Ford Mustang Mach-E: Elektroauto erhält nützliches Software-Update

Bis zu 610 km Reichweite, Schnellladen mit 150 kW und smartes Sync 4
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Ford hat den kommenden Mustang Mach-E bereits letztes Jahr im November vorgestellt, schon damals gab es erste Informationen zu Design und Ausstattung. Nun hat der Autohersteller weitere Details bekannt gegeben, der Fokus lag dabei stark auf der Konnektivität und dem Entertainmentsystem. Wir haben die wichtigsten Inhalte zum Elektroauto nochmal kompakt für euch zusammengefasst.

Update vom 06. Mai 2022

Wie Ford in einer Pressemitteilung vor kurzem veröffentlichte, erhält der Mustang Mach-E ein interessantes Software-Update. So wird dem Elektroauto zunächst eine höhere Anhängelast spendiert, statt 750 Kilogramm kann der Mach-E nun bis zu 1.000 Kilogramm ziehen (nur mit Extended-Batterie, aber sowohl bei Heck- oder Allradantrieb). Ein kompakter Wohnwagen oder kleines Sportboot sind somit kein Problem mehr für den Mach-E.

Die neue Software optimiert zudem die Ladezeit und verkürzt diese im Optimalfall. Wer den Akku von 80 auf 90 Prozent bringen möchte, muss mit dem Update nur noch 15 Minuten statt 52 Minuten warten. Das ist zwar ein eher seltener Fall, doch 37 Minuten weniger sind dennoch eine starke Verbesserung.

Darüber hinaus wurde das Fahrwerk verbessert. Ford zufolge erhalten die drei Farmodi „Zahm“, „Aktiv“ und „Temperamentvoll“ eine stärkere ESC-Kontrolle bei Kurvenfahrten und Ausweichmanövern. „Die Federn und Dämpfer des Fahrwerks wurden so angepasst, dass sich die Balance und der Komfort des Fahrzeugs signifikant verbessern“. Des Weiteren wurde das Ein-Pedal-Fahren neu kalibriert, damit sich die Leistung bei niedrigeren Geschwindigkeiten sanfter entfaltet.

„Die höhere Anhängelast für den Mustang Mach-E ist nur eine von zahlreichen für die Kunden kostenlosen Verbesserungen, die wir kontinuierlich in den Bereichen Hardware und Software oder durch die Homologation umsetzen, um den Mustang Mach-E-Nutzern stets das optimale Produkterlebnis zu bieten. Insbesondere die verbesserte Anhängelast ist ein sehr gutes Beispiel dafür, wie wir auf Kundenwünsche reagieren und sie umsetzen, wenn technisch machbar“.

This Woelpern, General Manager, Imports, Ford of Europe

Ursprünglicher Beitrag vom 10. Dezember 2020

Der 5-türige Crossover-SUV zeigt schon auf den ersten Blick die Mustang-Gene, besonders die dreiteilige Rückleuchte sticht dabei hervor. Doch nicht nur in puncto Design, auch in Hinsicht auf das Fahrverhalten soll der Fahrer spüren, dass es sich hierbei um einen Mustang handelt. Ford wird den Mach-E entweder mit Heckantrieb oder als Allrad anbieten. Auf der Hinterachse arbeitet ein Synchron-Wechselstrommotor, in der Variante mit Allrad gibt es in der Front einen zusätzlichen permanenten Dual-Elektromotor. Dazu gibt es dann die Wahl zwischen zwei Batteriegrößen (Reichweite nach WLTP-Zyklus) und unterschiedliche Leistungsangaben.

  • Standard Range: 68 kWh für bis zu 440 km (Heck) bzw. 400 km (AWD), bis zu 269 PS (198 kW)
  • Extended Range 88 kWh für bis zu 610 km (Heck) bzw. 540 km (AWD), bis zu 351 PS (258 kW)

Je nach Antrieb gibt es damit dann bis zu 580 Nm Drehmoment (Allrad) und einen Sprint von 0 auf 100 km/h in 5.1 Sekunden (Extended, Allrad). Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 180 km/h. Der Stromverbrauch soll je nach Version zwischen 19,5 – 16,5 kWh pro 100 km liegen. Alle weiteren Angaben könnt ihr bei Ford nochmal im Detail nachlesen.

Laden mit bis zu 150 kW: von 10 bis 80 % in 45 Minuten

Laden kann der Ford Mustang Mach-E serienmäßig mit bis zu 150 kW Gleichstrom, beispielsweise im Ladenetzwerk von Ionity. Dort gibt es im ersten Jahr einen kostenlosen Zugang mit einem ermäßigten Tarif für Ford-Kunden. Anstelle des Normalpreises in Höhe von 0,79 Euro pro kWh werden lediglich 0,31 Euro pro kWh fällig. Mit 150 kW kann der Mach-E in zehn Minuten rund 119 Kilometer (Extended Range, Heckantrieb) erhalten, von 10 bis 80 % dauert es 45 Minuten (Extended Range, egal ob Heck oder Allrad). Darüber hinaus gibt es mit dem Anbieter NewMotion einen freien Zugang zum FordPass-Charging-Ladenetzwerk, welches mittlerweile über 175.000 Stationen in 21 Ländern in Europa anbietet.

