Google Stadia: Steht der Cloud-Gaming-Dienst vor dem Aus?

Neue Spiele für Pro-Mitglieder im Februar!
News Google  / Leonardo Ziaja
Bilder: Google / Montage: Allround-PC

Cloud Gaming hat großes Potenzial und könnte die klassischen Spielekonsolen in nicht allzu ferner Zukunft ersetzen. Auch Google stieg mit Stadia bereits 2019 in dieses Business ein, scheint nun jedoch ein paar Gänge runterzuschalten. Zwar soll weiterhin an einer „großartigen Zukunft“ gearbeitet werden, doch wie genau könnte diese Zukunft aussehen?

Google Stadia ist seit November 2019 verfügbar und sollte Milliarden Gamerinnen und Gamer ansprechen. Zur Gamescom 2019 sagte Google-Manager Jack Buser damals noch, dass ein Erreichen von „nur 100 oder 200 Millionen Menschen“ ein Fehlschlag für den Cloud-Gaming-Dienst wären. Zwar gibt es bisher keine offizielle Zahlen, aber das angesetzte Ziel dürfte wohl nicht mal ansatzweise erreicht worden sein. Auch das bereits Anfang 2021 eingestellte Spielestudio, welches bei Google speziell für Stadia an den Start ging, wurde zusammen mit weiteren Projekten gestoppt.

Hinter der Frage, wie es nun mit Google Stadia weitergeht, steht also ein großes Fragezeichen. Laut einem Bericht des Business Insider (hinter einer Paywall) soll sich der Fokus bei Google inzwischen eher auf die Weiterentwicklung und Vermarktung der Technologie an sich verschoben haben. Der Suchmaschinengigant möchte wohl andere Unternehmen beim Cloud Gaming unterstützen und bietet Stadia daher als „White-Label-Lösung“ an – dann allerdings unter dem Namen Google Stream.

Technologiepartner für Peloton und Bungie?

Ein erstes Einsatzbeispiel könnte Peloton sein, dessen interaktives Sportspiel „Lanebreak“ womöglich auf Googles Cloud-Gaming-Service laufen könnte und somit auf die Fitnessgeräte gestreamt wird. Auch Unternehmen wie Bungie oder Capcom werden als mögliche Kunden genannt. Auf der anderen Seite könnte Google hierbei jedoch recht flott wieder ersetzt werden. Amazon scheint an einer Übernahme von Peloton interessiert zu sein und könnte dann den hauseigenen Cloud-Gaming-Dienst Luna einsetzen. Auch bei Bungie, die erst vor kurzem für 3,6 Milliarden US-Dollar von Sony übernommen wurden, dürfte wohl PlayStation Now im Vordergrund stehen.

Dem Business Insider Bericht zufolge scheint Stadia-Manager Phil Harrison zudem nicht mehr direkt an Rick Osterloh, den Leiter Hardware bei Google, zu berichten. Stattdessen sei nun Jason Rosenthal, der Leiter für Abonnements bei Google, der neue Vorgesetzte.

Für die Zukunft: Neue Spiele und Features in Planung

Google selbst hält sich noch etwas bedeckt und teilt in einem Tweet mit, dass „das Stadia-Team wirklich hart an einer großartigen Zukunft für Stadia und Cloud-Gaming arbeitet“. Im Februar sollen insgesamt 50 neue Spiele an Pro-Mitglieder freigeschaltet werden, weitere 100 Titel sollen dieses Jahr noch dazustoßen. Auch weitere Features, über die bisher noch nicht gesprochen werden darf, sollen in Planung sein. Das lässt sich weder als Dementi, noch als Bestätigung für die Zukunft von Google Stadia interpretieren.

Ob Google nun weiter als Konkurrent für Nvidias GeForce Now oder Microsofts Xbox Cloud Gaming im Rennen bleibt, wird sich zeigen müssen. Zwar belebt Konkurrenz das Geschäft, wovon am Ende vor allem wir Nutzer profitieren, doch vielleicht ist Google als reiner Technologie-Lieferant wirklich besser geeignet. Wie seht ihr die Thematik: Seid ihr Fans von Stadia? Nutzt ihr das Cloud-Gaming-Angebot von Google? Wir sind auf eure Meinung in den Kommentaren gespannt. 😊🙌

Quellen
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