Amazfit baut sein Portfolio an bildschirmlosen Fitness-Wearables weiter aus. Nach dem Erfolg des Helio Straps hat der Hersteller im Rahmen der HYROX-Weltmeisterschaften in Stockholm das neue Helio Strap Pro präsentiert. Das am Körper getragene Trainingssystem richtet sich speziell an Hybrid- und HYROX-AthletInnen und setzt auf ein erweitertes Tracking-Konzept, das die Bewegungsqualität unter hoher Belastung analysieren soll.
Während der Vorgänger primär als bildschirmfreie Alternative zum Whoop-Band am Arm getragen wird, geht das Pro-Modell einen Schritt weiter und kombiniert Daten aus mehreren Quellen. Das System besteht zum einen aus dem Helio Core Motion HR, der die Herzfrequenz präzise am Oberarm misst. Dies soll typische Messfehler durch Handgelenksbeugungen oder das Greifen von Gewichten beim Krafttraining minimieren.
Zum anderen gehört der Helio Core Motion Waist zum Set: Ein spezieller Bewegungssensor für die Taille, der die Stabilität und Position des Rumpfes erfasst. Ziel ist es aufzuzeigen, wie sich die Biomechanik und die Bewegungsabläufe mit zunehmender Ermüdung verändern.

Voller Funktionsumfang mit der Balance-Serie
Zum Marktstart erfordert das System zwingend eine Amazfit Balance 3 oder Balance Ultra, um das volle Potenzial auszuschöpfen. Auf diesen Smartwatches stehen die dedizierten Modi „HYROX Race“ und „HYROX Simulation“ bereit. Das Tracking ist laut Amazfit präzise auf die acht spezifischen HYROX-Disziplinen – darunter Schlitten schieben, Rudern, Ausfallschritte und Farmer’s Carry – abgestimmt.
Nach dem Training führt die Zepp-App die Parameter zu einer strukturierten Leistungsübersicht zusammen. Die integrierte Energieanalyse „HybridCharge“ berücksichtigt dabei neben der reinen Trainingsbelastung auch Alltagsfaktoren wie Stress, Reisen und Schlafmangel.

Offene Konnektivität – ganz ohne Abonnement
Ein wesentlicher Pluspunkt im Vergleich zu etablierten Konkurrenzprodukten bleibt die Preisstruktur: Für das Helio Strap Pro ist kein monatliches Abonnement nötig. Die Sensoren können Daten autark ohne Uhr aufzeichnen und teilen Herzfrequenzwerte via Bluetooth 5.2 in Echtzeit mit Fitness-Apps, Fahrradcomputern oder Sportgeräten von Drittanbietern. Auch eine Synchronisation mit Apple Health ist integriert.
Die typische Akkulaufzeit beträgt beim Oberarmsensor bis zu 11 Tage, das Taillen-Modul schafft dank seltenerer HR-Messung bis zu 40 Tage. Das bis 5 ATM wasserdichte Set, das beide Sensoren sowie passende Clips und Bänder enthält, soll in wenigen Wochen in den Verkauf starten. Eine weitere interessante Alternative ist das Google Fitbit Air (Test), welches vor Kurzem für 99 Euro an den Start ging.
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