Intel: Neue Thunderbolt-Generation schafft bis zu 120 Gbit/s

Protokoll wird erst 2023 finalisiert
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Quelle: Intel

Intel hat einen Prototyp der nächsten Thunderbolt-Generation vorgestellt. Noch sind nicht alle Einzelheiten final, aber der Thunderbolt-4-Nachfolger verdoppelt die Bandbreite und schafft für Videozwecke sogar maximal 120 Gigabit pro Sekunde. Das neue Schnittstellen-Protokoll basiert auf USB4 2.0 und DisplayPort 2.1.

Nach einem versehentlichen Intel-Bild im Jahr 2021 und einer kürzlichen Medienpräsentation verriet Intel nun offizielle Informationen zur fünften Thunderbolt-Generation. Der Name steht noch nicht fest, gemäß der bisherigen Nomenklatur dürfte er aber Thunderbolt 5 lauten. Intel zufolge werde der Name vermutlich erst nächstes Jahr finalisiert, was nahelegt, dass vor 2023 kein entsprechendes Produkt mehr starten wird. 

Als Basis dient die Schnittstellen-Spezifikation USB4 Version 2.0, weshalb ebenfalls in beide Verbindungsrichtungen bis zu 80 Gigabit pro Sekunde möglich sind. Thunderbolt 4 schafft hingegen maximal 40 Gbit/s. Auch der PCIe-Datendurchsatz für Speicher und externe Grafikkarten habe sich verdoppelt.

Bidirektionale 80 Gbit/s oder Anzeigen-Modus für 120 Gbit/s

Wenn eine kompatible Anzeige mit hohem Bandbreitenbedarf erkannt wird, etwa mit 8K-Auflösung oder 4K und 240 Hertz, wird sogar ein Modus für bis zu 120 Gbit/s aktiviert. Statt zwei 40-Gbit/s-Kanälen in beide Richtungen senden dann drei Kanäle zum Bildschirm und einer zurück zum Notebook. Die Bandbreite wird in dem Fall dynamisch verteilt, um neben der Bildschirmausgabe weiterhin auch Datenübertragungen zu ermöglichen. Neben USB4 2.0 basiert das neue Thunderbolt ebenfalls auf DisplayPort 2.1. 

Das Thunderbolt-Protokoll der nächsten Generation nutzt die sogenannte Pulsamplitudenmodulation PAM-3. Dabei überträgt das Modulationssignal in zwei Takten drei Bit. Thunderbolt wird nicht lizenziert (aber zertifiziert), bleibt also nicht Intel-exklusiv. Nähere Details wie die Basis-USB-Geschwindigkeit (aktuell: 10 Gbit/s) sowie die Mindestleistung für Power Delivery sind derzeit noch unklar und sollen 2023 folgen. Zu vorigen Generationen von USB, Thunderbolt und DisplayPort bleibt das neue Protokoll kompatibel.

Bestehende Kabel sind bedingt kompatibel

Wie bei USB4 2.0 können bestehende Passivkabel (USB-C) bis zu einem Meter Länge auch weitaus mehr als 40 Gbit/s erreichen. Es werden jedoch auch Aktivkabel für verlässliche 120 Gbit/s erscheinen. Weiterhin hebt Intel Thunderbolt als Komplettlösung für das USB-C-Chaos hervor. Während bei USB4 alles oberhalb von 20 Gbit/s optional ist und viele Power- sowie Anzeige-Eigenschaften ebenso je nach USB-Buchse variieren, soll Thunderbolt stets alles bieten, was die Schnittstelle hergibt.


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Tim Metzger

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