AMD Zen 4: Raphael im Q4 ’22, Dragon Range und Phoenix dann 2023

Roadmap für Ryzen 7000 Prozessoren veröffentlicht
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Bild: AMD

AMD hat eine neue Roadmap veröffentlicht, die einen Überblick zu kommenden Ryzen-Prozessoren für Desktop-Systeme und Notebooks auf Zen 4 Basis ermöglicht. So wird Ryzen 7000 alias Raphael im letzten Quartal dieses Jahres an den Start gehen, für 2023 plant AMD dann mit Dragon Range und Phoenix zwei Plattformen für Gaming-Notebooks.

Im Zuge der neuen Quartalszahlen hat AMD auf einem Konferenzgespräch unter anderem eine aktualisierte Roadmap für die Ryzen 7000 Serie präsentiert. Für Ryzen 7000 im Desktopbereich gibt es bereits einige Details. So erwartet uns die neue Zen 4 Architektur, die auf dem neuen AM5-Sockel Platz nehmen wird. AMD wird hierfür auf das LGA-Format (Land Grid Array) wechseln, so wie es bei Intel schon seit Längerem der Fall ist.

Dazu gibt es natürlich frische Chipsätze sowie die Unterstützung für DDR5-Arbeitsspeicher und PCI-Express 5.0. Neusten Gerüchten zufolge wird es aber wohl keinen Support für DDR4-Arbeitsspeicher geben. Wir können jedoch bis zu 16 Kerne, max. 170 Watt TDP und eine 5 nm Fertigung erwarten – zumindest der aktuellen Gerüchtelage nach.

Neue Produktpalette für Gaming-Notebooks

Im Bereich der Notebooks ist AMD aktuell mit „Rembrandt“ alias Ryzen 6000 unterwegs. Dort gibt es die energieeffizienten U-Modelle (15 bis 28 Watt TDP) neben den leistungsstarken H-Varianten (35 bis 45 Watt TDP). In Zukunft will der Chip-Hersteller dies jedoch direkt in zwei Klassen aufteilen: Für Gaming-Notebooks in der Oberklasse (dicker als 20 mm) ist demnach „Dragon Range“ mit mindestens 55 Watt TDP geplant, leichte und dünne Laptops (dünner als 20 mm) sollen mit „Phoenix“ und 35 bis 45 Watt TDP ausgestattet werden. Start für beide: 2023.

Bei Rembrandt kommt, bis auf wenige Ausnahmen in der U-Serie, die Zen 3+ Architektur mit RDNA 2 Grafikeinheiten zum Einsatz. Für die zwei neuen Plattformen dient dann ähnlich zum Desktop-Segment die neue AMD Zen 4 Architektur. Auch hier wird es DDR5-Arbeitsspeicher (bzw. LPDDR5) sowie PCI-Express 5.0 geben. AMD verspricht zudem die höchsten Core-, Thread- und Cache-Werte, die es je bei einer mobilen Gaming-CPU gab“. Das soll dann zu der „schnellsten Creator- und Produktivitätsleistung aller mobilen PCs“ führen.

Quelle: AMD / Twitter

Was genau AMD hier vorhat, ist aktuell noch unklar. Zum Vergleich: Ein Intel Core i9-12900HK – das aktuelle Alder-Lake-Topmodell für Notebooks – bietet 14 Kerne mit 20 Threads. Im März tauchte dann noch ein Intel Core i9-12950HX auf, der Leaks zufolge sogar über 16 Kerne mit 24 Threads verfügen könnte.

Nachdem Dragon Range wie auch Raphael eine gelbe Umrandung auf der Roadmap besitzen, könnte es sich dabei um eine TDP-reduzierte Variante der Desktop-Prozessoren für eine möglichst hohe Performance handeln. Phoenix könnte dagegen ganz bewusst auf ein für den mobilen Einsatz optimiertes Design setzen. Erste Gerüchte zu den Phoenix-CPUs gab es übrigens schon im Januar 2021.

Quellen
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Leonardo Ziaja ... ist vor allem für die Bereiche Smartphones und Mobile zuständig, testet aber auch andere Hardware-Highlights wie Gehäuse, Prozessoren und Mainboards. Darüber hinaus sorgt er für hochwertige Bilder in unseren Testberichten.

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