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EU-Strafzölle: BYD baut Werk in der Türkei, Tesla erhöht Preise

Erste Hersteller-Reaktionen auf Import-Strafzölle

Angesichts der neuen EU-Strafzölle reagieren die ersten Autohersteller: BYD plant den Bau einer Fabrik in der Türkei, um die Zölle zu umgehen, und Tesla hat die Preise für das Model 3 erhöht.

BYD plant türkische Autofabrik

Als Reaktion auf die seit Kürze gültigen Import-Strafzölle der EU kündigte der chinesische Autohersteller BYD den Bau einer neuen Fabrik in der Türkei an. Die EU hatte Anfang Juli zusätzliche Zölle auf in China produzierte Fahrzeuge eingeführt. Ziel dieser Maßnahme ist es, auf die unzulässigen Subventionen des chinesischen Staates zu reagieren. Fahrzeuge von BYD sind davon mit einem Zollsatz von 17,4 Prozent betroffen. Die geplante Fabrik in der Türkei soll diesen Zöllen entgehen und zollfrei Autos in die EU liefern können.

Am 8. Juli wurde die Vereinbarung zum Bau des Werks zwischen BYD-Chef Wang Chuanfu und dem türkischen Industrie- und Technologieminister Mehmet Fatih Kacir unterzeichnet. Die Produktionskapazität des neuen Werks wird bei bis zu 150.000 Fahrzeugen pro Jahr liegen. Davon sind etwa 25.000 Fahrzeuge für den türkischen Markt und 75.000 Fahrzeuge für den Export in die EU vorgesehen. Der Standort der Fabrik wird in Manisa sein, nordöstlich von Izmir, wo zuvor VW den Bau einer Fabrik geplant hatte.

Zusätzlich sieht BYD vor, das Werk um ein Forschungs- und Entwicklungszentrum zu erweitern. Die Investitionen für dieses Projekt belaufen sich auf rund eine Milliarde Dollar (ca. 920 Millionen Euro). Bereits 2023 kündigte der Hersteller Pläne zum Bau eines Werks in Ungarn an, um den europäischen Markt effizienter bedienen zu können.

Tesla erhöht Preise für Model 3

Auch Tesla hat auf die neuen EU-Strafzölle reagiert, allerdings durch eine Preisanpassung. Das Unternehmen erhöhte die Preise für das Model 3 in Deutschland und anderen EU-Ländern um 1.500 Euro. Alle Varianten des Model 3 sind davon betroffen. Der Basispreis für das Model 3 mit Heckantrieb liegt nun bei 42.490 Euro, die Long-Range-Version bei 51.490 Euro und das Model 3 Performance kostet jetzt 58.490 Euro.

Interessenten müssen jetzt etwas mehr für das Tesla Model 3 zahlen.

Tesla wird von den Strafzöllen mit einem Satz von 21 Prozent belastet. Daraufhin hat Tesla jedoch um eine individuelle Berechnung gebeten, die den Zollsatz noch senken könnte. Dennoch entschied sich das Unternehmen jetzt, die Preise frühzeitig anzupassen, um den möglichen Auswirkungen der Zölle entgegenzuwirken.

Im Gegensatz dazu hat Tesla die Rabatt- und Nullzins-Aktionen für das Model Y verlängert. Diese Aktionen sollten ursprünglich Ende Juni auslaufen, wurden jedoch bis Ende September verlängert. Das Model Y ist somit weiterhin zu einem reduzierten Preis und mit attraktiven Finanzierungsmöglichkeiten erhältlich, was den preislichen Abstand zum Model 3 weiter verringert. Zur Erinnerung: Das Model Y wird auch in der Brandenburger Fabrik gebaut.

Diese Entwicklungen zeigen, wie unterschiedlich Autohersteller auf die neuen EU-Strafzölle reagieren. Während BYD durch den Bau eines neuen Werks in der Türkei die Zölle umgehen möchte, setzt Tesla auf eine Anpassung der Preise und verlängerte Rabattaktionen, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Größere Reaktionen anderer Hersteller gab es bislang nicht.

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Quellen:
Foto von Tim Metzger Tim Metzger Redakteur

Schreibt seit 2020 für Allround-PC zu Technik aller Art und hat schon in jedem Ressort Artikel verfasst. Abseits des Redakteur-Jobs studiert Tim Technikjournalismus an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg.

Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird auf die gleichzeitige Verwendung männlicher, weiblicher und diverser Sprachformen (m/w/d) verzichtet. Alle Personenbezeichnungen gelten gleichermaßen für alle Geschlechter.

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