Oppo Find X5 (Pro): Top-Smartphones mit spannenden Neuerungen

Mehr Leistung, verbesserte Kameras, aufgefrischtes Design
News Oppo  / Leonardo Ziaja

Die Find X5 Serie ist da und somit die neusten Flaggschiff-Smartphones von Oppo. Doch, wo ist eigentlich das Find X4 geblieben? Und welche Neuerungen gibt es im Vergleich zur letzten Generation? Wir haben euch die wichtigsten Details zusammengefasst.

Auch in diesem Jahr bringt Oppo wieder drei Geräte für die Find X Serie an den Start, verzichtet dabei allerdings auf ein „Neo“-Modell. Stattdessen kommt das normale Find X5 (ohne Pro) nach Deutschland, welches bisher nur dem asiatischen Markt vorbehalten war. Neben dem Pro-Modell als neues Flaggschiff wird die neue Generation unten hin erneut vom Find X5 Lite abgerundet.

Aber, warum gab es kein Find X4? Im asiatischen Raum wird die Zahl 4 mit dem Tod verbunden (bzw. das Wort für beides wird sehr ähnlich ausgesprochen) – daher überspringen Hersteller diese Zahl in ihren Produktreihen des Öfteren.

Video: Find X5 und Find X5 Pro im Hands-On

Im Fokus: Hasselblad und MariSilicon-Chip

Oppo setzt beim Design des Find X5 (Pro) erneut auf die fließend hervorstehende Kamera auf der Rückseite, so wie wir es schon vom Find X3 Pro (hier im Test) kennen. Die Form der Kameraeinfassung hat sich jedoch leicht verändert und wurde etwas größer. Während Oppo beim Pro-Modell auf eine Rückseite aus glänzendem Keramik setzt, welches deutlich härter als Glas ist, kommt beim Find X5 ein mattes Finish mit Gorilla Glass Victus zum Einsatz.

Viel spannender sind jedoch zwei feine Schriftzüge auf beiden Smartphone-Rückseiten, die erneut den Fokus auf eine starke Kamera-Performance legen: „Hasselblad“ und „powered by MariSilicon“. Während es sich bei ersterem um den schwedischen Kamera-Spezialisten handelt, der neben OnePlus nun auch bei Oppo seine Expertise mit ein bringt, so verbaut Oppo mit dem MariSilicon X (weitere Details) erstmals einen eigenen Kamera-Chip.

Ganz konkret handelt es sich dabei um einen speziellen Bildprozessor mit integrierter NPU (Neural Processing Unit), der mit dem Bildprozessor des Snapdragon-SoCs zusammenarbeitet. Allerdings übernimmt der Oppo-Chip teilweise grundlegende Aufgaben und gewisse KI-Features. Oppo will damit so viel Informationen wie möglich aus den verbauten Kamerasensoren herausholen, was unter anderem Features wie 4K-Nacht-Videos, 20-bit HDR-Videos und 20-bit RAW-Fotos ermöglichen soll.

Doppeltes IMX766-Lottchen mit feinen Verbesserungen

Wie schon beim Vorgänger erhalten auch Find X5 und Find X5 Pro den Sony IMX766 mit 50 Megapixel gleich doppelt – einmal für die Hauptkamera, einmal für die Ultraweitwinkelkamera. Dazu gesellt sich eine 13 Megapixel Telefotokamera mit 2x optischem Zoom bzw. 5x Hybrid-Zoom. Das Find X5 Pro hat dem Non-Pro-Modell jedoch vor allem ein Feature voraus: Die neuartige 5-Achsen-Stabilisierung.

Diese soll 3x besser ausbalancieren als ein herkömmlicher OIS und nutzt dafür einen 3-Achsen-Sensor-Shift, einen 2-Achsen-Lens-Shift und 3°-Anti-Shake. Beim Find X5 gibt es dagegen den klassischen 2-Achsen-OIS. Beiden spendiert Oppo jedoch einen neuen 13-Kanal-Spektralsensor, der in Verbindung mit einem besseren Whitebalancing-Algorithmus für natürlichere Farben und Hauttöne sorgen soll.

Für Selfies setzt Oppo beim Pro-Modell auf den neuen Sony IMX709 Sensor mit 32 Megapixel und RGBW-Pixelstruktur (also RGB + Weiß), um mehr Licht einfangen zu können. Das Non-Pro Find X5 erhält ebenfalls 32 MP, jedoch einen anderen Sensor (Sony IMX615). Beide Sensoren sitzen allerdings in einem Punch-Hole, oben links im Display.

Oppo Find X5 Pro mit LTPO 2.0 QHD+ 10-bit AMOLED

Mit einer Displaydiagonale von 6,55 Zoll ist das Find X5 nur minimal kleiner als das Topmodell mit 6,7 Zoll, es gibt jedoch feine Unterschiede. So erhält das Non-Pro-Modell ebenfalls ein AMOLED-Panel mit adaptiven 120 Hz, löst jedoch in Full-HD+ auf und bietet max. 1000 nits Helligkeit. Das Find X5 Pro hingegen erhält ein neues LTPO 2.0 Panel, welches auf bis zu 1 Hz heruntergehen kann. Dazu löst das Display mit QHD+ auf, bietet bis zu einer Milliarde Farben über 10-bit und max. 1.300 nits Helligkeit.

