Qualcomm: Snapdragon-8-Chips laut Ming-Chi Kuo künftig von TSMC

Samsung Foundry hat wohl wichtigsten Kunden verloren
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Mit dem Snapdragon 8+ Gen 1 wechselte Qualcomm kürzlich den Produzenten seines Flaggschiff-Chips von Samsung zu TSMC. Laut Analyst Ming-Chi Kuo wird dies auch die nächsten Jahre so bleiben.

Der Snapdragon 8 Gen 1 aus Dezember 2021 und der Snapdragon 8+ Gen 1 aus Mai 2022 werden beide im Vier-Nanometer-Verfahren gefertigt, allerdings stammt das Plus-Modell von TSMC anstatt Samsung. Es taktet etwas höher und ist vor allem nennenswert effizienter. Der von Samsung produzierte Chip steckt bereits in vielen Top-Smartphones (Testberichte) und hat meist mit starken Leistungseinbrüchen unter anhaltender Last aufgrund von Überhitzung zu kämpfen. Ebenfalls die Akkulaufzeiten dieser Smartphones blieben oft hinter den Erwartungen zurück.

Snapdragon-Flaggschiff wohl mindestens bis 2025 TSMC-exklusiv

Aufgrund dieser Problematik und anhaltender Yield-Probleme bei Samsung hatte sich Qualcomm dazu entschlossen, erstmals bei einem Plus-Modell nicht auf strikteres Binning zu setzen, sondern den Produzenten zu wechseln. Wie der bekannte Analyst Ming-Chi Kuo über Twitter berichtet, soll TSMC der einzige Produzent von Qualcomms Flaggschiff-Chips im Jahr 2023 und 2024 werden.

Dies betrifft voraussichtlich den Snapdragon 8 Gen 2, Snapdragon 8+ Gen 2, Snapdragon 8 Gen 3 und Snapdragon 8+ Gen 3. Eventuell könnte Qualcomm die Fertigungsaufträge auch darüber hinaus an TSMC vergeben. Für das kommende Snapdragon-Topmodell setzt man wohl weiterhin auf das N4-Verfahren, da die N3-Produktion erst im späteren Jahresverlauf hochfährt. Ob die Abkehr von Samsung ebenso die anderen Snapdragon-Serien oder nur die Topmodelle betrifft, bleibt abzuwarten.

Für TSMC geht es weiter bergauf

Samsung Foundry hat Kuo zufolge mit Qualcomm seinen wichtigsten Advanced-Node-Kunden verloren. Derweilen konnte die Taiwan Semiconductor Manufacturing Company (TSMC) die Gewinne im zweiten Quartal um fast 80 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal steigern. Am meisten Umsatz macht das Unternehmen durch die Sieben- und Fünf-Nanometer-Fertigung, die etwa für AMD-Prozessoren und Apple-Prozessoren zum Einsatz kommen. Für das dritte Quartal 2022 erwartet TSMC einen Umsatz von rund 20 Milliarden US-Dollar.

Des Weiteren prophezeit Kuo, dass Samsung das Galaxy S23 wahrscheinlich nur mit Snapdragon-Chips bestücken lässt – in den letzten Jahren standen die Exynos-Varianten stets unter Kritik. Der Exynos 2300 wäre dem Snapdragon 8 Gen 2 aufgrund von Samsungs Vier-Nanometer-Problemen nicht in allen Aspekten ebenbürtig.

Quellen
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Tim Metzger

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