Oppo MariSilicon Y: Verlustfreie Audio-Übertragungen mit 12 MBit/s

Musik per Bluetooth erreicht ein neues Level!
Oppo

Auf den Inno Days 2022 hat Oppo einen interessanten neuen Chip vorgestellt, mit dem eine bessere Audio-Übertragung über Bluetooth möglich werden soll. Der MariSilicon Y wird demnach eine Datenübertragungsrate von 12 Mbit/s bieten.

Neue Foldables, Gesundheit-Gadgets und ein eigener Roboterhund namens QRIC: Oppo hat auf der eigenen Hausmesse dieses Jahr einige interessante Neuheiten und Konzepte vorgestellt. Daneben hat der Hersteller mit dem MariSilicon Y eine neue Eigenentwicklung angekündigt, die den Bereich der drahtlosen Audio-Übertragung aufmischen könnte. Demnach soll der neue Chip eine Datenrate von 12 Mbit/s erreichen, womit dieser über zehnmal schneller wäre als der Qualcomm aptX Lossless. Auch der Sony LDAC mit seinen 990 kbit/s würde um den Faktor 12 geschlagen werden.

Bild: Oppo

Der MariSilicon Y wird laut Oppo in TSMCs N6RF-Verfahren gefertigt. Dabei soll die kleinere Strukturbreite für eine höhere Effizienz sorgen. Hiervon dürfte insbesondere die Akkulaufzeit des jeweiligen Geräts profitieren. Immerhin ist der Stromverbrauch, der bei solch hohen Übertragungsraten entsteht, vergleichsweise hoch. Des Weiteren bietet der Chip eine nominale Rechenleistung von 590 GOPs (Giga Operations per Second).

Passend zum Chip hat der Hersteller einen neuen, proprietären Bluetooth-Codec vorgestellt. Dieser hört auf den Namen URLC (Ultra-High Resolution Lossless Audio) und soll eine verlustfreie Audioqualität ermöglichen. Die Auflösung bei der Datenübertragung soll dabei 24 Bit bei 192 kHz betragen. Zukünftige Oppo-Kopfhörer (Test: Oppo Enco Air 2 Pro) dürften zudem mit Features wie „Personalized Spatial Audio“ und einer Music Extraction Funktion aufwarten. Man darf gespannt sein, wie sich der neue Audio-Chip in den ersten Produkten schlagen wird.

Quellen
Arian Krasniqi

…ist seit 2021 Teil des Teams und befasst sich vor allem mit Hardware-Komponenten sowie mit weiteren technischen Neuheiten. Auch aktuelle Spiele auf PC und Konsole gehören zu seiner Leidenschaft. Neben der Arbeit studiert Arian an der RWTH Aachen Architektur.

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