Geschützt wird die Front bei beiden Smartphones allerdings von Gorilla Glass Victus. Ab Werk ist des Weiteren eine Displayschutzfolie angebracht, die Find X5 und Find X5 Pro bereits „out of the box“ zusammen mit der beiliegenden Schutzhülle vor größeren Schäden bewahren dürfte. Sollte es dennoch mal zum (selbstverschuldeten) Schaden kommen, so übernimmt Oppo innerhalb des ersten Jahres nach Kauf satte 50 % der Reparaturkosten.

Performance, Akku und SuperVooc-Schnellladen

Unter der Haube des Oppo Find X5 Pro arbeitet ein Snapdragon 8 Gen1 SoC, das aktuelle Topmodell von Qualcomm. Dazu gesellen sich 12 Gigabyte Arbeitsspeicher sowie 256 Gigabyte interner Speicher. Das Find X5 erhält dagegen den Snapdragon 888, das letztjährige SoC-Flaggschiff von Qualcomm, mitsamt 8 GB RAM und 256 GB internem Speicher. Eine Erweiterung per MicroSD-Karte ist nicht möglich.

Leistungsvergleich:

  • Snapdragon 865 (Oppo Find X2 Pro) – Single-Core: 858 Punkte // Multi-Core: 2.913 Punkte
  • Snapdragon 888 (Oppo Find X3 Pro/Oppo Find X5) – Single-Core: 1.115 Punkte // Multi-Core: 3.392 Punkte
  • Snapdragon 8 Gen1 (Oppo Find X5 Pro) – Single-Core: 1.293 Punkte // Multi-Core: 3.245 Punkte
  • Exynos 2200 (Samsung S22) – Single-Core: 1.173 Punkte // Multi-Core: 3.601 Punkte

Ein Highlight könnte der 5.000 mAh Akku im Find X5 Pro werden, der für lange Laufzeiten sorgen dürfte. In einem ersten PC Mark Akkutest bei 50 % Displayhelligkeit hielt das Pro-Modell rund 12 Stunden und 25 Minuten durch, ehe die Restladung bei 20 % ankam – ein sehr ordentliches Ergebnis. Das Find X5 mit 4.800 mAh Akkukapazität hielt mit 14 Stunden und 17 Minuten sogar noch deutlich länger durch, was sich jedoch vermutlich durch die geringere Displayauflösung sowie -helligkeit und den anderen SoC erklären lässt. Allerdings handelt es sich hierbei um Benchmark-Werte und keine realen Laufzeiten (die testen wir natürlich noch für euch 😉)

Mit 80 Watt in Null-Komma-Nix voll aufgeladen

Beide Smartphones können über SuperVOOC, die Ladetechnologie von Oppo, mit bis zu 80 Watt geladen werden. In 12 Minuten sind dann wieder 50 % im Akku, eine volle Ladung dauert in etwa 25-30 Minuten. Darüber hinaus wird mit AirVOOC auch kabelloses Laden unterstützt – beim Find X5 Pro mit bis zu 50 Watt, beim Non-Pro-Modell mit maximal 30 Watt.

Weitere Features:

  • Wi-Fi 6 (nicht Wi-Fi 6E), Bluetooth 5.2, NFC
  • IP68-Zertifizierung (Find X5 Pro) / IP54-Zertifizierung (Find X5)
  • Stereo-Lautsprecher mit Dolby Atmos

Als Betriebssystem kommt Android 12 in Kombination mit der Color OS 12.1 Benutzeroberfläche zum Einsatz. Hierfür soll es 3x OS-Updates und vier Jahre Sicherheitspatches geben. Das Find X5 (Pro) dürfte dann theoretisch noch Android 15, sollte es so heißen, erhalten.

Find X5 Lite mit 90 Hz OLED und Dimensity 900 SoC

Etwas abgespeckter, aber dennoch mit einem runden Gesamtpaket ausgestattet, kommt das Find X5 Lite als drittes Modell dazu. Dort erwartet euch ein 6,43″ AMOLED mit FHD+ Auflösung, 90 Hz, 800 nits und Gorilla Glass 5 „on top“. Die Rückseite, entweder in Schwarz oder Blau, besteht jedoch aus Kunststoff. Allerdings verpasst Oppo dem Lite-Modell eine IPX4-Zertifizierung gegen allseitiges Spritzwasser.

Bild: Oppo

Die wichtigsten Specs:

  • MediaTek Dimensity 900, 8 GB RAM, 256 GB Speicher, MicroSD-Erweiterung
  • 4.500 mAh Akku + 65W Super Vooc Schnellladen
  • Triple-Kamera mit 64 MP Hauptsensor (f/1.7, EIS), 8 MP Ultrawide (f/2.2), 2 MP Makro (f/2.4) + 32 MP Frontkamera (f/2.4)
  • Leider nur Mono-Lautsprecher und ab Werk mit Android 11 + ColorOS 12

Preise, Verfügbarkeit und Vorbestelleraktion

Oppo bringt die Find X5 Serie ab dem 21. März auf den Markt. Bis dahin soll es jedoch eine attraktive Vorbestelleraktion geben, zu der Oppo bisher noch keine Details mitgeteilt hat. Das Find X5 Pro startet zum (happigen) Preis von 1.299 Euro UVP, das Find X5 wird für 999 Euro UVP launchen. Für das Find X5 Lite werden 499 Euro UVP aufgerufen.


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