Intel Arc Grafikkarten: Leistung der GeForce RTX 3070 als Ziel? (Update)

Topmodell wohl mit 16 GB VRAM und 225 Watt Verbrauch
News Intel  /  
Bild: Videocardz

Im nächsten Jahr dürfen wir Intel als neuesten Mitspieler im Grafikkarten-Markt begrüßen, sobald mit Arc die neue GPU-Serie des Herstellers erscheint. Nun sind erste potenzielle Leistungsdaten zu insgesamt drei Modellen aufgetaucht.

Update vom 03. März:

Noch immer hält sich Intel mit neuen Informationen bezüglich der Arc Grafikkarte Serie bedeckt. Während zum jetzigen Zeitpunkt von offizieller Seite Funkstille herrscht, vergleichen neue Leaks bereits die Leistungswerte der GPUs mit denen der Konkurrenz. Nun teilte der Twitter Nutzer @harukaze5719 über die Plattform einige Screenshots. Diese sollen aus einem nicht näher genannten YouTube-Video stammen, welches in Kooperation mit Intel produziert wurde. Eines der geteilten Bilder bestätigt zunächst die bereits zuvor bekannt gewordenen Spezifikationen der GPUs. Zudem wird für alle Modelle als Fertigungsprozess das TSMC 6-Nm-Verfahren genannt.

Auf dem zweiten Screenshot sehen wir einen Leistungsvergleich zu der Konkurrenz von AMD und NVIDIA. Demnach soll die A780 in etwa auf einer Augenhöhe mit der RTX 3070 Ti sein und sich gleichzeitig zwischen der Radeon RX 6800 und RX 6800 XT einordnen. Das nächstkleinere Modell positioniert sich hingegen auf dem Niveau einer RTX 3060 respektive RX 6600 (XT). Des Weiteren soll die Arc A350 das untere Spektrum der Alchemist-Grafikkarten abdecken und scheinbar mit einer RX 6400 gleich ziehen. Inwiefern diese Angaben jedoch stimmen, ist fraglich. Immerhin kann die Quellenangabe des Leakers nicht weiter geprüft werden und auch wirken die Leistungsangaben im Falle der A380 nicht sonderlich realistisch. Ein solcher Performance-Sprung zwischen den beiden kleinsten Modellen wirkt allein schon daher abwegig, da bei beiden eine DG2-128 GPU zum Einsatz kommt.

Update vom 05. Februar:

Und schwups, schon sind neue Bilder einer weiteren Intel Arc Alchemist Grafikkarte bei Videocardz aufgetaucht. Dieses Mal ließ sich ein weitere Engineering Sample ablichten und zeigte dabei sogar seine Platine. Gegenüber den bisherigen Renderbildern (weiter unten zu bestaunen) zeigt sich die GPU nun allerdings mit einer schwarzen Kühlerabdeckung. Auf der Rückseite zeigen sich darüber hinaus 3x DisplayPort und 1x HDMI, was auf den ersten Blick etwas unspannend erscheinen mag. Allerdings soll Intel Arc als erste Architektur über den neuen DisplayPort 2.0 Standard verfügen.

Die Platine enthüllt bis zu acht Speichermodule, was laut Videocardz entweder auf ein Topmodell mit 16 GB Speicher oder eine abgespeckte Variante mit 12 GB hinweisen dürfte. Für die Stromversorgung scheint es 1x 8-pin und 1x- 6-pin Stecker zu geben, allerdings wäre ganz offensichtlich auch eine 2-fache 8-pin Bestückung auch möglich.

Update vom 21. Januar:

Über Twitter teilte der Leaker Apisak erste Benchmarks einer Arc-Grafikkarte, welche scheinbar aus der Datenbank der System,- Diagnose- und Benchmark-Suite stammen. Laut des Eintrags handelte es sich dabei um den Arc-Vollausbau mit 5120 Execution Units sowie 4.096 Shadereinheiten. Die getestete GPU verfügte zudem über die bereits spekulierten 16 GB GDDR6 Videospeicher.

Demnach erreichte die Alchemist-Karte in den Bereichen Half-, Single- und Quad-Float GP Compute ungefähr das Leistungsniveau einer GeForce RTX 3070 Ti. Damit würde Intel die vorher kolportierte Leistung einer RTX 3070 sogar übertreffen. Da es sich aber um ein Vorserienmodell handelt, sollten die Ergebnisse weiterhin mit Vorsicht betrachtet werden. Derzeit wird davon ausgegangen, dass erste finale Produkte für den Desktop-Markt nicht vor dem zweiten Quartal des Jahres erscheinen werden.