Ab Werk wird das Elektroauto mit zwei Ladekabeln ausgeliefert, darunter ein sechs Meter Mode-3-Kabel für öffentliche Wechselstrom-Ladesäulen mit Typ-2-Anschluss sowie ein 6,7 Meter Heimladekabel für die haushaltsübliche Steckdose als auch den blauen CEE-Anschluss. Auf Wunsch können Nutzer auch die Ford Connected Wallbox (wahlweise mit 7,4 kW oder 11 kW) inklusive 7,5 m Ladekabel dazu bestellen, die Installation wird von Alpiq durchgeführt. Dort lädt der Mustang Mach-E von 10 bis 80 % in sechs Stunden.

Ford Sync 4 mit großem Touchscreen und digitaler Instrumententafel

Eine Neuheit ist das Multimediasystem Ford Sync in der mittlerweile vierten Generation. Ford hat neue Features hinzugefügt und stattet den Mustang Mach-E mit einem 15,5 Zoll Hochformat-Touchscreen aus. Das Besondere: im unteren Bereich gibt es auf dem Display ein echtes Lautstärkerad, ein feines Detail. Das System lässt sich ganz klassisch mit dem Smartphone verbinden, beispielsweise für Android Auto oder Apple CarPlay. Neu sind hingegen das Planen von Fahrten im Voraus auf dem Smartphone, Nutzerprofile mit persönlichen Einstellungen wie Abfahrtszeiten nach Wochentag, Innenraum-Temperatur, Fahrmodi etc. Ford bietet hier beispielsweise die Modi „Whisper“ (Zahm), „Active“ (Aktiv) und „Untamed“ (Temperamentvoll) an, die dann unter anderem Lenkung, Beleuchtung und Motor-Soundeffekte verändern.

Ford Sync 4 erhält des Weiteren eine bessere Spracherkennung und wird über Crowdsourcing-Daten von anderen vernetzten Ford-Elektrofahrzeugen sowie OTA-Updates („Over the Air“) stetig verbessert. Um die Fahrt möglichst angenehm zu machen, gibt es die sogenannte „Intelligent Range“. Sie soll die Reichweite anhand vom vorausgegangenen Fahrerverhalten als auch externem Faktoren wie zum Beispiel dem Wetter besser berechnen. Das Navigationssystem nutzt Echtzeit-Verkehrsdaten von TomTom, zudem gibt es eine Anzeige von Ladestationen entlang der Route mit Strompreisen und Verfügbarkeiten an den Ladesäulen in Echtzeit.

Neu: Mustang Mach-E mit dem Smartphone entsperren

Der Fahrer erhält übrigens eine waagerechte Instrumententafel mit 10,2 Zoll Display, weitere Features sind induktives Laden für Smartphones und ein optionales B&O Soundsystem mit 10 Lautsprechern und bis zu 560 Watt Ausgangsleistung. Übrigens: der Ford Mustang Mach-E hat keine konventionellen Türgriffe. Allerdings könnt ihr das Auto beispielsweise mit eurem Smartphone öffnen (Erkennung über Bluetooth), alternativ gibt es auch noch eine Pin-Code-Eingabe auf der B-Säule.

Mit an Bord sind darüber hinaus einige Assistenzsysteme. Zum Beispiel die intelligente, adaptive Geschwindigkeitsregelanlage mit Stop & Go-Funktion und Fahrspur-Pilot, der aktive Park-Assistent mit Ein- und Ausparkfunktion und teilautomatisierter Fahrzeugführung sowie der Pre-Collision Assist mit Notbrems-Assistent.

Ford wird den Mustang Mach-E im Frühjahr 2021 auf den Markt bringen, die Preise starten laut Liste bei 46.900 Euro inkl. 19 % MwSt. Ab Ende 2021 wird dann noch die sportliche Topversion Mustang Mach-E GT mit bis zu 487 PS, 860 Nm Drehmoment, 3,7 sek. von 0 auf 100 km/h und einer Höchstgeschwindigkeit von 200 km/h folgen.


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Leonardo Ziaja ... ist vor allem für die Bereiche Smartphones und Mobile zuständig, testet aber auch andere Hardware-Highlights wie Gehäuse, Prozessoren und Mainboards. Darüber hinaus sorgt er für hochwertige Bilder in unseren Testberichten.

1 Kommentar

  • Bernhard Feder

    Das war es dann mit Mustang. Selber fahre ich ein GT Cabrio. Phantastische s Auto. Aber so’ne E-Büchse und dann noch SUV? Hat nix mehr mit Mustang zu tun. Der Mustang ist ein Pony. Und 45 Minuten laden will ich auch nicht. Drei Minuten tanken ist besser.

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