Qualcomm startet 2023 Satelliten-Kommunikation für Snapdragon-Handys

Nachrichten an Freunde mittels Satellit schicken
Qualcomm

Gemeinsam mit Iridium Communications bringt Qualcomm im Laufe des Jahres 2023 Zwei-Wege-Kommunikation per Satellit auf neue Snapdragon-Smartphones. Der Dienst namens Snapdragon Satellite soll durch das Iridium-Netz global funktionieren.

Qualcomm hat Snapdragon Satellite zur CES 2023 in Las Vegas vorgestellt. In der zweiten Jahreshälfte 2023 soll es in ausgewählten Regionen auf Smartphones der „nächsten Generation“ starten. Damit sind primär Modelle mit dem neuen Snapdragon 8 Gen 2 gemeint, da für die Satellitenverbindung das integrierte X70-Modem erforderlich ist (L-Band). Eventuell erscheinen bis zum Start aber noch weitere Snapdragon-Chips mit L-Band-Unterstützung.

Größere Abdeckung als bei Apple

Anders als bei Apples Satelliten-Notruf-Dienst mit Globalstar-Satelliten soll das Iridium-Netz jeden Teil der Erde abdecken. Apples Dienst funktioniert aktuell nur in Nordamerika, Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Irland. Außerdem lassen sich damit nicht nur Notrufe abschicken, sondern es ist eine Zwei-Wege-Kommunikation möglich, sogar für normale SMS-Nachrichten

Bild: Qualcomm

Die Nachrichtenlänge ist aber stark begrenzt und Dateien lassen sich nicht via Satellit versenden. Bei Notrufen sendet das Netzwerk übrigens die Nachrichten an spezielle Notfall-Vermittlungszentralen von Garmin. Informationen zur Preisgestaltung hat Qualcomm noch nicht genannt. Für die Satellitenverbindung muss sich das Smartphone stets unter freiem Himmel befinden. Laut Qualcomm soll das Versenden einer Nachricht nur wenige Sekunden dauern. 

Neben Apple und Qualcomm bietet zusätzlich Huawei Satellitenkommunikation für die eigenen Smartphones (Mate-50-Serie) an. Bei Huawei geschieht dies über das chinesische Beidou-Netzwerk. Im Rahmen der CES kündigte außerdem Motorola Satellitenkommunikation (Bullitt Satellite Connect) für das nächste Defy-Smartphone über das Skylo-Netzwerk an.

Quellen
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