Apple Glass: AR-Brille soll ultrascharfes OLEDoS-Panel nutzen

Kommt die Brille endlich 2023/2024?
News Apple  /  
Bilder: RendersByIan (Ian Zelbo), Apple / Montage: Allround-PC

Apple dürfte immer noch tief in der Entwicklung einer eigenen Brille für die Welt der Augmented- und Mixed-Reality stecken. In der Vergangenheit gab es immer wieder Gerüchte, Leaks oder kleinere Detailhäppchen, die uns eine bessere Vorstellung der „Glass“ ermöglicht. Wie nun ein südkoreanisches Magazin berichtet, will Apple beim Display nun auf eine spezielle Panel-Technologie umschwenken.

Bereits im Frühjahr 2019 gab es erste Hinweise auf eine eigene AR-Brille von Apple, die damals sogar schon ein Jahr später – also 2020 – vorgestellt werden sollte. Zwar hat sich die Vorstellung immer wieder verzögert, doch dafür kamen immer wieder spannende Details zur Apple Glass getauften Brille an die Oberfläche.

Dass Apple der Brille einen eigenen Chip verpasst, so wie mittlerweile auch bei den MacBooks, dürfte außer Frage stehen. Der stets gut informierte Analyst Ming-Chi Kuo vermutete im letzten Jahr sogar, dass Apple auf zwei Prozessoren mit einer Rechenleistung auf Mac-Niveau setzen könnte. Das macht durchaus Sinn, nachdem die Brille über eine Vielzahl an optischen Modulen verfügen soll, die eine kontinuierliche Verarbeitung benötigen.

Klein, und dennoch hochauflösend: OLEDoS-Panels

Im Fokus stehen allerdings die kleinen Displays, auf denen Mixed-Reality-Inhalte zu sehen sein werden. Apple scheint hier bereits seit einiger Zeit zu experimentieren und nach der besten Lösung zu suchen, denn schon 2020 gab es erste Hinweise auf Micro-OLED-Panels von Sony. Zwar klingen 1.280 x 960 Pixel nicht wirklich scharf, doch mit einer Diagonale von nur 0,5 Zoll wird eine Pixeldichte von sagenhaften 3.200 ppi erreicht.

Bild: LG (YouTube)

Wie nun The Elec berichtet, ein südkoreanisches Magazin, soll Apple bei der Displayproduktion aber wohl umschwenken. Auf Basis nicht näher genannter Quellen wird beschrieben, dass auch Samsung Display und LG Display für die Produktion infrage kommen und ein noch höher auflösendes Display mit 3.500 ppi herstellen sollen. Das Stichwort dabei lautet: OLEDoS, was für OLED on Silicone steht.

Die höhere Pixeldichte würde am Ende für ein noch knackigeres Bild sorgen und womöglich auch die Immersion steigern. Bei OLEDoS wird jedoch auf Glas als Substrat verzichtet und stattdessen Silizium eingesetzt, was insgesamt zu einer dünneren Schicht als bei herkömmlichen OLED-Panels (mit Glassubstrat) führt. Zudem lassen sich so mehr Pixel auf der gleichen Fläche unterbringen, was perfekt für AR-/MR-Brillen ist.

Bild: LG (YouTube)

LG Display hat ein passendes Panel bereits auf der SID 2020 präsentiert: 0,42 Zoll groß, mit 3.500 ppi und einer Helligkeit von bis zu 5.000 nits. Schon verrückt, dass 1.280 x 960 Pixel auf eine Fläche von 13,4 x 7,1 mm passen, oder? Bei Samsung ist sogar ein LEDoS-Panel mit 6.600 ppi in Entwicklung, verrückt.

Wann kommt die AR-Brille denn nun?

Sowohl LG als auch Samsung könnten bereits nächstes Jahr als Zulieferer für Apples AR-Brille tätig werden. Sony soll dem Bericht zufolge dann im Jahre 2024 dazustoßen. Ob Apple die „Glass“ dann schon 2023 vorstellt oder doch noch ein Jährchen mehr wartet? Lassen wir uns überraschen, denn bisher basieren alle Informationen auf Insider-Infos, Gerüchten oder Vermutungen. Ein offizielles Statement seitens Apple gibt es bisher jedenfalls nicht.

Quellen
Mit * markierte Links sind Affiliate-Links. Mit dem Kauf über diesen Link erhalten wir als Seitenbetreiber eine Verkaufsprovision ohne, das du mehr bezahlst. So kannst du Allround-PC supporten
Leonardo Ziaja ... ist vor allem für die Bereiche Smartphones und Mobile zuständig, testet aber auch andere Hardware-Highlights wie Gehäuse, Prozessoren und Mainboards. Darüber hinaus sorgt er für hochwertige Bilder in unseren Testberichten.

1 Kommentar

  • MintQuery

    Die PPI sind doch für die Immersion und die letztendliche Auflösung völlig egal. Wenn ich 1200×800 Pixel auf ein paar Quadratmillimeter quetsche, habe ich zwar eine enorme ppi-„Zahl“, aber die Auflösung bleibt nach wie vor 1200 x 800.
    Das Bild wird durch die Linse „aufgefaltet“ und es bleibt ein Pixelmatsch.
    Sicherlich werden kleinere und kompaktere Bauteile helfen, zukünftige VR Brillen handlicher und alltagstauglicher zu machen, aber ich habe ein bisschen Sorge, dass bei einem optimierten Formfaktor immer noch eine matschige Auflösung bleibt. Ich kann mir auch beim besten Willen nicht vorstellen dass eine Firma wie Apple bei der Auflösung Kompromisse eingehen wird…erst Recht nicht, wenn die Konkurrenz von Meta oder aus China bessere Werte bietet.
    ich sehe es bei meiner Quest und bleibe dabei: Auflösung ist zwar nicht alles, aber es ist ein verdammt wichtiger Part.

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert