Weltweiter PC-Markt ist um über 28 Prozent geschrumpft

Deutlich weniger Desktop- und Notebook-Verkäufe

Der PC-Markt ist Ende 2022 stark geschrumpft. Laut den Marktforschungsteams von Canalys, Gartner und IDC sanken die Verkäufe von Desktop-PCs und Notebooks im vierten Quartal 2022 um mehr als 28 Prozent. Laut Gartner ist es der stärkste Einbruch seit Aufzeichnungsbeginn Mitte der 90er-Jahre.

Die weltweiten PC-Verkäufe fielen im vierten Quartal 2022 hinter den Erwartungen zurück. Canalys, Gartner und IDC geben für das Quartal 65,3 bis 67,2 Millionen PCs an, ein Einbruch von 28,1 bis 29 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Zu den PC-Verkäufen zählen Desktops, Notebooks und Workstations, aber keine Tablets. Insgesamt wurden 2022 etwas über 285 Millionen PCs verkauft, was 16 Prozent weniger als im Jahr 2021 sind.

Die Gründe dafür liegen auf der Hand: Inflation, Rezession und eine entsprechend gesunkene Nachfrage. Zudem haben sich bereits viele während der Pandemie neue Computer zugelegt. Gartner bezeichnet die Quartalsergebnisse als größten Verkaufseinbruch, seitdem das Unternehmen den PC-Markt trackt.

Laut einer Canalys-Umfrage erwarten 60 Prozent der befragten Partner kein Verkaufswachstum im Jahr 2023. Wegen hoher Lagerbestände und sinkender Nachfrage dürften die Preise allerdings sinken, was ab der zweiten Jahreshälfte die Verkäufe wieder anheizen könnte. Canalys rechnet mit einer Normalisierung des PC-Markts in 2024. Unter den Computer-Herstellern hat Apple Ende 2022 am wenigsten Momentum verloren. Über sieben Millionen Mac-Geräte soll das Unternehmen im vierten Quartal 2022 verkauft haben. Auch der Smartphone-Markt ist 2022 geschrumpft.

Quellen
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