MediaTek Dimensity 1050: Erster SoC des Herstellers mit mmWave-5G

Automatischer Wechsel zwischen mmWave und Sub-6GHz
News  / Jonathan Kemper

Auch MediaTek will gut gerüstet ins 5G-Zeitalter schreiten. Der neue Dimensity-Chip, mit dem sicherlich einige Mittelklasse-Smartphones ausgestattet werden, kann auch hochfrequente Funkbänder nutzen.

Spätestens mit dem Dimensity 9000 hat MediaTek bewiesen, dass man technologisch nicht nur der Konkurrenz hinterherhecheln, sondern auch voranschreiten möchte. Dieser Linie bleibt man auch mit dem neusten SoC treu. Der jüngst enthüllte Dimensity 1050 bringt Support für die moderne 5G-Varianten mmWave mit.

Chip für die Mittelklasse

Ansonsten ist der im Sechs-Nanometer-Verfahren gefertigte Dimensity 1050, der sich irgendwo im Mittelfeld verordnet, aber nicht unbedingt auf dem neusten Stand. Dafür sorgen zwei Cortex-A78- und sechs Cortex-A55-Kerne bei maximal 2,5 GHz, wobei MediaTek auf Basis der HyperEngine 5.0 selbstverständlich umfassende Optimierungen der CPU und GPU zum Zocken verspricht.

Immerhin werden die aktuellen Speicherstandard UFS 3.1 und LPDDR5-RAM unterstützt. Auch die Grafikfähigkeiten mit Support für Full-HD+-Displays mit bis zu 144 Hz, HDR10+ Adaptive und 10-Bit-Farben können sich sehen lassen. Außerdem können Kameras mit einer inzwischen nicht mehr so seltenen Auflösung von bis zu 108 MP angesteuert werden.

Was bedeutet mmWave eigentlich?

Der Dimensity 1050 ist der allererste SoC aus dem Hause MediaTek, der mmWave-5G unterstützt – aber was heißt das überhaupt? Der Name mmWave spielt auf kleinere Wellenlängen an. Wer sich an den Physikunterricht erinnert, weiß, dass das im Umkehrschluss höhere Frequenzen bedeutet.

Auf diese ist man angewiesen, da im aktuell genutzten Bereich unter 6 GHz die Frequenzbänder knapp werden, mit 5G perspektivisch aber deutlich höhere Datenraten von bis zu 10 Gbit/s im Download und 3 Gbit/s im Upload erreicht werden sollen. Bislang kommt mmWave nur in den USA, Japan und Südkorea so wirklich zum Einsatz, doch europäische Länder – darunter auch Deutschland – sollen bald dazustoßen.

MediaTek kündigt mit dem Dimensity 1050 ein „wirklich nahtloses 5G-Erlebnis“ an, das fließend zwischen reichweitenstarken Sub-6GHz- und schnellen mmWave-Verbindungen wechsele. Der Dimensity 1050 könne sich mit beiden gleichzeitig verbinden und bietet so bis zu 53 höhere Geschwindigkeiten als andere Geräte, die sich nur mit 4G LTE und mmWave gleichzeitig verbinden könnten.

Qualcomm läutete das mmWave-Zeitalter übrigens mit dem Snapdragon X65 5G-Modem ein, das unter anderem im Snapdragon 8 Gen 1 verbaut ist.

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