länge leicht an und liegt nun bei 287 mm. Während der Präsentation wurde jedoch nicht weiter auf das Kühldesign eingegangen. Anschlussseitig lassen sich zwei DisplayPort 2.1, ein HDMI 2.1 und ein Typ-C-Port finden.

Ab dem 13. Dezember verfügbar

Die Radeon RX 7900 XT und RX 7900 XTX werden ab dem 13. Dezember im Handel verfügbar sein. Preislich positioniert AMD das Topmodell bei 999 Dollar, wobei das XT-Modell 899 Dollar kosten wird. Zum jetzigen Zeitpunkt ist nicht bekannt, wie teuer die GPUs hierzulande werden. Tendenziell wird der Preis aufgrund des schwachen Euros etwas höher ausfallen, womit auch die 1.000-Euro-Marke fallen dürfte. Schätzungsweise wird der Preis bei 1.249 (XTX) und 1.099 Euro (XT) liegen. Hierbei handelt es sich allerdings um eine Vermutung auf Basis des aktuellen Umrechnungskurses.


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Arian Krasniqi …ist seit 2021 Teil des Teams und befasst sich vor allem mit Hardware-Komponenten sowie mit weiteren technischen Neuheiten. Auch aktuelle Spiele auf PC und Konsole gehören zu seiner Leidenschaft. Neben der Arbeit studiert Arian an der RWTH Aachen Umweltingenieurswissenschaften.

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