Audi bringt einen Klassiker zurück: Der A2 e-tron positioniert sich als kompaktes Premium-Elektroauto und als effizientestes Modell der bisherigen Markenmitglieder auf der weiterentwickelten MEB+-Plattform der Muttergesellschaft. Gefertigt wird der Stromer direkt im Stammwerk Ingolstadt.
Der Audi A2 wurde ursprünglich von 1999 bis 2005 gebaut und wurde vor allem als Kleinwagen mit geringem Verbrauch vermarktet. In diesem Jahr wird die Serie ihre Rückkehr feiern, denn das Unternehmen hat bestätigt, dass 2026 ein Audi A2 e-tron erscheinen wird. Der Bestellstart erfolgt am 10. September 2026, während die ersten Auslieferungen für Dezember vorgesehen sind. Mit einem Einstiegspreis von 38.200 Euro ordnet sich der Ingolstädter technisch und preislich oberhalb des Konzernverwandten VW ID.3 Neo ein.
Audi plant offenbar, den Audi A2 e-tron zu einem Einstiegspreis von 38.200 Euro anzubieten – als Basisversion ohne Extras. Damit konkurriert das Modell gegen den BYD Atto 3, BYD Dolphin, das Tesla Model 3, den Kia EV3 oder den Peugeot e-208. Dabei hat das Unternehmen bestätigt, dass der neue A2 e-tron im Heimwerk in Ingolstadt vom Band laufen wird. Das Auto soll also offensiv als e-Mobilität „made in Germany“ beworben werden.

Vier Antriebsstufen und WLTP-Verbrauch ab 12,8 kWh/100 km
Das Motorenangebot umfasst vier Varianten, die ausnahmslos auf Heckantrieb setzen:
- Basis (38.200 €): 125 kW (170 PS) Leistung, gekoppelt an einen 52-kWh-LFP-Akku für rund 420 km WLTP-Reichweite.
- Mittelklasse (41.900 €): 140 kW (190 PS) mit einem 61-kWh-LFP-Akku für bis zu 515 km Aktionsradius.
- Langstrecke (48.900 €): 170 kW (231 PS) stark mit großem 84-kWh-NMC-Akku für bis zu 646 km Reichweite.
- Topmodell (51.200 €): 240 kW (326 PS) und NMC-Batterie. Während die schwächeren Varianten bei 160 km/h abgeregelt werden, läuft die Topversion bis zu 200 km/h schnell.
So senkt Audi den Stromverbrauch
Um den kombinierten WLTP-Verbrauch auf bis zu 12,8 kWh/100 km zu senken, setzt Audi auf gezielte Effizienz-Maßnahmen. Ein aktiver Kühllufteinlass, Air Curtains und verkleinerte Radhaus-Spaltmaße ermöglichen einen cw-Wert von 0,24. Zudem reduzieren Siliziumkarbid-Halbleiter (SiC) in der Leistungselektronik die Schaltverluste im Teillastbereich um bis zu 33 %. Optimierte Stator-Lamellen im Elektromotor und eine lange Übersetzung von 10,2:1 bringen bis zu 10 % Effizienzgewinn im Antriebsstrang.

LFP-Technik mit Vehicle-to-Load
Bei den kleineren Batterievarianten nutzt Audi alterungsstabile Lithium-Eisenphosphat-Zellen in Cell-to-Pack-Bauweise, die ohne große Degradation regelmäßig auf 100 % geladen werden können. Die LFP-Variante lädt am DC-Schnelllader mit maximal 105 kW (10 bis 80 % in etwa 26 Minuten) und erreicht an der AC-Wallbox eine Ladeeffizienz von 89,6 %. Zudem unterstützt das Modell Vehicle-to-Load (V2L) zur Stromabgabe an externe Geräte.
Stahlbauweise statt Aluminium-Spaceframe
Mit einer Länge von 4,32 Metern und 277 cm Radstand bietet der Innenraum Platz sowie ein Kofferraumvolumen von 396 bis 1.336 Litern. Digital setzt das Modell auf die Architektur E3 mit Android Automotive OS, Over-the-Air-Updates und dem Audi Assistant samt ChatGPT-Anbindung. Um die Fertigungskosten im Vergleich zum historischen Ahnen niedrig zu halten, verzichtet Audi beim ca. 1.915 kg schweren Fahrzeug auf den teuren Aluminium-Spaceframe und setzt stattdessen auf eine Mischbauweise aus Stahl.
Beitrag erstmals veröffentlicht am 05.02.2026
Mit * oder markierte Links sind „Affiliate-Links“. Mit dem Kauf über diesen Link erhalten wir eine Verkaufsprovision, ohne dass du mehr bezahlst.
Quellen:

