AMD A620: Zwei Chip-Varianten für die günstigen AM5-Mainboards

Einsteiger-Mainboards für Ryzen 7000 ab Februar?
AMD

Mit A620 soll AMD demnächst noch einen Mainboard-Chipsatz für den AM5-Sockel einführen. Entsprechende Platinen sollen günstiger als die aktuellen B650-Modelle ausfallen. Angeblich sind zwei A620-Varianten geplant.

Update vom 30. Januar:

Die chinesische Webseite HKEPC berichtet auf Twitter über zwei Versionen des A620-Chipsatzes von AMD. Anfangs soll der bereits in X670(E) und B650(E) verwendete Chip „Promontory 21“ in A620-Mainboards verbaut werden. In späteren A620-Modellen komme hingegen ein neuerer Chip, womöglich Promontory 22 genannt, zum Einsatz. Er soll die gleichen Spezifikationen bieten, dürfte aber einfacher aufgebaut und demnach günstiger sein.

Erste A620-Mainboards wurden inzwischen schon bei der eurasischen Wirtschaftskommission (EEC) gelistet. Ein genauer Starttermin steht weiterhin nicht fest, allerdings ist noch im Februar mit entsprechenden Ankündigungen zu rechnen.

(Via: VideoCardz)

Ursprünglicher Beitrag vom 19. Januar:

AMD hat auf der CES 2023 mehrere neue Zen 4-CPUs ohne X-Suffix angekündigt, die zugleich günstiger ausfallen sollen als die bisherigen Modelle. Zudem fallen die Prozessoren mit einer TDP von 65 Watt deutlich sparsamer aus. Allerdings haben die Modelle einen eher schweren Stand auf dem Markt, da der preisliche Unterschied zu den Top-Modellen eher geringfügig ausfällt. Dazu kommt, dass die AM5-Platform im Allgemeinen einen hohen Einstiegspreis mit sich bringt. Aktuell starten die günstigsten Mainboards mit B650 Chipsatz bei rund 176 Euro, wobei der X670 PCH bei 260 Euro losgeht. Besonders im Vergleich zu den Mainboards der vorherigen Generation fällt der hohe Preis auf.

Mit dem A620-Chipsatz soll aber zeitnah Abhilfe geschaffen werden, um Zen 4 für die Masse attraktiver zu machen. Der PCH soll günstigere Mainboards ermöglichen und somit die Gesamtkosten der Plattform senken. Allerdings ist aktuell unklar, in welchen Preisregionen sich der kommende Chipsatz ansiedeln wird. Während der ursprünglichen Vorstellung von AM5 und Zen 4 kündigte AMD zumindest an, dass entsprechende Mainboards mindestens 125 US-Dollar kosten werden. Damit würde der Sub-100-Euro-Bereich jedoch weiterhin vernachlässigt werden.

Bild: AMD

Einen offiziellen Release-Termin für den A620-PCH hat AMD noch nicht bekannt gegeben. Auf der CES-Präsentation hat man jedoch einen Release für Anfang Februar indirekt bestätigt. Eher unscheinbar hat der Hersteller auf einer Folie die Verfügbarkeit von „Entry-Level AM5 Mainboards“ für den Februar 2023 in Aussicht gestellt. Inzwischen sind auch erste Modelle von Gigabyte und Asus bei der eurasischen Wirtschaftskommission aufgetaucht. In allen Fällen handelt es sich um uATX-Platinen.

Quellen
Arian Krasniqi

…ist seit 2021 Teil des Teams und befasst sich vor allem mit Hardware-Komponenten sowie mit weiteren technischen Neuheiten. Auch aktuelle Spiele auf PC und Konsole gehören zu seiner Leidenschaft. Neben der Arbeit studiert Arian an der RWTH Aachen Architektur.

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