UFS 4.0: Samsung hat den nächsten Smartphone-Speicher entwickelt

Doppelt so schnell wie UFS 3.1
News Samsung  / Jonathan Kemper
Bild: Samsung

Die Performance eines Smartphones und anderer Gadgets hängt nicht nur vom SoC, sondern unter anderem auch vom Speicher ab. Samsung hat nun die nächste Generation 4.0 für den UFS-Standard angekündigt.

Der Speicherstandard Universal Flash Storage, kurz UFS, bahnt sich in einer neuen Version an, die deutlich höhere Übertragungsgeschwindigkeiten gegenüber der vorherigen verspricht. Für die Entwicklung von UFS 4.0 ist Samsung verantwortlich, die über ihren Fortschritt auf Twitter berichtet hatten. Ihnen zufolge sei UFS 4.0 bereits von der Vereinigung JEDEC, die den Standard verwaltet und zu der neben Samsung weiter auch Nokia oder Micron Technology gehören, durchgewinkt worden.

UFS 4.0 biete eine Geschwindigkeit von bis zu 23,2 Gbps pro Lane, was doppelt so viel wie beim vorherigen, 2020 eingeführten UFS 3.1 sei. „Diese große Bandbreite ist perfekt für 5G-Smartphones, die große Datenmengen verarbeiten müssen, und wird voraussichtlich auch in zukünftigen Automobilanwendungen, AR und VR zum Einsatz kommen“, so Samsung. Basierend auf Samsungs V-NAND der 7. Generation und einem proprietären Controller könne UFS 4.0 eine sequenzielle Lesegeschwindigkeit von bis zu 4.200 MB/s und eine sequenzielle Schreibgeschwindigkeit von bis zu 2.800 MB/s erreichen.

Speicherchips mit bis zu 1 TB

Gleichzeitig sei die Stromeffizienz verbessert worden. Pro mA könne UFS 4.0 eine sequenzielle Lesegeschwindigkeit von 6 MB/s liefern, was einer Verbesserung von 46 Prozent gegenüber UFS 3.1 entspreche. Für Nutzer bedeutet das unterm Strich, dass sie mehr aus ihrer (Smartphone-)Akkulaufzeit herausholen können sollen. Schließlich werde UFS 4.0 in einem kompakten Gehäuse mit Abmessungen von maximal 11 x 13 x 1 Millimetern, trotzdem in verschiedenen Kapazitäten von bis zu 1 TB daherkommen.

UFS 4.0: Erster Einsatz ab 2023?

Die Massenfertigung kündigt Samsungs Halbleitersparte für das dritte Quartal 2022 an, weshalb wir vermutlich damit rechnen können, dass die Flaggschiffe des nächsten Jahres wie etwas das Samsung Galaxy S23 bereits auf UFS 4.0 setzen. Beim Galaxy S20 kam noch UFS 3.0 zum Einsatz, bei S21 und S22 UFS 3.1. Erwartungsgemäß dürften vorerst allerdings nur hochpreisige Android-Smartphones auf den dann schnellsten UFS-Standard setzen.

Quellen
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Jonathan Kemper ... ist fertig studierter Technikjournalist und Techblogger seit rund einem Jahrzehnt. Bei Allround-PC kümmert er sich vor allem um die neusten Entwicklungen aus der Smartphone-Branche und den TikTok-Kanal.

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