49-Euro-Deutschlandticket kommt am 1. Mai

Vorbestellung ab sofort möglich

Das sogenannte „Deutschlandticket“ startet am 1. Mai. Eine erste App zur Vorbestellung des geplanten 49-Euro-Tickets ist schon im Google Play Store und Apple App Store zu finden. Die Frage ist nur, ob damit nicht schon vor dem offiziellen Start ein unübersichtliches Chaos entsteht. Wir geben euch einen Überblick zum aktuellen Stand.

Update vom 27. Januar 2023:

Der Starttermin für den Nachfolger des 9-Euro-Tickets steht fest: Bund und Länder sind zu einer Einigung gekommen, ab dem 1. Mai wird das 49-Euro-Ticket, das sogenannte Deutschlandticket, bundesweit angeboten. Zum ursprünglich geplanten 1. April können die Pläne aufgrund zeitaufwändiger Gesetzgebungsverfahren nicht rechtzeitig umgesetzt werden. Nach der Einigung stehe weiterhin die Zustimmung der EU-Kommission aus.

Originalmeldung vom 22. Januar 2023:

Als Nachfolger für das durchaus erfolgreiche 9-Euro-Ticket soll es demnächst ein bundesweit gültiges 49-Euro-Ticket geben. Besonders Pendlerinnen und Pendler warten sehnsüchtig auf weitere Details, da ein Monatsticket oder Jahresabo oftmals deutlich teurer ist – und dann auch nur für einen bestimmten Fahrbereich gilt. Doch auch neue Kunden soll das „Deutschlandticket“ ansprechen, um auf den ÖPNV zu wechseln.

Einen offiziellen Termin für den Startschuss gibt es noch nicht, auch wenn der 1. April weiterhin im Raum steht, dafür allerdings eine erste App. Die offiziell klingende „Deutschlandticket App“ wird sowohl bei Google Play als auch im Apple App Store von der HanseCom GmbH, einem „Anbieter für mobile Ticketing- und Kundenmanagementlösungen für den ÖPNV“, angeboten. Gekauft wird das Ticket dann jedoch nicht bei HanseCom, sondern bei einem der kooperierenden Verkehrsunternehmen – und da ist der „Knackpunkt“.

Deutschlandticket: Welcher Verkehrsbetrieb soll es sein?

Mit dem 49-Euro-Ticket könnte erstmals so etwas wie Wettbewerb im ÖPNV stattfinden, da jedes Verkehrsunternehmen das Ticket anbieten darf. Doch bei welchem Nahverkehrsbetrieb das Ticket dann gekauft wird, hängt von den Kunden ab – denn die können sich bei der Bestellung ein Verkehrsunternehmen aussuchen.

Quelle: Screenshots der Android-App (Stand: 21.01.2023)

Doch besonders für KVB, BVG oder HVV (um mal ein paar zu nennen) ist es nicht gerade unwichtig, bei wem das Ticket bestellt wird. Schließlich nutzen Pendlerinnen und Pendler bisher immer Bus und Bahn eines bestimmten Verkehrsunternehmens, und zahlten dann dementsprechend dort auch für das Ticket – das Geld kam also an der richtigen Stelle an.

In der Deutschlandticket-App müssen Kunden zwar auswählen, bei welchem Verkehrsunternehmen das Ticket gekauft werden soll, doch weil das am Ende aufgrund der bundesweiten Gültigkeit nicht großartig von belangen ist, könnten viele einfach den ersten Eintrag anklicken. Aktuell wären das die „Bahnen der Stadt Monheim“.

Besonders kleinere Betriebe könnten profitieren

Eine einfache Lösung wäre da beispielsweise die automatische Auswahl anhand der Postleitzahl. Wer zum Beispiel im Kölner Raum wohnt, bestellt das Ticket/Abo bei der KVB (Kölner Verkehrsbetriebe), bzw. bei der VRS (Verkehrsverbund Rhein-Sieg). So würden die 49 Euro am Ende auch dort ankommen, wo Bus und Bahn vermutlich am meisten genutzt werden würde.

Da jedoch vor allem kleinere Verkehrsbetriebe keine eigene App besitzen, könnte eine zentrale Lösung – so wie die Deutschlandticket-App – durchaus Vorteile bieten. Alternativ möchte allerdings auch die Deutsche Bahn das 49-Euro-Deutschlandticket anbieten. Aber: Plant ihr die Anschaffung des deutschlandweit gültigen Tickets? Schreibt eure Meinung gern mal in die Kommentare, hier unter dem Beitrag.

Quellen
Leonardo Ziaja Leonardo Ziaja

... ist vor allem für die Bereiche Smartphones und Mobile zuständig, testet aber auch andere Hardware-Highlights wie Gehäuse, Prozessoren und Mainboards. Darüber hinaus sorgt er für hochwertige Bilder in unseren Testberichten.

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