Ursprünglicher Artikel:

Bereits Anfang Oktober berichteten wir über erste Details der Arc-Grafikkarten, welche durch den YouTuber Moore’s Law Is Dead geteilt wurden. Demnach basieren die auf Alchemist getauften GPUs auf der Xe HPG Grafikarchitektur, wobei das Kürzel HPG wohl für High Performance Gaming steht. Zudem sollen die neuen dedizierten Grafikkarten Hardware-beschleunigtes Raytracing anbieten und so der Konkurrenz in dieser Hinsicht nicht nachstehen.

SoC2- und SoC1-Grafikchip

Nun sind erste Details hinsichtlich des Produktportfolios aufgetaucht, welche erneut durch Moore’s Law Is Dead veröffentlicht wurden. So sollen insgesamt drei Modelle basierend auf zwei Grafikchips erscheinen. Bei diesen handelt sich wohl um die SoC1 alias DG2-512 sowie um die SoC2 alias DG2-128 GPU, wobei der SoC1 im Flaggschiff zum Einsatz kommen soll. Letztere wird wiederum wahrscheinlich den günstigeren Einstiegsbereich abdecken. Beide Chips werden außerdem in TSMCs N6 EUV-Fertigungsverfahren hergestellt.

Bilder: YouTube (Moore’s Law Is Dead)

Der SoC2 wird laut dem Leak im kleinsten Modell der Serie verbaut sein und damit die Konkurrenz zu einer theoretischen Radeon RX 6400 darstellen. Dabei soll ein 96 Bit breites Speicherinterface zum Einsatz kommen, mit welchem 6 GB GDDR6 Videospeicher angebunden werden. Dazu verfügt der GPU-Chip über insgesamt 128 ALU-Blöcke bei einem Verbrauch unterhalb von 75 Watt.

Topmodell mit 512 Shader-Clustern und 16 GB VRAM

Auf der anderen Seite des Leistungsspektrums befindet sich wiederum der SoC1. Dieser wird in den beiden größeren Grafikkarten verbaut und verfügt in seiner Vollausstattung über 512 Shader-Cluster samt eines 256 Bit breiten Speicherinterface. In dieser Konstellation sollen der GPU 16 GB GDDR6 Speicher zur Verfügung stehen und ein Verbrauch von 225 Watt erreicht werden. Die Leistung des Chips soll dabei auf dem Niveau einer GeForce RTX 3070 liegen – ein durchaus beachtlicher Wert für die ersten dedizierten Intel Grafikkarten seit 20 Jahren.

Bilder: YouTube (Moore’s Law Is Dead)

Zu guter Letzt wird das Portfolio durch ein Modell ergänzt, welches einen teil-deaktivierten SoC1 nutzt. Aus dem Leak geht hervor, dass dieser auf ein 192 Bit Speicherinterface und 12 GB VRAM zurückgreifen kann. Die GPU selbst soll demnach nur noch 384 der 512 Shader-Cluster nutzen können, während der Verbrauch zwischen 150 und 200 Watt liegen könnte. Insgesamt soll hier die Performance einer RTX 3060 (Ti) erreicht werden.

Im zweiten Quartal ist es soweit

Sollten sich diese Angaben bewahrheiten, scheinen uns mit den neuen Alchemist-Grafikkarten von Intel durchaus interessante Produkte zu erwarten. Im zweiten Quartal des nächsten Jahres sollen die neuen GPUs erscheinen, womit erstmals seit fast zwei Jahrzehnten mehr als nur zwei große Hersteller in diesem Markt tätig sind. Damit dürfte 2022 im Segment der Grafikkarten durchaus spannend werden!

Quellen
Mit * markierte Links sind Affiliate-Links. Mit dem Kauf über diesen Link erhalten wir als Seitenbetreiber eine Verkaufsprovision ohne, das du mehr bezahlst. So kannst du Allround-PC supporten
Arian Krasniqi …ist seit 2021 Teil des Teams und befasst sich vor allem mit Hardware-Komponenten sowie mit weiteren technischen Neuheiten. Auch aktuelle Spiele auf PC und Konsole gehören zu seiner Leidenschaft. Neben der Arbeit studiert Arian an der RWTH Aachen Umweltingenieurswissenschaften.

Kommentieren

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.