Apple M2 Max: Werden AMD und Intel übertroffen?

Das Leistungs-Rennen 2023 wird spannend!
Apple

Im nächsten Jahr dürfte uns ein spannendes Performance-Rennen im mobilen Sektor erwarten. Ein neuer Geekbench-Eintrag gibt einen ersten Ausblick auf die Leistung des kommenden Apple M2 Max-Chip. Scheinbar wird Apple selbst die leistungsstärksten mobilen CPUs von AMD und Intel übertrumpfen.

Im nächsten Jahr erwartet uns mit dem Apple M2 Max Chip ein neuer SoC für das MacBook Pro. Der Chip wird über acht Performance-Kerne und über vier Effizienz-Kerne verfügen, womit dieser zwei Effizienz-Kerne mehr bietet als noch der M1 Max. Entsprechend dürfte bereits hierdurch die Multi-Thread-Performance beträchtlich steigen. Dies bestätigt nun auch ein Geekbench-Eintrag, laut dem die CPU sogar einige mobile Prozessoren von AMD und Intel alt aussehen lassen.

M1 Max (Bild: Apple)

Scheinbar war der Chip in einem Prototypen namens „Mac14,6“ verbaut, in dem 96 Gigabyte Arbeitsspeicher installiert sind. Im Geekbench-Benchmark erreichte der SoC einen Single-Core-Score von beachtlichen 2.027 Punkten, womit der Intel Core i9 12900HK (Test: Intel Core i9-12900K) um 21 Prozent geschlagen wird. Der AMD Ryzen 9 6900HX wird sogar um 27 Prozent übertroffen. Ähnlich sieht es beim Multicore-Score aus, wo der M2 Max einen 48 Prozent höheren Score erzielt als die AMD CPU. Auch das Intel-Modell wird um 9 Prozent geschlagen.

ModellApple M2 MaxApple M1 MaxAMD Ryzen 9 6900HXIntel Core i9-12900HKIntel Core i9-12900HX
Geekbench 5 (Single-Core)2.207 Punkte1.782 Punkte1.592 Punkte1.665 Punkte1.906 Punkte
Geekbench 5 (Multi-Core)14.888 Punkte12.697 Punkte10.004 Punkte13.648 Punkte16.311 Punkte

Interessant wird vor allem, wie sich der M2 Max im nächsten Jahr gegen die neuen mobilen Plattformen von AMD und Intel schlagen wird. Beide Hersteller werden ihre kommenden Produkte voraussichtlich auf der CES 2023 in Las Vegas vorstellen. Besonders spannend ist dabei der Vergleich der Effizienz, da Apple hier wahrscheinlich dank der sparsameren ARM-Architektur im Vorteil sein wird. Zudem sollte man einen „unscheinbaren“ Konkurrenten nicht aus dem Auge verlieren: Auch Qualcomm möchte im nächsten Jahr eine neue mobile Plattform auf ARM-Basis für Notebooks launchen. Dafür setzt der Hersteller erstmals seit 2012 auf eine Custom-CPU-Architektur, die auf dem Know-how von Nuvia aufbaut.

Quellen
Arian Krasniqi

…ist seit 2021 Teil des Teams und befasst sich vor allem mit Hardware-Komponenten sowie mit weiteren technischen Neuheiten. Auch aktuelle Spiele auf PC und Konsole gehören zu seiner Leidenschaft. Neben der Arbeit studiert Arian an der RWTH Aachen Architektur.

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