CyberOne: Humanoider Roboter von Xiaomi erkennt Emotionen

Sieht so die Zukunft aus?
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Bild: Xiaomi

Auf den Rückwärtssaltos machenden Cyberdog folgt nun mit dem CyberOne ein humanoider Roboter von Xiaomi, mit dem CEO und Gründer Lei Jun auf der Bühne etwas Small Talk hielt und ein Selfie knipste. Doch nicht nur aus technologischer Sicht soll der Xiaomi CyberOne beeindrucken, auch die dahintersteckende Software hat einiges zu bieten.

Erinnert ihr euch noch an den Film „I, Robot“, bei dem Spooner (gespielt von Will Smith) gegen Roboter ankämpft, die von einer hochintelligenten KI gesteuert werden? Zwar ist es bis zum Jahre 2035 noch etwas hin, doch die Entwicklung der humanoiden Roboter schreitet von Jahr zu Jahr voran.

Im Vergleich zu Industrierobotern, die ihre Aufgabe wie zum Beispiel in der Automobilindustrie immer und immer wieder durchführen, müssen humanoide Roboter „die menschlichen Wahrnehmungs-, Erkennungs-, Entscheidungs- und Ausführungsprozesse in verschiedenen Szenarien perfekt simulieren“, so Xiaomi-CEO Lei Jun. „Die Robotik gilt als das „Kronjuwel der Fertigung“, und humanoide Roboter sind für viele in der Branche das ultimative Ziel.“

Spazieren Cyberdog und CyberOne bald durch den Park?

Neben dem neuen faltbaren Smartphone Mix Fold 2 und dem durchaus spannenden Redmi K50 Ultra hat Xiaomi auf einer Pressekonferenz nun den CyberOne vorgestellt. Der 177 cm große und 52 kg schwere Roboter besitzt eine Armspannweite von 168 cm und kann nun mit dem im letzten Jahr vorgestellten Cyberdog spazieren gehen. Hierfür besitzt der CyberOne insgesamt 13 Gelenke, mit denen er die zweibeinige Haltung ausbalancieren kann.

Laut Xiaomi werden damit bis zu 21 Freiheitsgrade beim Bewegen möglich, die jeweils eine Reaktionsgeschwindigkeit in Echtzeit von 0,5 ms besitzen sollen. Die Bewegungsleistung hängt natürlich von der Kraft der einzelnen Gelenkmotoren ab, die eine gute Balance aus viel Power auf möglichst wenig Raum mit möglichst wenig Gewicht erzielen sollten. So wiegt der 30 nM starke Motor für die oberen Gliedmaßen lediglich 500 Gramm, der Hüftgelenk-Motor ist mit 300 nM dagegen etwas massiver und stärker.

Erkennung von bis zu 45 verschiedenen Emotionen

Damit der CyberOne nicht einfach blind durch die Gegend „rennt“, hat Xiaomi ein selbst entwickeltes Tiefensichtmodul mit KI-Interaktionsalgorithmus integriert. Darüber soll der Roboter sowohl Personen, Gesten als auch Ausdrücke wahrnehmen können. Ganz konkret heißt das: 85 Arten von Umgebungsgeräuschen und 45 Klassifizierungen von menschlichen Emotionen. Darüber hinaus kann die Einheit auch dreidimensionale, virtuelle Rekonstruktionen der realen Welt erstellen. Neben Mikrofonen und Lautsprechern zur Kommunikation besitzt der Roboter auf dem Gesicht auch ein gebogenes OLED-Modul zur Anzeige interaktiver Informationen in Echtzeit.

Der als „Metal Bro“ getaufte CyberOne ist von Sternzeichen Löwe (warum auch immer) und soll 600.000 bis 700.000 Yuan kosten, umgerechnet etwa 87.000 Euro bis 101.000 Euro entspricht. Die erste Generation des humanoiden Roboters wird es damit eher nicht unter die Masse schaffen, aber es ist klar zu erkennen, dass Xiaomi neben Smartphones besonders das Smart-Home-Portfolio weiter stark ausbauen wird. Im Fokus steht ein „technologisches Ökosystem, das Menschen und die Welt besser verbindet“, so Lei Jun.

Was denkt ihr: In wie vielen Jahren werden wir alle so einen humanoiden Roboter zu Hause rumflitzen haben? 👀

Quellen
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Leonardo Ziaja ... ist vor allem für die Bereiche Smartphones und Mobile zuständig, testet aber auch andere Hardware-Highlights wie Gehäuse, Prozessoren und Mainboards. Darüber hinaus sorgt er für hochwertige Bilder in unseren Testberichten.

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