HTC Vive XR Elite: Mixed-Reality-Brille für 1.399 Euro enthüllt

Modulares Design hat einen hohen Preis

Mit der Vive XR Elite hat HTC eine Mixed-Reality-Brille vorgestellt, die sowohl autark als auch am PC funktioniert. Sie bietet ein modulares Design, kostet jedoch trotz Consumer-Ausrichtung stolze 1.399 Euro.

Die auf der CES 2023 präsentierte HTC Vive XR Elite ist das neue Flaggschiffmodell unter den Vive-Brillen. Der Hersteller wirbt mit kabellosem „All-in-one XR und PC-VR“ und obendrein stand ein flexibles sowie leichtes Gehäuse im Fokus. Aktuell ist die Vive XR Elite vorbestellbar für 1.399 Euro. Die Auslieferungen sollen voraussichtlich am 25. Februar beginnen. Wer bis Mitte Februar bestellt, bekommt außerdem fünf VR-Spiele als Bonus dazu. Preislich landet die neue Brille zwischen der älteren Valve Index (1.079 Euro) und der neuen Meta Quest Pro (1.800 Euro). Anders als beim neuesten Meta-Modell richtet sich die Vive XR Elite aber wohl in erster Linie an Gamer und nicht an Creator.

Akku für Gewichtsreduktion abnehmbar

Der Akku soll eine Laufzeit von bis zu zwei Stunden bieten und sitzt hinten am Headset für eine ausgewogene Gewichtsverteilung. Bei Bedarf lässt er sich im Betrieb wechseln (Hot-Swap) oder komplett entfernen – dadurch wird die Brille leichter, muss dann aber mit einem Stromkabel verbunden sein. HTC setzt auf Inside-Out-Tracking mittels zwei seitlich und zwei vorn verbauten Kameras. Zudem gibt es einen Tiefensensor und eine RGB-Kamera, welche für Mixed-Reality-Passthrough genutzt wird. Hand-Tracking unterstützt das Vive-Flaggschiff auch.

Vive XR Elite ohne Akkumodul (Bild: HTC)

Die neue Brille beinhaltet zwei LCD-Panels mit je 1.920 × 1.920 Pixeln und 90 Hertz. Laut Datenblatt beträgt das Sichtfeld 110 Grad und dank der Pancake-Linsen soll es einen großen Sweetspot-Bereich geben. Ein stufenloser IPD-Schieberegler und eine Dioptriekorrektur gibt es ebenso, allerdings passen Brillen wohl nicht mehr in das Headset. Im Rahmen der Vive XR Elite befinden sich Lautsprecher, sodass zusätzliche Kopfhörer nicht benötigt werden.

Als Prozessor dient Qualcomms Snapdragon XR2, welcher ebenfalls in der Meta Quest 2 steckt. Dazu gibt es 12 Gigabyte Arbeits- und 128 Gigabyte Massenspeicher. Für die autarke Nutzung sollen rund 100 Spiele zum Start verfügbar sein, zudem lässt sich die Brille via USB-C oder Wi-Fi 6E mit Steam VR am PC verwenden. Im späteren Jahresverlauf möchte HTC noch Module für Augen- und Gesichts-Tracking auf den Markt bringen. Die vollständige Aufzeichnung der Präsentation könnt ihr euch unter diesem Absatz ansehen.

Quellen
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