VW „ID.1“ ab 2027: E-Auto für unter 20.000 Euro geplant

Kleinwagen soll in Europa gebaut werden

Volkswagen plant die Markteinführung eines Elektro-Kleinwagens zum Preis von unter 20.000 Euro im Jahr 2027. Das neue Modell soll in Europa produziert werden und auf europäische Zulieferer setzen.

Volkswagen hat Pläne für ein neues Elektroauto angekündigt, das mit einem Startpreis von unter 20.000 Euro auf den Markt gelangen soll. Dieses kostengünstige Modell, das voraussichtlich ID.1 genannt, soll den Einstieg in die Elektromobilität für eine breitere Kundenschicht ermöglichen. Die Ankündigung erfolgte im Rahmen einer Vorstandssitzung, bei der weitere Details zum geplanten Elektro-Kleinwagen bekannt gegeben wurden. Zuvor ist noch für 2025 der ID.2all für unter 25.000 Euro geplant.

Der ID.1 soll in Europa produziert werden, was laut VW-Konzernchef Oliver Blume nicht nur den Nachhaltigkeitszielen des Unternehmens entspricht, sondern auch zur Stärkung der europäischen Automobilindustrie beiträgt. Die Beschaffung der Komponenten soll ebenfalls überwiegend bei europäischen Zulieferern erfolgen, um die Transportwege zu minimieren und somit die CO2-Emissionen zu reduzieren.

Renault-Kooperation gescheitert

Die Entscheidung, das Projekt in Eigenregie durchzuführen, fiel nach gescheiterten Verhandlungen mit dem französischen Automobilhersteller Renault über eine mögliche Zusammenarbeit. Medienberichten zufolge scheiterten die Gespräche an der Frage nach der Produktionsstätte, sodass Volkswagen nun die Entwicklung und Fertigung des neuen Modells alleine vorantreibt.

Vor dem ID.1 soll noch der ID.2all für unter 25.000 Euro starten.

VW-Markenchef Thomas Schäfer betonte, dass das neue Einstiegsmodell im Hinblick auf Technik, Design und Qualität Maßstäbe setzen wird. Er wies jedoch auch auf die Herausforderungen hin, die durch steigende Energie-, Material- und Rohstoffkosten entstehen. Politischer Rückhalt und wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen seien notwendig, um Elektromobilität „aus Europa für Europa“ erfolgreich umzusetzen.

Präsenz in der Einstiegsklasse stärken

Die Ankündigung des „ID.1“ erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem die Konkurrenz durch ausländische Automobilhersteller zunimmt, die preisgünstige Elektrofahrzeuge auf den europäischen Markt bringen. Volkswagen reagiert damit auf die wachsende Nachfrage nach erschwinglichen E-Autos und will seine Wettbewerbsfähigkeit in diesem Segment stärken. Derweilen erscheinen zunehmend Alternativen zum ID.3 und etwa mit dem Dacia Spring gibt es bereits Elektrokleinwagen ab knapp 17.000 Euro.

Obwohl der genaue Produktionsstandort noch nicht bekannt ist, gilt die Tschechische Republik, wo die VW-Tochter Škoda bereits produziert, als wahrscheinlich. Zudem ist ein technisch identisches Škoda-Modell nicht auszuschließen. Es bleibt abzuwarten, welche Kompromisse VW für diesen Preispunkt eingehen muss und was die Konkurrenten zum Marktstart im Jahr 2027 vorweisen.

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Quellen:
Foto von Tim Metzger Tim Metzger Redakteur

Schreibt seit 2020 für Allround-PC zu Technik aller Art und hat schon in jedem Ressort Artikel verfasst. Abseits des Redakteur-Jobs studiert Tim Technikjournalismus an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg.

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