GeForce RTX 4000: Topmodell mit 900 Watt TGP und 48 GB GDDR6X?

Die aktuellen Gerüchte und Leaks im Überblick!
News Nvidia  / Leonardo Ziaja

Zwar verbessert sich so langsam die Verfügbarkeit und Preislage von Grafikkarten, doch bereits im Herbst könnte es von Nvidia schon die nächste Generation geben. GeForce RTX 4000 alias „Ada“ oder „Lovelace“ dürfte dann nicht nur einen Leistungsschub mit sich bringen, sondern auch weitere Änderungen. Was ist aktuell bereits bekannt? Und was können wir erwarten?

Die aktuelle Ampere-Architektur von Nvidia, und somit die GeForce RTX 3000 Grafikkarten, wurden bereits im Herbst 2020 vorgestellt. Nun ist die nächste Generation an der Reihe, die höchstwahrscheinlich nach der britischen Mathematikerin und Computer-Pionierin Ada Lovelace benannt wird. Übrigens: Sie entwickelte schon Mitte des 19. Jahrhunderts spannende Konzepte für Rechnerarchitekturen und Grundlagen der Programmierung.

Fertigung: Wechsel von Samsung zu TSMC?

Durch den Hackerangriff auf Nvidia kamen einige Details zum geplanten Portfolio zutage. So sollen die Ada-Chips von AD102 bis AD107 reichen, wobei der Erstgenannte im kommenden Flaggschiff sitzen dürfte. Ein Tape-Out dieses Chips soll bereits kurz bevorstehen, also der finale Schritt im Designprozess von Schaltkreisen oder Leiterplatten.

Für die Fertigung der kommenden Grafikkartenchips scheint Nvidia von Samsung auf TSMC umzuschwenken. Somit würden nicht nur die Chips für professionelle GPUs, sondern auch die Consumer-Chips in Taiwan vom Band laufen. Ob TSMC hierfür weitere Kapazitäten freischaufeln kann, wird sich zeigen müssen. Ganz konkret dürften die GeForce RTX 4000 Grafikkarten dann im N5- oder N4-Verfahren mit 5 nm Strukturgröße hergestellt werden.

Ein paar Gerüchte im Überblick:

  • max. 144 CUs mit bis zu 18.432 CUDA-Kerne (FP32-Einheiten)
  • bis zu 48 Gigabyte GDDR6X-Speicher mit 24 Gbps
  • neuer PCIe 5.0 Anschluss mit 16 Pins (alias 12VHPWR)
  • bis zu 900 Watt Leistungsaufnahme möglich
  • weiterhin mit PCIe 4.0

In der Maximalkonfiguration, also basierend auf dem AD102-Chip, sind bis zu 18.432 CUDA-Kerne über 144 CUs möglich. Zum Vergleich: Eine GeForce RTX 3090 Ti (das aktuelle Topmodell) besitzt 10.752 CUDA-Kerne. Hinsichtlich Speicher dürften maximal 48 Gigabyte GDDR6X-Speicher verfügbar sein, angebunden über ein 384-Bit Interface mit bis zu 24 Gbps. Zwar soll der neue Speichercontroller bereits für GDDR7-Speichergeschwindigkeiten von 32 Gbps entwickelt worden sein, allerdings ist es nach aktuellem Stand eher unwahrscheinlich, dass der neue Speicher-Standard zum Start von Ada/Lovelace bereit sein wird.

Leistungsaufnahme: Bis zu 900 Watt möglich

Viel spannender sind allerdings die Gerüchte rund um die Leistungsaufnahme. Mit der GeForce RTX 3090 Ti ist mittlerweile die erste Grafikkarte auf dem Markt, die über den neuen 12VHPWR-Anschluss verfügt. Zwar wurde der Anschluss deutlich kompakter konzipiert, kann die Karte jedoch mit bis zu 600 Watt (!) versorgen. Mit doppelter Bestückung könnte ein kommendes Topmodell also gut und gerne 900 Watt aus dem Netzteil ziehen.

Neusten Gerüchten zufolge testet Nvidia aktuell eine AD102-GPU mit genau dieser TGP („Total Graphics Power“). Die besagte Karte soll über die bereits erwähnten 48 GB Speicher verfügen, welcher allein bereits einen großen Teil der Leistungsaufnahme ausmachen könnte. Allerdings könnte es sich dabei gar nicht mal um eine RTX 4090 oder dessen Ti-Variante handeln, sondern vielleicht eine neue Titan. Wie der Twitter-Nutzer kopite7kimi berichtet, soll das AD102-Test-Board allerdings über mehr als zwei der neuen Anschlüsse verfügen – es sei also „alles möglich“.

Für die GeForce RTX 4080 (mit AD103-Chip) sind wohl 16 GB GDDR6X-Speicher und 350-450 Watt Leistungsaufnahme geplant. Die RTX 4070 (mit AD104) könnte darüber hinaus mit 12 GB GDDR6-Speicher (ohne „X“) daherkommen und rund 300 Watt TGP bieten. Vermutlich dürften die 12 Gigabyte der 70er-Karte für Viele etwas zu wenig sein, doch Nvidia wird hier (erneut) das Portfolio klar abgrenzen wollen. Nach unten hin wird Nvidia das RTX 4000er Portfolio dann über die restlichen Chips abrunden.

PCIe 5.0 Stromstecker, aber PCIe 4.0 Schnittstelle?

Während der Stromanschluss nach neuem PCIe 5.0 Standard auf die Platine kommt, so sollen die Grafikkarten dennoch über PCIe 4.0 mit dem Mainboard und der CPU kommunizieren – so zumindest Twitter-Nutzer kopite7kimi. Das mag im ersten Moment vielleicht etwas ungewöhnlich klingen, erscheint am Ende aber doch recht sinnvoll.

Einerseits dürfte eine PCIe 5.0 Schnittstelle für weitere Kosten in der Entwicklung und Produktion sorgen. Andererseits ist der Datendurchsatz mit PCIe 4.0 für den Großteil der Anwendungen immer noch mehr als ausreichend dimensioniert, sodass das Thema – trotz des Aspekts der „Zukunftssicherheit“ – erst mit der darauffolgenden RTX 5000 Generation interessant werden dürfte.

Launch: Wohl für September angesetzt

Die Leistung der neuen Ada-Architektur soll sich in der Spitze, also in Form des Topmodells, um rund 2- bis 2,5-fach steigern (im Vergleich zur Rasterleistung der Ampere-Architektur). Wie sich die kommenden GeForce RTX 4000 Grafikkarten dann schlagen werden, wird sich dann (hoffentlich) im Herbst zeigen. Nvidia dürfte einen Launch im September anvisieren, wenn man Twitter-Nutzer Greymon55 glauben darf. Hoffentlich gibt es dann weniger Engpässe (oder noch besser: gar keine) als bei Ampere.

Plant ihr schon mit einem Upgrade auf die kommende RTX 4000er Generation? 🙌

Quellen
Mit * markierte Links sind Affiliate-Links. Mit dem Kauf über diesen Link erhalten wir als Seitenbetreiber eine Verkaufsprovision ohne, das du mehr bezahlst. So kannst du Allround-PC supporten

Kommentieren

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.